Corona und Quarantäne

Heute ist der 25. Januar 2022, und wir befinden uns auf dem Weg der Besserung. Ja, es hat uns beide erwischt. Und man achtet bei Corona doch mehr auf die einzelnen Symptome wie bei einer normalen Erkältung und das außerdem im Ausland. Zeitweise war ich schon etwas beunruhigt, weil ich mich neben dem trockenen Husten auch kurzatmig fühlte. Ein Gerät, dass die Sauerstoffsättigung im Blut anzeigt, hat uns dann wieder beruhigt. Da wir erst nach 10 Tagen, also am kommenden Montag erneut getestet werden können, diesmal mit PCR, müssen gleich zwei Gottesdienst ausfallen. Und Martin musste schon zweimal eine Beerdigung verschieben, was besonders blöd ist, da die Kinder der Verstorbenen extra aus Deutschland hier sind. Unser Küster hat für uns eingekauft, sodass wir versorgt sind. Jetzt sind wir besonders dankbar für das Haus mit Garten und Pool.

Im Moment kämpfen wir, besonders Martin, mit der chilenischen Bürokratie. Es reichen zur Einreise nach Chile nicht einfach nur die Impfnachweise. Nein, man muss im Internet unter einer bestimmten Seite alles eintragen, Fotos von einem selbst mit Pass in der Hand hochladen, Fotos von den einzelnen Impfstoffen, Daten und Orten der Verimpfung und vieles mehr. Gestern hat Martin sicherlich schon zwei Stunden damit zugebracht, jetzt sitzt er wieder am PC. Und wir hoffen, dass es klappt und der Antrag früh genug gestellt ist. Mich erinnert das sehr an die Zeit, als wir in den Achtzigern in Chile lebten. Für unseren damaligen Heimaturlaub waren wir mindestens 12 mal bei irgendwelchen Ämtern, und immer wieder fehlte irgendetwas. Es gab für alles mehrfache Ausführungen, und wichtig waren die entscheidenden Unterschriften und Stempel. Und überall mussten wir unsere Fingerabdrücke hinterlassen. Und von Andreas, der gerade ein paar Wochen alt war, mussten auch seine 10 Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht werden. Auch ein kurzer Trip von Chile nach Argentinien war nicht einfach so möglich und erforderte eine zweiwöchige Bearbeitung mit täglicher Vorstellung bei irgendeinem Amt. Am Schluss fehlten uns dennoch zwei Stempel, aber dann war man großzügig und ließ uns dennoch ausreisen. Andere geforderte Unterlagen dagegen wurden plötzlich überflüssig.  Jetzt hoffen wir, dass die angeforderten Unterlagen rechtzeitig vor unserem Flug nach Santiago de Chile da sind und ebenfalls die bis dahin nötigen zwei hoffentlich negativen PCR-Tests. So langsam könnte es mal ruhiger und weniger aufregend bei uns zugehen. - Auch in der Quaratäne hat Martin viel zu tun: er ist dabei, Fotos und Texte zusammenzustellen für einen kleinen Werbefilm für die Pastorenstelle hier in der Christuskirche in Lima.

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