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Friedland, wo alles so friedlich ist

Veröffentlicht: 15.08.2025

Leider breche ich mein Versprechen.😩

Ohne, dass ich etwas entgegnen kann, wird mir eine Wurstplatte-frisch geschlachtet-zum Frühstück serviert. Es ist eine sehr kleine Platte, aber das zählt wohl nicht.

Ich muss zugeben, dass ist bis jetzt das Beste, was ich morgens aufgetischt bekomme. Also, nicht nur die Wurst. Einfach alles ist frisch und selbst hergestellt. Auch gibt es kein Buffett, was ich umwelttechnisch sehr begrüße.

Das Konzept entspricht auch eher dem eines Sternekochs, denn der leitet diese „Alte Schule“. Das habe ich bei der Buchung selbstverständlich wieder übersehen. Heute Abend wird es ein 6 Gänge Menü geben aber da werde ich schon nicht mehr hier sein.🥹


Es geht heute nach Friedland. 40 km. Ich fahre erst mal wieder mit dem Auto hin, möchte das Glück mit dem Rufbus nicht ein zweites Mal herausfordern.

Der Pasterhof in Eichhorst muss das Tor zum Paradies sein und wird von Elisabeth und ihrem Hund „Herr Pastor“ betrieben. Ob es einen Mann gibt, ich weiß es nicht und wenn, dann hält er sich diskret im Hintergrund.

Das Haus beherbergt 6 Zimmer, einen Gemeinschaftsraum, zwei Gemeinschaftsbaeder. Alles im ausgebauten Dachboden. Unten befindet sich das Café und die Wohnräume von Elisabeth.

Zu dem Hof gehören Schafe 🐑 Hühner, 🐓, Hasen🐰, Enten 🦆 und Mizekatzen 🐈, 

Ein großer Garten, 👨‍🌾aus dem Elisabeth alles herausholt und verarbeitet.

Heute Abend zaubert sie ein Abendbrot mit selbstgezogenen Tomaten, angerichtet natürlich auch mit selbst hergestellten Schnittlauchessig (habe ich mir schon ins Auto mehrfach gepackt, da sie es auch gleichzeitig verkauft)😋Salat und einer leckeren Quiche. Dazu selbst gemachte Limonade. 

19.30 Uhr ist Abendbrotzeit. Leider sind 4 von den 6 Gästen noch nicht da und deshalb müssen wir anderen warten. Ich habe seit 9.00 Uhr morgens nichts mehr gegessen. Auf dem Landleben lässt sich gut Geduld üben.😬

Dabei war mein Urlaubstag sehr herausfordernd.

Kaum hier angekommen, sattle ich mein Fahrrad und möchte mir das Schloss in Rattey mit den Weinbergen anschauen. Ein wirklich bemerkenswertes Gut ist hier entstanden. 

Ich werde zu einer Weinprobe „überredet“. Draußen sind mittlerweile 30 Grad und ich will noch mit dem Rad weiter.😏

Beschwingt geht es dann doch besser als gedacht weiter nach Neetzka zu einem Badesee. 👙Es gibt in Fiedland, wie der Name schon vermuten lässt, leider nicht so viele Seen wie in der Feldberger Seenlandschaft.

Die Sonne scheint erbarmungslos und ich sprinte jetzt nur noch von einem schattigen Plätzchen zum nächsten.

Weit und breit kein Haus, kein Mensch auch keine Rinderherden. Mich überholt dann aber doch ein Mopedfahrer. Wenig später überholt er mich erneut. Diesmal merke ich mir sachdienliche Hinweise:

Mann, mittleren Alters, ziemlich beleibt, graues T-Shirt, Helm in weinrot mit weißen Streifen, auf einem Moped unterwegs, der Marke Sperber, auch weinrot.

Ich finde das ziemlich gut beschrieben und es dürfte helfen, den potenziellen Täter zu enttarnen.

Nachdem ich mir jedoch alles haarklein gemerkt habe, lässt er sich nicht mehr blicken.🤨

Ich erreiche doch ziemlich k.o. den Badesee. Klein und beschaulich, genau mein Ding.

Ich springe kopfüber rein und brauche bestimmt 10 Minuten, um mich wieder auf eine normale Körpertemperatur runter zu kühlen.

Da ich lediglich eine halbe Flasche Wasser bei mir habe, sehr klug übrigens bei den Temperaturen und dem menschenleeren Umland, beschließe ich im Ort jemanden zu fragen, mich und mein Fahrrad mitzunehmen.

Ich klingel bei einem Imker. 🐝Etwas mürrisch antwortet er mir dennoch hilfsbereit, dass er gegen 20.00 Uhr in meine Richtung fahren wird, um die Bienen einzusammeln, dann könnte es mit uns klappen.

Das ist mir allerdings zu spät und so trete ich wohl aber übel kräftig in die Pedalen. Es ist 17.30 Uhr und nicht mehr ganz so heiß. Dennoch fühlen sich die lächerlichen 13 Kilometer nach Schwerstarbeit an. Besonders die letzten 5 km ziehen sich wie Gummi.

Zum Abendbrot esse ich die doppelte Portion und lege mich im Anschluss gut gesättigt in die Hängematte. 

Die Sonne geht langsam unter, vor mir bloecken die Schafe, ich merke, wie meine Lider schwer werden. Es ist alles so friedlich hier…








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