9./10. Tag Montag/ Dienstag
Gestern und heute waren 2 ganz normale Behandlungstage. Gestern haben wir alleine 37 Patienten behandelt, heute waren es etwas weniger. Über 90% der Patienten leiden an...

Veröffentlicht: 15.08.2018
Heute morgen bin ich in die Frühmesse gegangen. Laut Aushang sollte die Messe in Englisch sein. Leider bin ich zu spät gekommen, denn sie beginnt täglich schon um 6 Uhr . Es waren circa 50 Besucher da. Ich war die einzige Weiße. Ich habe mich einfach in die letzte Reihe dazu gesetzt. Leider hielt der Priester die Messe und jetzt gerade schon die Predigt auf Chichewa. Als ich so vor mich hin meditierte ,nach ca 10 min , sprach der junge Priester auf einmal Englisch und schaute nur mich an und machte eine kleine Zusammenfassung seiner Predigt extra für mich . Die weitere Messe ging dann weiter auf Chichewa . Doch zum Schluß richtete der Priester erneut nochmal Worte an mich und entschuldigte sich, dass die Messe nicht auf Englisch gehalten wurde und lud mich ein, nächsten Mittwoch wiederzukommen.
Heute wollten wir eine Schule besuchen, um Mundhygieneaufklärung und Zahnbürsten und Zahnpasta zu verteilen.
Es war verabredet, dass wir um 8 Uhr abgeholt werden sollten. Um 8: 30 Uhr war noch niemand da. Nach Rücksprache kam dann endlich der Fahrer um 9 Uhr , doch er musste erst noch tanken fahren.
Uns begleitete ein sehr netter Puplic Health officer ( Bachelor) Francis und ein Praktikant George.
Voll gepackt mit Kisten, Plakaten und Modellen führen wir dann über schmale Feldwege an Siedlungen vorbei, bis wir zu eine Schule kamen, die auf freiem Feld errichtet war ( und auch noch erweitert wurde).
Der Empfang dort war gigantisch ! Circa 700 Kinder kamen uns entgegengelaufen und jubelten uns zu. WAHNSINN . Gänsehaut pur.
Sie umringten das Auto. Dann wurden wir von einem Hauptlehrer begrüßt und wir besprachen kurz unser Anliegen und das Vorgehen der Demontration. Die Kinder setzten sich alle auf den Boden. Wir begannen anhand von Modellen und Postenn die Putztechnik, -dauer , Ernährung etc zu erklären. Satz für Satz wurde von Francis alles über-setzt in Chichewa . Anschließend wurden die Kinder abgefragt und sie mussten alles nochmal wiederholen.
Dann ging es zum Verteilen der Zahnbürsten und Zahnpastatuben. Die Kinder sollten 2 Reihen bilden. Doch das klappte nicht so richtig. Nach 5 min begann es chaotisch zu werden. Die Kinder drängten von allen Seiten und wollte eine Zahnbürste und Pasta haben. Es kamen immer mehr Kinder. Sie kamen jetzt aus der ganzen Umgebung , denn es hatte wahrscheinlich schon herumgesprochen, dass die Azungos Zahnbürsten verteilen. Als unsere Bürsten, dann fast alle verteilt waren (750 Bürsten und 750 Zpasta )mussten wir abbrechen, weil manche Kinder sich auch 2x anstellten.
Nachdem die Lehrer und Fransis dann etwas Ruhe in die Gruppe gebracht hatten, haben wir mit den Kindern zusammen noch die Zähne geputzt.
Tief beeindruckt , aber mit dem Gedanken, dass man es noch besser machen kann, sind wir dann wieder abgefahren.
Auf der Rückfahrt haben wir dann mit den Puplic officer diskutiert. Er sagte, er wolle es beim nächsten Mal anders organisieren. Leider sind im Moment Ferien und die Klassen geschlossen. Mal schauen ,wie es nächste Woche sein wird.
Auf jedenfalls war es ein einmaliges sehr emotionales Erlebnis !!!!
P.S. nur Videos geben das wieder, aber die lassen sich leider nicht hier posten