Neuseeland: 8000km solo durch das schönste Ende der Welt
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13.01.2015

Der Wecker geht um 7.00h, weil ich ggf. einen bewußten Umweg nach Te Anau fahren will, wenn die Straße nicht zu schlecht ist. So sitze ich um 9.00h im Auto und fahre zunächst nach Balclutha und von dort über den Highway 1 Richtung Gore. Witzigerweise führt der Highway zunächst durch einen Ort namens Clinton und von dort nach Gore und man hat ihn mit einem Schild Presidential Highway versehen. Wobei ich sicher bin, dass die Orte schon vor dem US-Präsidenten und seinem Vize so hießen. Irgendwo im Bereichvon Lumsden sieht man die ersten Schneegipfel deutlich vor sich. Zwanzig Kilometer später, bei Mossburn, biege ich jetzt auf meinen Umweg nach Süden ab und bin umzingelt von einer unglaublichen Szenerie mit Bergen, Hügeln und weiterhin den wohl größten Schafherden, die ich bisher in Neuseeland gesehen habe. Wunderschöne Feldblumen wachsen am Straßenrand, die Sonne scheint und ja, es ist sogar jetzt 20 Grad warm und nicht mehr so fies windig, wie gestern. Über Ohai fahre ich nach Clifden, wo ich eine über 100 Jahre alte Hängebrücke als kulturellen Höhepunkt des Tages aufsuche und überquere. 


Clifden Hängebrücke

Eben noch bin ich hier völlig alleine und auf der halben Brücke unterwegs, wird es hinter mir laut - eine Kleingruppe Japaner naht. Die kommen ja immer in Gruppen an, meist in Kleinbussen unterwegs. Also verlasse ich diese einst längste Hängebrücke Neuseelands und fahre weiter. 

Die Straße verläuft jetzt ziemlich gerade nach Norden und um 15.00h erreiche ich Manapouri, das vor dieser unglaublichen Kulisse der Hunter Mountains und der Kepler Mountains und natürlich dem schönen Lake Manapouri. Traumhaft! 


Nur noch 20km weiter bin ich schon in Te Anau, finde mein Hotel, das wie eine kleine. Westernstadt gebaut ist. Das Zimmer ist schön groß und hat eine Terrassentür in einen kleinen Garten. Mein Auto kann ich direkt vor der Tür parken und so kann ich endlich mal die große Tasche ausladen - das erste Mal seit Wellington.


Ich laufe runter zum See, hole mir einen Kaffee, setze mich ans Ufer und gucke einfach zu, was sich dort so tut. Alle 20min landet ein Hubschrauber, mit dem man Rundflüge machen kann und auch Rundfahrten auf dem Lake Te Anau kann man machen. 

Lake Te Anau

Aber ich mach das jetzt nicht mehr, sondern genieße die Sonne, die jetzt nicht mehr so stark brennt. Ich bummele die Hauptstraße runter und entscheide mich kurz vor 18.00h in der Pizzeria etwas zu essen, wo ich schon letztes Jahr gegessen habe. Heute kann ich draußen sitzen und die Sonne wärmt mir den Rücken. Letztes Jahr war es hier richtig kalt und neblig.

Te Anau

Im Hotel genieße ich dann den Abend, denn auch hier wird es sofort kalt, wenn die Sonne weg ist. Nachttemperatur: 9 Grad!

Tageskilometer: 349km

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