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Der Spazierweg für Fußgänger auf dem Seoullu 7017

Veröffentlicht: 14.09.2025

Essen
Restaurant in der Nähe der Station Hoehyeon
Korean · $ · Abendessen
Attraktion
Seoullo 7017
Seoul, South Korea
Attraktion
Seoul Station
Seoul, South Korea
Attraktion
Old Seoul Station
Seoul, South Korea
Attraktion
Statue of Kang Woo-kyu
Seoul, South Korea
Attraktion
I ♥ Seoul sign
Seoul, South Korea

Im abendlichen Seoul fahren wir mit der Metro zur Station Hoehyeon und kehren zunächst in ein Restaurant ein, wo wir per Tablet am Tisch bestellen und bezahlen. Der Vorteil: die Speisekarte ist in verschiedenen Sprachen aufrufbar und wir können schnell zwischen Chinesisch und Englisch wechseln. Das Bibimbap ist sehr lecker, während das Kimchi wohl nicht hausgemacht ist. An dieser Stelle sollte ich vielleicht mal etwas auf das Bibimbap eingehen, da ich es ständig erwähne und sich der ein oder andere fragt: Was ist das wohl für ein Essen? In einer Schüssel wird in die Mitte Reis platziert und darauf kommen verschiedene Gemüse, Salat und Pilze. Wichtig sind die Algen, die dem ganzen Essen diesen typischen aromatischen Geschmack verleihen. Obendrauf wird ein Spiegelei platziert. Zusammen mit einem Schuss Tomatensoße, mal mehr und mal weniger scharf, wird nun das gesamte Essen mit Stäbchen und Löffel vermischt und gemixt und dann verzehrt. Es ist köstlich! So köstlich, dass wir nach der Rückkehr nach China in der Nähe unserer Wohnung bei der Nachbarwohnanlage ein koreanisches Restaurant aufsuchen, um das Essen noch einmal zu genießen. Aber bleiben wir zunächst in Seoul, denn nach dem Essen unternehmen wir nun einen Spaziergang auf dem Seoullu 7017. Das ist eine ehemalige Brückenstraße ausschließlich für Autos über die Gleise des Hauptbahnhofs in Seoul. 2015 wurde die Straße aus Sicherheitsgründen für den Autoverkehr gesperrt und man begann mit der Konzeption zu einer reinen Fußgängerzone. Diese Promenade ist mit über 50.000 Bäumen, Sträuchern, Blumen und Kräutern bepflanzt, die typisch für Korea und nach botanischen Themen geordnet sind. Außerdem hat man in 17 Meter Höhe einen tollen Blick auf den Hauptbahnhof und auf das alte Bahnhofsgebäude, welches heute eine Kunstausstellung beherbergt. Es gibt einige Kunstinstallationen auf der Brücke, so ist eine Kamera auf eine Straßenkreuzung gerichtet, wobei man durch runde Betrachtungslöcher das Bild sieht und wie virtuelle Figuren zum Bild hinzuprojiziert werden. Insgesamt ein schönes Ambiente, um eine Sitzpause einzulegen, was auch einige Menschen dort tun. Übrigens stehen die Zahlen im Namen „Seoullu 7017“ für 1970, als die Straße für den Autoverkehr freigegeben wurde und 2017, als nun die Fußgänger die Macht über die Brücke bekamen. Die Zahlen „7017“ kann man auf koreanisch auch als „Seoullu“ aussprechen, was übersetzt in etwas „Weg nach Seoul“ bedeutet. Auf der anderen Seite der Gleise ist ein kleiner runder Pavillon aufgebaut, in dem ein Klavier steht. Der Innenraum ist pink angestrahlt. Die Musik wird laut nach außen übertragen und als wir dort eintreffen spielt gerade jemand hervorragend das Tasteninstrument und schafft eine tolle Atmosphäre, hier zu sehen und zu hören: Klavierspiel auf dem Seoullo 7017. Wir verlassen an dieser Stelle den kunstvoll gestalteten Weg und bewegen uns vom Einkaufszentrum Richtung Bahnhof wieder nach unten. Unterwegs kommen wir an einer großen Wand mit dem Schriftzug „I ♥ Seoul“ vorbei, wo wir Fotos und Selfies machen. Eine junge Frau spricht uns an und ich denke, dass wir ein Foto von ihr machen sollen, aber sie hat kein Smartphone in der Hand. Endlich begreifen wir, dass sie uns beim Fotografieren helfen will, so dass wir beide vor dem Schriftzug posieren können. Es ist die unglaubliche Freundlichkeit der Koreaner, die sich hier wieder einmal zeigt und uns ständig in Korea begegnet. Wir spazieren eine Runde im modernen Bahnhof und flanieren zum historischen Bahnhof hinüber, werfen einen Blick auf die Statue von Kang Woo-kyu, der am 7. September 1920, also fast auf den Tag genau vor 105 Jahren, genau an dieser Stelle eine Handgranate gegen den japanischen Generalgouverneur in Korea schleuderte und somit gegen die japanische Besatzung kämpfte. Das Attentat misslang allerdings. Gar nicht misslungen war unser abendlicher Ausflug und somit tauchen wir mit vielen Eindrücken im Gepäck zur Metrostation hinab, um wieder ins Hotel zu fahren.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Kulturell
  • Abendessen mit Bibimbap in Seoul
  • Spaziergang auf dem Seoullo 7017
  • Blick auf den Hauptbahnhof und das alte Bahnhofsgebäude
  • Kunstinstallationen und Klavierspiel auf der Promenade
  • Fotos am „I ♥ Seoul“-Schriftzug
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