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Extra Tag - Bonus

Veröffentlicht: 12.07.2019

So, das war nun tatsächlich unser letzter Tag. Eigentlich war er zur Erholung geplant, aber das wäre doch zu schade gewesen. Das Wetter war morgens ganz ok, so dass wir uns nach einem super Frühstück um 9:30 auf den Weg gemacht haben. Hoch zum Rosskopf sollte es gehen. Direkt am Hotel ging es schon steil los, und es wurde immer heftiger. Durch Wald und Wiesen waren wir nach 2,5 Stunden an der Bergstation der Seilbahn, die wir ja eigentlich auch hätten nehmen können 😬. So haben wir nur 6 km mit 900 Höhenmetern bis Mittag geschafft. Es war wirklich steil und anstrengend, und wir haben beide gesagt, dass wir auf gar keinen Fall runter laufen.

Oben haben wir den Dolomieu-Weg gefunden, der zu 6 Almen führt. In der ersten haben wir schon nach 30 Minuten Pause gemacht und eine Südtiroler Spezialität, Graukäse, gegessen. Lecker 😋. 

Es fing dann ziemlich heftig an zu regnen, was uns aber nicht abgehalten hat, weiter zu laufen. Die Wirtin hat uns aber empfohlen, nur zur Vallming-Alm zu laufen und dann zurück, da es weiter regnen sollte. Der Weg war erst mal wieder ansteigend, aber sehr schön. Immer wieder Wiesen mit Kühen mit Glocken, sehr idyllisch.

Als wir nach einer Stunde kurz vor der Almhütte waren, hatten wir leider ein Problem. Mitten auf dem schmalen Weg stand eine Kuh, und Barbara hat direkt am Blick erkannt, dass es sich um einen bösen Bullen handeln muss. Sie wollte auf keinen Fall an ihm vorbei laufen. Einen anderen Weg gab es nicht. Also sind wir ein Stück zurück gelaufen in der Hoffnung, dass er den Weg frei macht. Hat er aber nicht. Im Gegenteil, er kam uns hinterher.

Weil mir nichts anderes einfiel, habe ich dann in der Almhütte angerufen. Dort war man doch sehr erstaunt. Wir sollten auf jeden Fall vorbei laufen, die Kühe sind alle ungefährlich. Gesagt, getan. Beim Vorbeigehen haben wir dann erkannt, dass es kein Bulle war.

In der Almhütte wurden wir von lachenden Leuten empfangen. Typisch Städter! Können Kühe nicht von Bullen unterscheiden 😩.

Es war eine alte, urige Hütte, wo wir Apfel- und Kirschküchlein gegessen haben. Sehr lecker!

Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen. Also sind wir nicht zurück zur Seilbahn gelaufen, sondern weiter Richtung nächster Hütte. 2 Stunden waren von der Wirtin angekündigt, und von dort fährt dann auch eine Seilbahn runter. Wir hatten mit einem gemütlichen Weg gerechnet, aber er ging auch ziemlich viel hoch und runter. Aber sehr schön! Wir mussten uns beeilen, weil die Seilbahn nur bis 17 Uhr fährt.

Wir waren dann auch um 16:30 kurz vor der Bahnstation. Aber: zumindest eine Person unserer Wandergruppe wollte doch lieber laufen 😩. Also statt 5 Minuten hoch zur Bahn und bequem runter fahren sind wir eine Stunde runter gelaufen, und zwar genauso steil wie morgens hoch. Morgens hieß es ja noch, dass wir auf keinen Fall runter laufen 😬.

Wie auch immer, wir sind eine Stunde runter gelaufen mit schmerzenden Knien. Zurück nach Sterzing mit dem Bus direkt zum Hotel.

Heute waren es dann noch mal 20 km mit 1200 Höhenmetern (jeweils hoch und runter). Wahnsinn!

Jetzt ist erst mal Schluss mit Wandern. Es war wirklich sensationell! Insgesamt sind wir 193 km gelaufen mit 7568 Höhenmeter nur hoch. Runter misst meine Uhr nicht, wird aber ähnlich sein. Nicht schlecht in unserem Alter 😀.

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