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Tag 5: Arlington Cemetary – The View – Library of Congress…

Veröffentlicht: 05.05.2022

13.04.2022

Langsam werden die Nächte besser – obwohl das Schlafen in dem kleinen harten Quietschebett alles andere als erholsam ist 🙈

Nach dem Frühstück steht heute U-Bahnfahren auf dem Programm. Wir laufen zur nächsten Metrostation „L´Enfant Plaza“ und müssen dieser erst suchen, denn der Eingang zur Metro führt hier durch den Eingang eines Einkaufszentrums. Wieder was gelernt – schön versteckt!

Wir suchen die Metrostation
Versteckt im EInkaufszentrum

Die Metrostation begeistert uns: so neu, sauber, geräumig, groß, Rolltreppen! Wow! Kennen wir von London ganz anders und ich bin sicher, New York wird ein herber Kontrast werden.

Metro Washington

Heute soll es bis 30 Grad warm werden, noch ist es allerdings recht frisch. Hoffentlich stimmt meine Vorhersage, denn Sohnemann und ich haben uns für kurze Hosen entschieden, dem Gatten wars zu kalt und die Tochter hat gar nicht erst eine kurze Hose eingepackt, da es sich hier ja nicht um „Sommerurlaub“ handelt. Naja, schauen wir mal, wer Recht behält!

Wir lösen ein Tagesticket für 13 $ pro Nase und los geht’s!

Mit der „Blue“ Metro fahren wir Stationen Richtung Franconia-Springfield bis zum Pentagon, das Ganze dauert knapp 30 Minuten. In der Metro gibt es neben der Klimaanlage (jetzt erfreuen wir uns doch noch an einer Jacke) auch WLAN!

Pentagon

Kaum beim Pentagon angekommen, befinden wir uns in Mitten von Wachleuten, Sicherheitspersonal und bewaffneten Polizisten / Sicherheitsleuten. Oha…

Als wir die Rolltreppe nach oben zum Pentagon verlassen, sehen wir überall Überwachsungskameras und Schilder, dass man auf gar keinen Fall Fotografieren oder Filmen darf. Na super…

Eigentlich wollten wir zum Memorial, sehen aber, dass das nur über einen längeren Fußmarsch neben der Hauptstraße zu erreichen wäre, daher verzichten wir. Wir überlegen kurz, uns das Visitor Center anzuschauen, aber auch das funktioniert wohl nur mit Voranmeldung und als wir sehen, wie man dort wieder „gefilzt“ wird (schlimmer als am Flughafen) und die Menschenmassen davor, haben wir keine Lust mehr.

Also zurück zum eigentlichen ersten Ziel für heute: Arlington National Cemetary.

Nur eine Metrostation zurück und wir erreichen den Friedhof. Der Gatte wollte da eigentlich gar nicht hin – was soll man denn auf dem Friedhof !? – aber ich habe mich durchgesetzt und argumentiere, dass man auch einen schönen Blick auf Washington DC hätte.

Auch hier am Eingang zum Visitor Center die bekannte Prozedur: „Filzen“.

Rucksäcke und Taschen werden kontrolliert, wir müssen durch den Scanner (juhu ich darf die Schuhe an lassen 😆) und dann geht’s weiter zum Friedhof.

Man kann mit einer Tram den Berg hinauffahren – ist aber sinnfrei, da man so nicht wirklich zum Schauen und Fotografieren stehen bleiben kann. Außerdem reine Abzocke und wir waren zu Fuß 3 x schneller, als die vollbeladene Tram.

Arlington Cemetary

Der Weg zum ersten „Highlight“, dem recht einfachen Grab von J.F. Kennedy & Familie, läuft man je nach Tempo ca. 20 Minuten, bis auf den Aussichtshügel ca. 30 Minuten. Mit weniger Fotostopps ist man mit Sicherheit schneller.

Das Grab von John F. Kennedy

Wir sind sehr bedrückt von der unfassbaren Anzahl der Grabsteinreihen, gleichzeitig aber auch beeindruckt, wie „schön“ das Ganze ist. Top gepflegt, alles ist „hell“, überall sind Gärtner und Arbeiter unterwegs, um den riesigen Friedhof zu pflegen.


Wir laufen bis auf den Hügel zum Aussichtspunkt vor dem Arlington House, dann weiter auf den Nachbarhügel zum Grab des unbekannten Soldaten (Tomb of the Unknown Soldier) und Amphitheater, wo gerade eine Wachablösung samt Zeremonie stattfindet.

Mittlerweile schwitzen wir übrigens – und zwar heftig! Die gefühlten Temperaturen in der Sonne haben die 30 Grad Marke schon längst überschritten, es ist heiß! Hochsommer! Im April – krass! Die Tochter jammert über ihre lange Jeans, Sohnemann und ich sehnen uns nach Schatten.

Als während der Zeremonie überall um „SILENCE“ gebeten wird, stehen wir im Schatten an einem Baum, etwas abseits und wollen etwas trinken, als meine (scheinbar gut geschüttelte) Wasserflasche mit Kohlensäure beim Öffnen mit einem lauten „Knall“ explodiert und der Deckel in die filmende Menschenmenge vor mir fliegt 😱🙈🤣

Ich bin versteinert, rechne mit einem Soldatenaufgebot, dass mich nun für eine Terroristin hält, schwitze akut noch mehr und wünsche mir, es würde tatsächlich ein „Beam me up, Scotty“ in dieser Realität geben.

