Veröffentlicht: 10.08.2020




























































21.7.2020
Heute morgen müssen wir sehr früh aus den Federn. Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr morgens.
Im 6 Uhr haben wir alles gepackt und sich abfahrbereit. Vom Resort bekommen wir ein Doggybag zum Frühstück mit.
Bevor wir zum Flughafen fahren, stoppen wir beim Hotel Marina Atlantico, wo wir die letzte Nacht verbringen werden. Wir können hier unsere Bodyboards und einen Koffer deponieren, die wir auf Pico nicht mehr benötigen. Sehr praktisch.
Am Flughafen checken wir ein und haben dann noch eine Stunde Zeit. Wir frühstücken draußen auf den Picknickbänken und begeben uns danach zum Gate.
Während auf unseren letzten beiden Inlandsflügen von Terceira der Flieger nahezu leer war, ist jetzt deutlich mehr los.
Der Flieger ist etwa 2/3 voll und mit 15 Minuten Verspätung heben wir ab.
Wie beim Abflug nach Terceira, verabschiedet uns Sao Miguel mit Regen und dicken Wolken.
Der Flug dauert etwa 40 Minuten, dann landen wir auch schon auf Pico. Leider sitzen wir (wieder) auf der falschen Seite und sehen weder den Pico, noch die Insel bei der Landung.
Vielleicht haben wir ja beim Rückflug Glück.
Pico empfängt uns zwar nicht mit Sonnenschein, aber zumindest regnet es nicht.
Unsere Koffer bekommen wir recht schnell, da auch hier die Anzahl der Touristen mit Koffer sehr übersichtlich ist.
Am Mietwagenschalter dauert es allerdings ewig. Gemietet haben wir wieder einen Kombi bei Ilha Verde Mietwagen. Die nette Dame am Schalter hat scheinbar sehr viel zu erzählen und ausgerechet hier scheinen alle Insassen des Fliegers einen Mitwagen bei Ilha Verde gebucht zu haben...
Wir warten ganze 30 Minuten vor dem Flughafengebäude, bis der Gatte endlich mit dem Schlüssel durch die Tür kommt.
Auf dem Parkplatz gegenüber steht unser Mietwagen, ein silberner Ford Focus Kombi mit 50.000km auf dem Buckel, jeder Menge Schrammen rundherum und einem sehr üblen "Autoparfüm"-Geruch im Innenbereich.
Also gut, Fenster runter und los gehts - willkommen auf Pico!
Wir fahren die Straße weiter, an der Start- und Landebahn vorbei, weiter zum Meer und den Lava Cliffs von Cachorro.
Weiter gehts zu "Central de ondas do cachorro", wo der "Hundefelsen" im Lavagestein zu erkennen ist.
Nachdem wir die Lavacliffs und Umgebung erkundet haben, besuchen wir das Casa dos Volcoes, das "Vulkanhaus".
Ein nagelneues und sehr empfehlenswertes kleines Infocenter, wo wir neben Infos zum Vulkanismus auch in einer "Zeitkapsel" die Reise zum Mittelpunkt der Erde antreten dürfen und danach noch einen Erdbebensimulator besteigen - spannend!
Der Besuch hier dauert ca. 30-45 Minuten und lohnt sich auf jeden Fall!
Unser Ferienhaus auf Pico liegt bei Santo Amaro, noch etwa 30 km entfernt. Wir beschließen daher die Sehenswürdigkeiten entlang der Küste gerade anzuschauen, wenn wir sowieso in die Richtung fahren.
Der nächte Halt ist daher der Parque Florestal da Prainha, ein Park mit Grillplätzen, Windmühle, Aussichtspunkten und Tiergehegen.
Andres als auf Terceira und Sao Miguel, finden wir hier eine große Picknickstelle mit riesigem Grillhaus, samt Brot-/Pizzaofen.
Der Park ist nett angelegt, neben der Grillstelle gibt es ein kleines Museum, gegenüber eine Windmühle und nicht zu vergessen: ein Tiergehege mit 2 Hirschen (zumindest haben wir keine weiteren Tiere entdeckt).
