Tag 29, 23. Mai, Daintree
Wir verbrachten den ganzen Tag im Daintree, auf der erfolgreichen Suche nach einer besseren Kasuarsichtung. Um 6:35 Sonnenaufgang am Strand, danach wieder zu den Walks von...


Veröffentlicht: 25.05.2026


















Morgens nochmals den Sonnenaufgang am Meer bewundert. Dann die letzten Sachen gepackt, und um 7:30 los. Fahrt durch den Daintree, Board Walk, Walk beim Discovery Centre, Aussichtspunkt, aber nirgendwo ein Helkmkasuar.
Aber immerhin, beim 3km Walk haben wir wieder den riesigen Python gesehen. Und es ist nicht, wie erst vermutet, der weitverbreitete Teppichpython, sondern ein Amethystpython, ein Spezialist für tropischen Regenwald. Die Art Australischew Amethystpython (Simalia kinghorni) wurde erst im Jahr 2000 als eigene Art vom eigentlichen Amethystpython aus Papua Neuguinea abgetrennt. Die Tiere können bis zu 5 Meter lang werden, und somit deutlich länger als der häufige Teppichpython. Heute war das Tier an einem Baum in Schlaufen am Baumstamm zu sehen. Sicher weit über 2 Meter lang, aber wohl keine 3 Meter. Auch ein Moschusrattenkänguru haben wir nochmals gesehen, und Brillenflughunde.
Dann ging es gegen 10:20 mit der Fähre über den Daintree River rüber. Drüben hatten wir dann nochmals eine, unsere letzte, Flußfahrt, von 11:00 bis 12:00. Im Gegensatz zu gestern ging es nicht durch enge Kanäle der Mangroven, sondern den breiten Daintree River hoch und runter, immerhin deutlich über 100 Meter breit. Und diese letzte Flussfahrt lohnte sich: Wir sahen ein fast 3 Meter langes Weibchen und ein über 70 Jahre altes, 5 Meter langes Männchen, das nur noch einen Zahn im Maul hatte. Beeindruckender für uns waren aber die kleinen Krokodile, ein einjähriges Salzwasserkrokodil vielleicht 50cm lang, und ein dieses Jahr geschlüpfte von etwa 30cm Länge. Beide sonnten sich an verschiedenen Orten auf einem in den Fluss reichenden Ast eines umgestürzten Baumes, an 2 weit entfernten Stellen. Diese jungen Krokodile zu finden ist deutlich schwieriger, als die alten zu finden.
Nach der Bootstour duschten wir im Wohnmobil, zogen frische Klamotten an, und fuhren zurück nach Cairns, wo wir es 14:30 ohne Problem abgaben, um dann per Uber zum nahe gelegenen Flughafen zu fahren. Der internationale Terminal ist sehr klein, es war noch alles zu, doch machte der Counter von Singapur Airlines bald auf. Alles war relaxt, der Flug nach Singapur startete wie geplant 18:15 und dauerte 6 Stunden. Dort war es dann stressig, weil der nächste Flug schon eine Stunde später ging, und so rannten viele Deutsche durch den Flughafen. Doch auch der Anschlussflug war problemlos zu erreichen. Mit 12 Stunden war er dann aber doch sehr lange. 6:30 landeten wir in Frankfurt, Einreise und Gepäck war kein Problem, im Zug nach Kehl um 7:51. Die Züge waren erst leer, dann ab Baden Baden voll, ab Appenweier überfüllt, aber immerhin passten wir rein. 10:45 waren wir zu Hause und um 17:00 deutscher Zeit (1:00 Uhr nachts Cairns) so müde, dass wir kaum die Augen offenhalten konnten.
Eine beeindruckende Reise kam somit zum Ende, eine Reise, an die wir immer gerne zurückblicken werden.
