Peanutbutter - und alles läuft wie geschmiert, oder eben doch nicht
Der Pazifik rauschte die ganze Nacht und er tut es heute morgen noch immer - zum Glück. Die ersten Surfer sind schon um sieben auf dem Weg hinab zum Beach. Okay dann stehen wir...


Veröffentlicht: 21.05.2026
Freitag rückt näher. Am Freitag ist Einschreiben für das Rennen. Wir müssen ein bisschen überlegen, wie wir unsere Zeit einteilen, damit wir nicht zu früh und aber auch nicht zu spät am Freitag in Cumberland eintreffen. Von Tofino sind es ca. 250 Kilometer. Der Tag soll wieder schön werden. Im Moment hat es aber noch ziemlichen Nebel und es ist eiskalt mit 8 Grad. Heute morgen hat unsere Abwasser -Anzeige "full" angezeigt. Das heisst entleeren gehen. Wäre so eine Strafarbeit, da wir beide aber brav waren, machen wir es gemeinsam. Peter zieht schon mal todesmutig die Gummihandschuhe an. Das Rohr zum Anschliessen ist ausziehbar und durchsichtig!!! Na zum Glück haben wir nur Abwaschwasser, alles andere ist nur schmutzige, im wahrsten Sinne des Wortes, Fantasie. Peter kniet so halb neben dem Camper, in einer Hand das Rohr welches in den Abfluss geht, alle Luken offen, Schiff ahoi..., Anja spült drinnen mit einem Eimer Wasser nach. Aus der Ferne betrachtet ein interessantes Bild, Peter mit seinen gelben Gummihandschuhen kniend dem Abwasser nachschauen...sexy ist anders!
Alles gut gegangen, keine bleibenden Schäden hinterlassen. Jetzt brauchen wir dringend was Schönes für die Augen. Pacific Rim Nationalpark, Long Beach: Schwemmholz, Seesterne, die auf die Flut warten und verwunschene Märchenwälder. Wir haben wieder einige Wale aus der Entfernung gesehen. Im Visitorcenter erfahren wir, es sind Orcas, die hier heimisch sind und in Familien mit bis zu 50 Tieren leben. Wir machen trotz Wolfwarnung ein paar Klippenwanderungen entlang der herrlich wilden Pazifikküste. Keinen Wolf getroffen, dafür eine kleine nette Stadt mit vielen Kaffees und einem kleinen Hafen - Ucluelet.
Tofino ist für Autofahrer eine Sackgasse, d.h. wir müssen die shake shake-Strasse #4 wieder zurück Richtung Osten. Und nein, sie ist nicht besser geworden, aber das Wetter schon. Wir entdecken auf dem Rückweg den Sproud Lake Provincal Parc, bekommen einen der letzten Plätze mitten im Regenwald und am See - herrlich. Es ist schon spät und der Parkranger kommt noch einkassieren, 45 Dollar. Für Einheimische 25. Ist schon richtig so, das wir Touristen mehr zahlen müssen. Die Kanadier, ein Volk das Campen und Draussensein liebt, wird überrannt von Touristen. Es ist wie überall auf der Welt: Die immer grösser werdende Anzahl an Menschen, welche sich Reisen leisten können, steht einer Welt gegenüber, die leider nicht mitwächst mit diesem Bedürfnis.