AllgäuerinInNorwegen

Mein Jahr in Norwegen

Askvoll und Blåfjell

Wildes Norwegen
Wildes Norwegen

Nachdem meine erste Woche wieder in Norwegen wie auch die anderen Arbeitswochen davor abgelaufen waren, bekam ich am Donnerstag eine Nachricht von der Freiwilligen in Askvoll, ob ich sie besuchen möchte. Eigentlich wollten wir uns nur für einen Nachmittag treffen, doch da die Busverbindung eigentlich nur aus Schulbussen besteht, war das unmöglich. Deshalb beeilte ich mich am Freitag mit der Kantine und stieg in den Schulbus ein. Nach 30 Minuten war ich dann in Askvoll, das an der Mündung des Fjords in den Ozean lag. Die Freiwillige brachte mich in ihre Wohnung, denn sie hatte vergessen, dass sie am Abend noch auf ein Treffen musste. Deshalb verbrachte ich den Abend in ihrem Wohnzimmer, lesend, mit einer hammermäßigen Aussicht auf das Meer. 

Aussicht von der Wohnung aus
Aussicht von der Wohnung aus

Leider wurde es bald dunkel und der Wind peitschte Regen ans Panoramafenster. Als sie dann wieder ins Haus kam, erzählte sie mir, dass ihre Mitbewohnerin (manche werden sich vielleicht erinnern: als ich nach Solund fuhr, habe ich zwei Freiwillige in Askvoll besucht) hat das Projekt abgebrochen und es gab auch dort einige Probleme.

Am Samstag ließ der Sturm und Regen nicht nach, dennoch zeigte sie mir Askvoll. Den kleinen Sandstrand, an dem ich Muscheln sammelte und den Fährhafen. Danach ging es in den Supermarkt (an der Kasse arbeitete einer meiner Schüler; wie klein die Welt doch ist), sodass wir zum Abendessen selbstgemachte Lasagne essen konnten. Den Abend ließen wir mit „Erin Bronkovich“ ausklingen. 

Ratet, was wir gekocht haben...
Ratet, was wir gekocht haben... nein, keine Lasagne mit Bananen
Im Hafen von Askvoll
Im Hafen von Askvoll
Die Kirche Askvolls oder: eine typisch norwegische Kirche
Die Kirche Askvolls oder: eine typisch norwegische Kirche
Hafen und Berge von Askvoll, links sieht man den, den wir bestiegen
Hafen und Berge von Askvoll, ganz links sieht man den, den wir bestiegen
Grillplatz und Fähren
Grillplatz und Fähren
Ein Strandfto der kalten Sorte
Ein Strandfoto der kalten Sorte

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntag beschlossen wir, „på tur“, also wandern zu gehen. Es regnete und stürmte immer noch, doch wir wollten versuchen, den Hausberg namens Blåfjell zu besteigen. Als es noch durch den Wald ging, hörte der Regen teilweise sogar auf. Unterwegs trafen wir dann noch auf Schafsknochen.

Das fanden wir im Wald, rundherum waren noch weitere Knochen verteilt
Das fanden wir im Wald, rundherum waren noch weitere Knochen verteilt

Als wir jedoch über der Baumgrenze waren, schlug der Sturm zu, dennoch wagten wir den weiteren Aufstieg und wurden teilweise mit Sonne überrascht. Wenige Meter vor dem 533 Meter hohen Gipfel mussten wir allerdings umdrehen, weil wir erstens kaum mehr aufrecht stehen konnten, da der Wind so stark geworden war, und zweitens, weil der Sturm uns mittlerweile Graupel ins Gesicht trieb. So schafften wir den Abstieg in der Hälfte der Zeit und kamen total durchnässt wieder im Haus an. Nachdem wir den Ofen gefüttert hatten, entspannten wir weiter auf dem Sofa, bis wir am Abend ein Gewitter beobachteten. 

Die Sonne spitzelte das erste Mal durch
Die Sonne spitzelte das erste Mal durch
Solche Mauern standen hier überall herum. Im Hintergrund sieht man übrigens die Insel Atløy
Solche Mauern standen hier überall herum. Im Hintergrund sieht man übrigens die Insel Atløy
Der Nachbarberg in der Sonne
Der Nachbarberg in der Sonne
Sonnige Aussicht
Sonnige Aussicht
Sturm im Anmarsch
Sturm im Anmarsch
Die Sturmfront rückt näher
Die Sturmfront rückt näher
Der Versuch eines Selfies im Sturm
Der Versuch eines Selfies im Sturm

Ein wenig ist doch in der vergangenen Woche passiert:

Am Donnerstag feierten wir das Markering des neuen Vestland fylke. Die zwei Fylke (das sind in etwa die Bundesländer in Norwegen), nämlich Hordaland (Bergen und Umland) und Sogno g Fjorane schlossen sich zusammen. Dazu gab es in der Schule eine offizielle Veranstaltung, mit Reden des Bürgermeisters, Musik und sehr leckeren Marzipankuchen. Bilder könnt ihr auf der Schulwebsite finden (https://www.dale.vgs.no/vestland.6275805-367066.html). Am Nachmittag fand dann noch die Open Skule statt, wo ich zusammen mit einigen Schülerinnen köstliche Pizza buk und schließlich redeten wir über Nordlichter. Sie hatten hier nämlich schon gesehen, in diesem Jahr! 

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Solche Tafeln hingen im Wald und motivierten einen
Solche Tafeln hingen im Wald und motivierten einen: Es geht darum, dass man sich abmüht, auf den Gipfel zu kommen und mit einer viel besseren Aussicht belohnt wird
"Heute ist ein perfekter Tag, nichts zu tun"

#blåfjell#norwegen#wandern

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Dinge, die du vor Ort erleben kannst: