Reisefieber - Alltag ade

Am Morgen der zweiten Etappe würden wir das erste Mal bereits um 5 Uhr von den Rufen der Brüllaffen geweckt und dann etwas später das zweite Mal von Motorengeräuschen kleiner Flugzeuge, welche über die Bananenplantagen fliegen und Pestizide versprühen. Obwohl in Costa Rica viel für den Naturschutz getan wird und der Ökotourismus boomt, wird man schnell desillusioniert, wie umweltschädlich hier im großen Stil Landwirtschaft betrieben wird, mit Produkten, die in unseren Supermärkten landen. Nach einem stärkenden, typisch herzhaften costa-rikanischen Frühstück begannen wir um 7 Uhr früh mit dem Wandern. Die heutigen 18 Kilometer gestalteten sich deutlich abwechslungsreicher mit ersten tollen Weitblicken und abgeschiedenen Holzhäusern. Unterwegs begegneten uns zahlreiche Kühe auf dem Weg und und Blattschneide-Ameisen. Im Gegensatz zum Vortag gab es zu unserer Freude mehr Schatten, jedoch war der Weg ebenso schweißtreibend durch die ersten steilen Anstiege des Caminos auf teils sehr schlammigen Strecken. Dafür hatten wir das Gefühl den Bergen näher zu kommen. Zwischendurch verschlagen wir einen in Blättern gewickelten Mittagssnack. Bei der Ankunft am Ziel gab es als Belohnung außerdem eine frische Kokosnuss und eine schlichte Dusche (ein Rohr aus der Wand) in einem Bretterverschlag. manchmal sind die kleinen Dinge im Leben die schönsten! Da wir nach wie vor fern der Zivilisation waren und es keine Restaurants oder Unterkünfte gab, zelten wir heute auf dem Areal einer Grundschule mit selbst gekochtem Essen von unserem Guide inklusive Sonnenuntergang.

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