Ich spüre die Blicke Hunderter Touristen an mir haften – vielleicht auch Einbildung!? Trau mich kaum, zu atmen. Soldaten kommen keine, die Zeremonie läuft weiter – Uff!!!! Felsbrocken fallen mir vom Herz – Glück gehabt…

Grab des unknown soldiers mit Mahnwache

Nass geschwitzt verlassen wir den Hügel in Richtung Ausgang, vorbei an vielen weiteren Grabreihen durch das McClellan Gate, an der Straße zurück zum Visitor Center, dort noch mal schnell auf die Toilette und weiter zur U-Bahn.

McClellan Gate

Auf dem Weg nach unten hören wir Salut-Schüsse einer Beerdigung und sehen am Parkplatz noch die Beerdigungsgesellschaften. Hier finden im Schnitt 3-4  Beerdigungen pro Stunde statt.

Ich sehne mich nach Klimaanlage – mittlerweile ist sogar dem Gatten warm. Meine Wetterapp sagt, es sind +31 Grad!

Happy Hochsommer - im April – oder: April April 🌞🌞🌞

Wir fahren eine Station zurück Richtung Washington nach Rosslyn, wo wir direkt gegenüber der Metrostation bei der Fast Food Kette mit dem großen „M“ einkehren. Hier kann man draußen sitzen, sehr schön. Leider gibt es auch hier für mich als Vegetarier nur die Pommes Alternative, dafür aber danach noch einen leckeren Caramel Latte Macchiato. Unser nächstes Etappenziel liegt direkt vor uns, im eher unscheinbar aussehenden Hochhaus/Bürogebäude: „The View“ of Washington DC.

The View of DC

Das habe ich auch eher zufällig vorab in einem anderen Reisebericht entdeckt. Eine (tatsächlich) kostenlose (!!!) Aussichtsplattform mit Blick auf Washington DC, Pentagon, Arlington & Co. Der Angestellte im Erdgeschoss ist sichtlich erfreut über „Kundschaft“, wir seine „Herzlich willkommen“ und wären heute die ersten Gäste!

Oha. Wir müssen unsere Reisepässe zeigen, die Personalien werden aufgenommen, dann führt er uns zum Aufzug und lässt uns hoch zur Aussichtsplattform. Die ist wirklich toll!!!

Blick durch die Scheibe
Flieger sieht man hier im Minutentakt

Zwei Etagen, die obere sogar draußen mit Lounge Ecke.

Chillecke

Und das Beste: wir sind alleine!!!

Blick durch die Scheibe auf dem Außendeck

Wir fotografieren, genießen und chillen bestimmt 30-45 Minuten, nutzen die nagelneuen Toiletten (die werden wir noch zu schätzen wissen!) und machen uns am frühen Nachmittag zurück auf den Weg nach Washington DC, da wir um 15:45 das Zeitfenster der Library of Congress gebucht haben.

Um 15 Uhr erreichen wir nach Metrofahrt und Fußmarsch den Botanischen Garten am Fuße des Capitols.

Gebilde vor dem Botanischen Garten
The Capitol
Botanischer Garten

Wir laufen hier kurz durch, dann geht’s weiter, am Capitol vorbei, den Capitol Hill hinauf (es ist sooooo heiß!) weiter zur Kongressbibliothek.

Capitol
Library of Congress

Pünktlich erreichen wir die Warteschlange und dürfen kurz darauf das klimatisierte (freu 😅 ) Gebäude betreten, um – surpise – uns mal wieder „filzen“ zu lassen.

Das geht glücklicherweise recht schnell – wieder ohne Schuhe ausziehen – und erkunden das Gebäude mit einigen Ausstellungen. Allerdings sind wir nach der vielen Rennerei durch die Hitze doch recht platt, so dass wir von Bank zu Bank laufen und uns immer mal wieder ausruhen, bis die Schlange in die nächste Etage zum eigentlich „Blick“ in den Bibliotheksaal, nicht mehr so lang ist.

Saal der Library of Congress

Das Gebäude ist sehr beeindruckend, ebenso die Library selbst. Lohnt sich auf jeden Fall, hier ein Ticket zu buchen (kostenlos!).

Müde von den vielen Eindrücken und der Rennerei laufen wir zurück zum Appartement und gehen duschen und chillen.

Gegen 19 Uhr suchen wir uns ein Restaurant entlang der Wharf und reservieren beim Mexikaner „MI VIDA“ für 20 Uhr einen Tisch und setzen uns solange an den Potomac.

The Wharf
Kaleo heute in Concert

Das Essen beim Mexikaner wird dann zur schweißtreibenden Erfahrung, denn so etwas Scharfes haben wir noch nie gegessen 😂😂

Am Ende des Tages sagt mein Schrittzähler, dass wir über 20.000 Schritte heute gelaufen sind 💪🏻

Abendstimmung in der Wharf


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