14. Tag Samstag
Nach einer kurzen Nacht, haben wir heute eine Safari im Liwonde National Park gemacht. Um ca 6 Uhr ging es los im offenen Jeep. Als erstes mussten am Haupteingang des Parks noch...

Veröffentlicht: 19.08.2018
[ Hatten diesen Beitag bereits geschrieben , ist aber irgendwie abhanden gekommen đŹ]
Freitag Mittag sind wir- wieder nach einem arbeitsreichen Vormittag zu neunt ( unsere Team  plus Ludwig ,der Chirurg , Katrin, die KinderÀrztin und Marina, die Hebamme)  mit unserem Fahrer Kapusa und dem Minibus losgefahren in Richtung Liwonde National Park.
Wir hatten dort ein Lodge vorgebucht. Leider musste man dort alles bar ( Dollar , Euro oder Kawacha ) bezahlen. Deshalb mussten wir alle noch Bargeld besorgen. Unterwegs haben wir in der Hauptstadt Lilongwe an einer Mall gehalten. Sie war erstaunlicherweise sehr modern amerikanisch und man wurde von amerikan Werbung berieselt.Â
Der gröĂte Geldschein hier ist 2000 Kawacha ( = 2,4 Euro ). AuĂerdem ist das Abheben am Automaten meist auf 80-120000 Kawacha begrenzt.( ca 145 Euro ). Nachdem ich 2x hintereinander Geld gezogen hatte, war der Geldautomat auch leer ( was hier auch normal ist ).
Also musste man sich einen anderen suchen. Zum GlĂŒck gab es hier einige. Mit einem riesigen Packen Scheine sind wir dann weiter gefahren.
Die Strecke fĂŒhrte durchs Gebirge. Am Wegesrand das typische Bild:
Kleine Wohnsiedlungen aus LehmziegelhĂŒtten mit Strohdach oder Wellbelch ( die Ziegel machen sie ĂŒbrigens alle selber aus Lehm und Wasser ), viele kleinere rumsitzende Menschengruppen, winkende spielende Kinder, waschende Frauen, wasserschöpfende Frauen an Brunnen, kleine VerkaufsstĂ€nde meist mit Tomaten oder Kartoffeln, viele FuĂgĂ€nger am StraĂenrand oder auf der StraĂe, viele Fahradfahren z. T. hochbepackt mit SĂ€cken- an den Minibushaltestllen dann plötzlich sehr viele Menschen und Trubel mit lauter Musik und viele Verkaufsbuden und StrĂ€nde.
Am beeindruckensten finde ich, die Frauen, die meist ein Kind auf dem RĂŒcken gebunden haben und gleichzeitig Körbe oder Eimer auf dem Kopf tragen. Hier möchte man als Frau auch nicht leben !! Sie machen die meiste Arbeit wie waschen, kochen, Wasser holen und verkaufen GemĂŒse. Dabei haben sie meist mindestens 6 Kinder. EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung kann sich hier keiner leisten. Die MĂ€nner  sieht man HĂ€user bauen und an den Verkaufsbuden.
Unterwegs sah man jetzt auch bewÀsserte Gebiete mit Anbau von Kartoffeln, Salat und ?????
Die Fahrt dauerte 4 h. Leider sind wir doch noch in die Dunkelheit gekommen, da hier die Sonne schon im 17: 45 untergeht.
Im Dunkeln Autofahren ist gefĂ€hrlich und meist fĂŒr AuslĂ€nder auch verboten.  Am Wegesrand oder auf der StraĂe sind unzĂ€hlige unbeleuchtete FuĂgĂ€nger und Fahrradfahrer !! Wir haben sogar einen LKW ohne jegliches RĂŒcklicht ĂŒberholt.
Nachdem wir uns 2x verfahren haben, haben wir schlieĂlich die richtige Abfahrt gefunden und es ging die restlichen ca 5 km wieder ĂŒber Schrotterpiste zur Lodge. Die Lodge liegt bereits im Nationalpark. Am Eingangstor stieg dann ein Guide mit in den Bus wegen eventueller Elefanten, die den Weg versperren könnten.
Diesmal hatte ich mir ein Einzelzelt mit Bad gegönnt.
Die ganze Lodge bestand aus Zelten oder offenen GebĂ€uden, die in Gruppen zusammen standen. AuĂerdem gab es einen kleinen Pool und eine Aussichtsplattform.
Im Mittelpunkt der Lodge steh 2 groĂe Baobab BĂ€ume. Diese markanten groĂen BĂ€ume mit dickem Stamm kommen in weiten Teieln Afrikas und Madagaskar vor. Ihre FrĂŒchte sind faustgroĂ und haben weiĂes trockenes fast staubiges Fruchtfleisch.