Weiter gehts zu unserem Ferienhaus für heute. Eigentlich wollten wir in der Nähe von Sao Roque ein Ferienhaus beziehen, aber der Eigentümer stornierte uns Ende Juni das Haus, weil wir mit Kindern reisen. Kinder würden sich nicht an die Covid-19 Regeln halten und seien Covid-19 Überträger, daher mchte er keine Kinder im Haus.
Na klasse- aber Glück im Unglück, denn ohne diese Absage hätten wir unsere jetziges tolles Ferienhaus nie gebucht und besucht!
Unser Ferienhaus "Atlantic Window" liegt bei Santo Amaro. Wir finden es dank Beschreibung sofort.
Die Lage ist echt toll!
Wir haben einen unverbauten Blick auf die Nachbarinsel Sao Jorge - und das nicht nur von der Terrasse aus sonder aus nahezu JEDEM Zimmer!
Wir können uns gar nicht satt sehen, der Ausblick ist einfach genial!
Von der Terrasse aus können wir eine Badestelle / Rockpool sehen und beschließen, die Badesachen einzupacken und vielleicht später noch schwimmen zu gehen.
Wir wollen zuerst die Küste entlang fahren bis zum Leuchttum Farol da Ponta da Ilha und stoppen unterwegs beim Aussichtspunkt Miradouro da Terr´Alta, wo es wieder steinerne Köpfe zu bestaunen gibt
Bei Manhenha stoppen wir am Rockpool und überlegen kurz, ob wir hier baden gehen wollen, da es um den Pool herum aber wenig Liegeplatz gibt und wir eigentlich noch weiterfahren wollen, gehen wir hier nicht schwimmen (hätten wir es mal gemacht... )
Wir fahren noch bis zum Leuchttum, dieser hat aber leider wegen Covid-19 geschlossen
Unterwegs sehen wir noch dieses lustige Straßenschild, welches wir bereits vo 2 Jahren in Australien erstmals gesehen haben... grins
Entlang der Ortschaften fahren wir zurück in Richtung Ferienhaus, wo wir einen Abstecher zum einzigen Sandstrand "Praia do Canto da Areia" der Insel machen
Leider ist die Sonne schon weg und so richtig zieht uns hier nichts ins Wasser. Wir schauen uns kurz um und fahren dann weiter zu der Badestelle unter unserem Haus.
Während der Gatte die Badehose anzieht, will ich vorab die Wassertemperatur testen und laufe (mit Flip Flops) zu der ersten Betonplatte neben der Leiter, um den Fuß ins Wasser zu halten.
Als ich den ersten Fuß auf die Platte setze, passiert es:
mein rechter Fuß schnellt wie auf Schmierseife nach vorne (alles voller rutschiger Algen), ich knicke um und falle auf meinen, nach hinten umknickenden, linken Fuß!
Sch...................................!
Ich höre ein lautes Knacken, gefolgt von einem stechenden und brennenden Schmerz.
Der erste Reflex: Fuß ins kalte Atlantikwasser.
Während ich den Fuß kühle beobachte ich, wie der Knöchel anschwillt und dick und blau wird. Oh nein, bitte nicht!!!!
Bitte kein Unfall im Urlaub - auf einer Insel ohne große Gesundheitsversorgung....
Während der Gatte in aller Ruhe schwimmen geht, bewege ich meinen Fuß keinen Millimeter aus dem Wasser.
Nach eine halben Stunde schaffe ich es irgendwie mit seiner Hilfe ins Auto und humple ins Haus, wo ich sofort weiter kühle, Voltaren auf den Fuß schmiere und weiter kühle.
Ibu400 lindert den Schmerz, also erstmal beruhigen und abwarten, was morgen ist. Momentan ist der Fuß angeschwollen und blau, auftreten kann ich nicht. Ich fürchte, ich muss morgen zu einem Arzt :-(
Ausgerechnet morgen früh haben wir auch noch Whale Watching gebucht. So ein Mist.... hoffentlich geht es morgen besser.
Mit der Hoffnung auf "Spontanheilung" sitze ich auf der Terrasse, den Fuß im Sektkühler, und schaue mir den Sonnenuntergang an.
