Etappe 69: Von Havza nach Samsun
Auf der letzten Etappe bis ans schwarze Meer! Ein paar kleinere Hügel gab es noch zu Erklimmen, mit Rückenwind war aber alles halb so wild. Bei Cakalli gab es ein unerwartet...


Veröffentlicht: 24.02.2022









Nach der Pause in Samsun wollte ich heute wieder eine größere Etappe angehen. Hamdi und Elif hatten mir von einem schönen Platz in Yason erzählt, auf dem ihr auch schon ihr Sohn vor ein paar Jahren gezeltet hatte. Bis dahin waren knapp 140 Kilometer zu bewältigen, trotzdem schaffte ich es nicht vor halb 10 aus dem Hotel.
Zunächst ging es auf der Hauptstraße Richtung Osten, die erste kurze Pause gab es erst am Hafen von Ünye. Bis Fatsa ging es von der Hauptstraße ab, der Weg änderte sich in eine schmale Serpentinenstraße an der Küste. Kurz vor meinem Zeltplatz traf ich noch auf Rob, einen britischen Reiseradler, der in umgekehrter Richtung unterwegs war. Er hing wegen der geschlossenen Landgrenze zwischen Georgien und Aserbaidschan acht Monate in Georgien fest, bis er dann vor kurzem umdrehte. Mal sehen, ob ich mehr Glück habe! Kurz nach dem Sonnenuntergang kam ich am Leuchtturm von Yason, meinem heutigen Schlafplatz, an. Was mir Hamdi und Elif nicht erzählt hatten, war, dass das eine Touristenattraktion mit Cafés in direkter Nähe war. Zu später Stunde war mir das aber relativ und egal und ich baute mein Zelt trotzdem mitten auf dem Platz auf. Nachts hörte ich nochmal ein paar Besucher, die mein Rad und Zelt bemerkt hatten, danach war aber Ruhe in der Nacht.
