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#Alexgoestosomaililand

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Somaliland; hier bin ich also gelandet, gefühlt am anderen Ende der Welt, weit weg von all den geliebten Menschen, Freunden, Familie in Deutschland. Der kleine Blog soll euch und auch mir immer wieder kleine Einblicke in mein Leben hier in Caynabo ermöglichen, heute allerdings will ich euch erst mal erzählen wie es dazu kam und welche Fragen mir immer wieder gestellt wurden. 


Ich kann mich noch ganz gut an den Tag Ende Juli erinnern, an dem ich eine Mail von Cap Anamur erhielt, in dem sie mir schrieben, dass sie noch einen Krankenpfleger für ein Projekt in Somalia bzw. Soamliland für Anfang September suchen und ob ich mir nicht vorstellen könnte daran mitzuwirken. Natürlich hatte ich mich vorher noch nie groß was von Somaliland gehört und was macht die Hilfsorganisation eigentlich genau dort. Also erst mal gegoogelt, 

Somaliland;  eine völkerrechtlich zu Somalia gehörende autonome Region, De-facto aber ein praktisch unabhängiger, international von keinem Land anerkannter Staat in Ostafrika. 

Hört sich ja gar nicht so schlecht an, aber was sagt eigentlich das auswärtige Amt zu der ganzen Geschichte?! 

Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Terroranschläge, Kampfhandlungen, Piraterie sowie kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.
Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.
In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Die Gewährung konsularischen Schutzes vor Ort ist daher nicht möglich.

Oh mein Gott, du sollst also in ein Land in dem es nicht mal eine deutsche Botschaft gibt?! Wer holt mich denn im Notfall daraus?! 

Das Land ist wirklich so instabil, dass Deutschland es nicht für sicher genug hält dort eine Botschaft zu unterhalten?!

Die meisten von euch, hätten wahrscheinlich spätestens nach diesen Sätzen gedacht, da bringt mich nichts und niemand freiwillig hin. 

Auch ich hatte zu Beginn ein bisschen meine Zweifel, gleichzeitig hatte ich aber auch das Gefühl, dass es mal Zeit für einen Tapetenwechsel wird und so eine Chance vielleicht nur einmal im Leben kommt. 

Ohne groß nachzudenken habe ich die Mail beantwortet, mir genauere Informationen zu dem Projekt geben lassen und mir ein paar Tage Gedenkzeit erbeten, da ich ja auch nicht wusste, ob mich mein bisheriger Arbeitgeber einfach aus meinem Vertrag raus lassen würde. 

Am nächsten Montag bin ich wie gewohnt an die Arbeit gegangen und erneut kamen einige Zweifel in mir auf. 

Willst du das wirklich alles einfach so aufgeben, die super Arbeitskollegen, die Station, deine Freunde?  Ob ich nochmal die Möglichkeit haben werde , wieder hier zu arbeiten? Was kann sich in einem halben Jahr alles verändern? Was passiert, wenn ich nicht mehr zurück komme? 

Also habe ich das Gespräch mit meinem Chef erst mal aufgeschoben, wie ich das so oft mache mit unbequemen Entscheidungen, und die Zeit auf Station einfach genossen. 

Letztendlich habe ich mich dann doch irgendwann dazu durchringen können das Gespräch mit meinem Chef zu suchen. 

Die Entscheidung war gefallen. Ich will raus aus meiner Komfortzone, all meinen Mut zusammen nehmen, neue Abenteuer erleben und neue Erfahrungen sammeln. Wenn nicht jetzt , wann dann?! 

Das Gespräch mit meinem Chef, lief dann viel besser als gedacht und es gibt sogar die Möglichkeit für mich in einem halben Jahr zurück in meine alte Stelle zu kommen, zurück in mein altes, gewohntes Leben, zurück in das Team das in den letzten Jahren ein Teil von mir geworden ist. 

Von dem Moment an ist mir vieles leichter gefallen, da ich wusste, dass es sich wahrscheinlich nur um ein Abschied auf Zeit handelt und ich immer wieder die Möglichkeit haben werde zurück zu kommen. 

Jetzt hieß es die letzten Tage in Deutschland zu genießen, die Wohnung zu vermieten und ein Drachenbootrennen zu absolvieren :)


Die erste Woche im Projekt habe ich jetzt fast hinter mir und heute genieße ich meinen ersten freien Tag und so sitze ich hier, am Osthorn von Afrika; AlexinSomaliland

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444 mal gelesen
  • Kommentare

    Udo
    Kamelschnitzel mit Ziegenmilch  (oder umgekehrt) ist wirklich mal was anderes auf dem Speiseplan.
    Angie
    Toll das wir das alles jetzt zumindest in kleinster Form mit dir erleben können ( weil ich bin mir sicher, das man sich da nicht hinein versetzen kann, wenn man es nicht selber erlebt) Wir denken jeden Tag an dich und sind alle sehr stolz auf dich! 
    Sonja
    Hallo Alex, wenn du Zeit hast, dann berichte doch mal etwas über deinen Tag dort, oder auch Menschen, Tiere,  Essgewohnheiten, Religion dort, Krankheiten, Klima,  Regen usw...
    Margreth
    Schön das ich ,deine Oma es noch erleben darf, das du uns an deinem Leben und  arbeiten  ,im fernen Afrika teilhaben lässt und uns,wenn du Zeit hast informierst.
    
    
    
    

    Dinge, die du vor Ort erleben kannst: