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Tag 4 - Zugreise nach Phitsanulok

Veröffentlicht: 20.07.2017

Und schon wieder ging es recht früh los. Aber es klappte alles wunderbar. Aufpassen muss man nur, dass man hier nicht übers Ohr gehauen wird. Natürlich möchte hier jeder so weit wie möglich von den Touristen profitieren, aber manchmal geht es doch zu weit. Da waren wir einkaufen und ich sollte von 1.000 baht Wechselgeld in Höhe von 835 baht bekommen. Ich bekam aber nur 535 baht. Hier muss man sofort nachzählen. Und so, wie der Typ reagiert hat, hat man gemerkt, dass er genau wusste, dass er uns zu wenig gegeben hat. Dann wollen die Taxen immer gerne einen Festpreis mit dir aushandeln und nicht den Taximeter laufen lassen. Aber irgendwann weiß man auch ca. was welche Entfernung kostet und so wollte uns einer zum Bahnhof 300 baht abknöpfen. Den habe ich dann erst mal laut ausgelacht und ihm klargemacht, dass das nicht viel mehr als 50 baht kosten darf. Darauf lachte er wissend, dass er uns nun nicht übers Ohr hauen kann und schickte uns weiter zu seriösen Taxen, die mit Taximeter fahren. Die Fahrt kostete dann auch nur 61 baht, also keine 2€ statt 7,50€. 

Und da waren wir wieder an unserem ereignisreichen Bahnhof Hua Lamphong vom ersten Tag. Ich musste dann auch noch mal losrennen und Fotos machen vom Kaffeestand, der Schielefrau und dem Bahnhof von außen. Sobald wir den Bahnhof mit dem Fahrschein in der Hand betreten hatten, kam auch schon die Bahnsecurity auf uns zu, guckte auf unseren Fahrschein und schickte uns zum richtigen Gleis. Die Leute hier sind einfach so freundlich und hilfsbereit. Das ist echt der Wahnsinn. Dann ging es ab in den Zug für 4 Stunden. Viel Landschaft, viele andere Rucksackreisende im Zug und eine gute Betreuung mit Kaffee, Keksen, Reis und fried chicken und Fischsuppe. Zwar alles in Plastik, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. 

In Phitsanulok bezogen wir unser Billighotel. Das war auch ein Abenteuer. Man bekommt halt, was man bezahlt. Und wir haben nur popelige 11€ bezahlt. Es war also alt, muffig, kaputt, aber hatte doch seinen Charme. Irgendwie. Auf jeden Fall für eine Nacht zu ertragen. Auch in Phitsanulok guckten wir uns die drei wichtigsten Tempel an. Da wurde zur Zeit gerade singend gebetet. Das hatte was richtig Meditatives. Wir blieben dann auch noch länger dort sitzen und zwei Schulkinder interviewten uns zwecks eines Projekts, wer wir seien, wo wir herkämen, wie wir Thailand finden würden usw. Echt süß die beiden. Dann liefen wir am Fluss entlang Richtung Nacht Bazar, aber natürlich erreichten wir den ersten, nachdem wir uns noch eine Fußmassage am Straßenrand gegönnt haben. In einer Bar aßen wir Hot Pott, ist ähnlich wie Fondue. Da bekommt man Gemüse in einem Korb und Meeresfrüchte und Hühnchen. Dazu wird ein Kohlestövchen in die Mitte des Tisches gestellt und darauf ein Tontopf mit Sud mit Kräutern. Dann schmeißt man, wonach einem ist, ist in den Topf, wartet ein bisschen und schöpft das mit einer Kelle wieder heraus. Sehr lecker. In einer anderen Bar direkt am Wasser tranken wir dann noch ein Bier, das teurer war als unser Abendessen, und dann sind wir auch zurück ins Hotel. Bier ist hier wirklich scheiße teuer, auch das Heimische komischerweise. Cola kostet hier unter einem Euro, auch im Restaurant, aber Bier direkt 3€, Wein gibt es nicht unter 4€. Also wirklich teuer. Da gewöhnt man sich den Alkohol ab, wenn man das mit den anderen Preisen vergleicht. 

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