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3. + 4. Etappe: Auf und ab durch den Dschungel des indigenen Naturreservats der Cabeca

Am Morgen der heutigen Etappe ging es früh um 6 Uhr los, um genug Zeit für die folgenden anspruchsvollen 20 km zu haben und um etwas der Tageshitze zu entgehen. Da das Naturreservat Parque Nacional Barbilla auf indigenen Territorium liegt, begleitet uns heute ein lokaler Guide des Stammes. Die Landschaft ändert sich schlagartig von Farmland zu dichtem Urwald in üppigem Grün. Wir passieren riesige Bäume überwuchert mit Aufsitzerpflanzem, zahlreiche verschiedene Farme und lianenartige Affenleitern. Kleine Echsen und Frösche fliehen vor uns, wenn wir vorbei laufen. Um den ersten Fluss zu passieren, müssen wir von den Wanderschuhen zu Sandalen wechseln und durch den Fluss waten, doch das Wasser ist aufgrund der Hitze eine willkommene Abkühlung. Nach einer Weile beginnt es zu regnen. Zuerst schützt uns das Dichte Blätterdach, aber nach und nach werde wir doch ziemlich nass, was uns eigentlich nicht besonders stört, jedoch wird der lehmige Boden dadurch immer rutschiger und unwegsamer, sodass wir froh sind unsere Trekking-Stöcke dabei zu haben. Über uns hängt eine feuchte Dunstglocke und die Berge in der Ferne sehen in Wolkenschwaden gehüllt richtig mystisch aus. Das Terrain wird immer schwieriger und matschiger und wir kommen durch das viele Auf und Ab ziemlich ins schwitzen. Endlich erreichen wir das indigene Dorf. In drei schlichten Holzhütten ist ein kleines Museum aufgebaut, welches Alltagsgegenstände und Erklärungen der einzigartigen Sprache des Stammes zeigt. Obwohl es interessant ist, wollen wir eigentlich nur noch eines: Essen und etwas Durchschnaufen. In der kleinen Schule des Dorfes wird uns ein Essen gezaubert und wir genießen die Sonne, die jetzt wieder scheint. Nach der Pause erwartet uns das nächste Abenteuer, denn die nächste Flussüberquerung müssen wir per handbetriebenen Seilbahnwagen machen. Da maximal zwei Leute in die Metallkabine passten, brauchte es viel Muskelkraft und einige Blasen an den Händen, bis alle aus der Gruppe drüben waren. Erschöpft erreichten wir das heutige Etappenziel, von wo es zu unserer Unterkunft mit kleinen Hüttchen samt Fröschen und Geckos im einfachen Badezimmer ging.

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