Pinjan Road und Suzhou Museum
Nach dem Humble Administrators Garden ging es in die Pinjang Road. Dort wollten wir etwas Essen. Der Weg durch die Straße war allerdings für unsere Nasen eine Herausforderung....

Veröffentlicht: 21.05.2017
Auf dem Weg zum Frühstück hatten wir bereits ein interessantes Erlebnis. Im 8. Stock stieg ein Roboter in den Aufzug. Er sah in etwa so aus wie R2D2 aus dem Film Star Wars und erzählte allerhand auf chinesisch. Im Erdgeschoss fuhr er dann selbständig aus dem Aufzug, wieder unter allerhand chinesischem Geplapper, und suchte sich seine Ladestation. Wir waren so perplex, dass wir kein Foto gemacht haben, aber in den nächsten Tagen werden wir ihn sicher nochmal sehen.
Die Erste Station nach dem Frühstück war das Seidenmuseum. Während bei uns noch Ötzi in Felle gehüllt über die Alpen marschierte, haben die Chinesen vor 5.000 Jahren schon die Seide erfunden. Im Museum wurden alle Produktionsschritte gut erklärt, einschließlich lebender Seidenraupen.
Eine Vielzahl von Ausstellungsstücken zeigte was man mit Seide alles machen kann. Darüber hinaus wurde an einem alten Webstuhl präsentiert, wie Seide gewoben wurden. Dazu sind zwei Personen notwendig. Einer webt, während der Andere für das Muster zuständig ist.
Nach dem Seidenmuseum ging es zum "Tiger Hill". Dort soll der erste König von Suzhou begraben sein und es gibt eine Menge Legenden dazu. Als der König begraben war, soll am nächsten Tag ein Tiger auf dem Hügel erschienen sein. Weiterhin soll der Hügel selbst wie ein Tiger geformt sein. Der König selbst war angeblich auch ein toller Typ, mit einem Schwerthieb hat er einen großen Felsen gespalten, den man noch immer besichtigen kann.
Vor etwa 2.000 Jahren zog dann ein Wanderprediger aus Indien dort vorbei. Auf dem Tiger Hill predigte er den Menschen den Buddhismus. Er war recht erfolgreich, denn die Menschen errichteten auf dem Hügel einen Tempel mit einer Pagode. Leider war es wie beim schiefen Turm von Pisa. Bereits während der Bauzeit senkte sich eine Seite ab und man versuchte auf den weiteren Etagen das ganze auszugleichen, was natürlich nicht gelang. So hat Suzhou seinen eigenen schiefen Turm.
Auf dem Tiger Hill gibt es einen schönen Garten mit einer großen Bonsaiausstellung und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten (z.B. eine Sammlung seltsamer Steine).
Am Abend ging es dann noch in die Shantang Street, die voller chinesischer Touristen vom Land ist und wo jedem Menge Kitsch verkauft wird. An einer Mauer kann man dort seine Wünsche aufschreiben und den Zettel an die Wand hängen. Angeblich geht der Wunsch dann in Erfüllung.