Woche 1 - Anreise Shanghai
Am 07.05.2025 war es endlich so weit. Wir stiegen in Frankfurt in den Flieger Richtung Shanghai. Nach 19 Stunden Reisezeit mit Umstieg in Abu Dhabi kamen wir in Shanghai an....


Veröffentlicht: 18.05.2025





























Am Montag ging es für uns mit dem Schnellzug nach Peking.
ZDF:
Der Ablauf am Hauptbahnhof ist ähnlich wie am Flughafen. Es gibt eine große Wartehalle und 30 Minuten vor Abfahrt öffnet das Gate und man muss durch eine Ausweiskontrolle. Da man jedoch eine Sitzplatzreservierung hat, braucht man sich nicht zu beeilen. Das sehen die Chinesen jedoch anders und drängeln was das Zeug hält.
Nach einer entspannten Fahrt kommen wir in Peking an.
Den Dienstag Vormittag starteten wir beim Drumtower. Die Aussicht war mäßig, die Trommler dafür umso cooler. Anschließend spazierten wir durch ein typisches Pekinger Viertel zum Lama Temple.
Am Dienstag Nachmittag ging es für uns direkt weiter. Der einzige Grund warum wir nach Peking gefahren sind: wir wollten die Chinesische Mauer sehen. Von Peking aus erreicht man den Abschnitt Mutianyu mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in 2h.
Soweit hat auch alles funktioniert, nur das scannen zum einchecken und auschecken im Bus zur Berechnung der Streckenkosten hat nicht geklappt. Schwarzfahren in China fühlt sich nicht gut an und wir hatten einige Stunden mit einer Verhaftung gerechnet 😀
Unser Homestay in Mutianyu war wirklich toll. Der Host hat abends noch extra für uns gekocht weil alle Restaurants bereits geschlossen hatten.
Am Mittwoch war es dann endlich so weit und wir besichtigten die Chinesische Mauer. Wir sind extra früh los um den Massen zu entkommen. Das war genau die richtige Entscheidung. Menschenmassen in China haben einfach eine andere Dimension.
Auf der Chinesischen Mauer zu laufen war wirklich schön. In Mutianyu ist auch die Umgebung richtig schön, sodass das Gesamtbild einfach passt. Auf insgesamt 3km kann man die Mauer ablaufen. Die Mauer wird hier ständig restauriert. Außerhalb der zugänglichen Abschnitte ist die Mauer verfallen. Wenn man bedenkt wie alt die Mauer ist, wundert uns das jedoch nicht.
Die Chinesische Mauer hat eine Gesamtlänge von 21.196 km, ist jedoch nicht zusammenhängend.
Diesen Tag werden wir in unserem Leben definitiv nicht mehr vergessen.
Für Donnerstag hatte Julian ein straffes Programm für Peking geplant. Um 8 Uhr standen wir auf dem Tian'anmen Platz.
Die Kontrollen in Peking und besonders an diesem Platz sind irre. Ständig wird der Ausweis kontrolliert und teilweise wird das Gepäck durchleuchtet. Uns ist nicht ganz klar warum die Kontrolle alle paar Hundert Meter sinnvoll ist. Dadurch entsteht ständiger Stau auf den Gehwegen und man muss auf jeden Fall mehr Zeit einplanen.
Der Platz wird mit seinen 39,6 ha Fläche oft als größter befestigter Platz der Welt bezeichnet.
1949 verkündete hier der Vorsitzende Mao die Gründung der Volksrepublik China.
Der Platz hat eine große geschichtliche Bedeutung, schön ist er jedoch nicht 😀
Anschließend ging es in die Verbotene Stadt. Das ist eine Palastanlage im Zentrum Pekings. Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verboten, so entstand auch der Name.
Die Verbotene Stadt ist schön, hat uns aber um ehrlich zu sein nicht so richtig abgeholt. Die meisten Hallen sind nicht zugänglich und man läuft in der prallen Sonne über die verschiedenen Plätze. Die Hallen an sich sind aber schön anzusehen.
Danach ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem man besonders gut über die Verbotene Stadt blicken kann. Erst hier wurden uns die Ausmaße so richtig klar.
Weil das noch nicht genug Programm war, ging es weiter zum Temple of Heaven-Park. Auch dieser "Park" war nicht ganz unser Geschmack. Der Großteil war gepflastert. Die Bezeichnung Park hat es eigentlich nicht verdient. Bei Maps ist diese Fläche einfach vollständig Grün, die Realität ist definitiv eine andere.
Das Abendessen entschädigte aber ziemlich viel. Julian hat ein veganes Restaurant rausgesucht. Es entpuppte sich als als veganes All you can eat-Buffet für umgerechnet 10 Euro pro Person. Zum Glück hatte Julian nach seinen Kutteln noch genug Platz im Magen um hier kräftig zuzuschlagen.
Freitag war unser Restday, es ging mit dem Schnellzug zurück nach Shanghai.
Unser Reiseleiter Felix hatte für Samstag einen Ausflug geplant. Es ging mit dem Zug nach Hangzhou. Im Umland von Shanghai liegt hier das bekannteste Ausflugsziel: West Lake.
Und genau so viel war auch los. So langsam hatten wir uns an die dauerhaft vielen Menschen gewöhnt.
Der See war echt schön angelegt mit Spazierwegen, Brücken, Shops usw. Der Blick auf die dahinterliegenden Berge lies uns kurz die vielen Menschen vergessen.
Allein nur in der Stadt und am See könnte man mehrere Tage verbringen.
Unser Fazit zu China: Gutes Essen (auch vegetarisch immer relativ einfach gewesen), unglaublich viele Menschen, alles geht bargeldlos, Handy unabdingbar, Shanghai eher westlich, Peking sehr chinesisch, nette und hilfsbereite Menschen, auch ohne Chinesisch gut möglich, Preis-Leistung sehr gut
