Von Grampians bis Great Ocean Road
Von Kangeroo Island aus, ging es für uns etwas landeinwärts und in Richtung Grampians Nationalpark, dabei durchführen wir u.a. die Adelaide Hills, eine Weinregion. Im Grampians...


Veröffentlicht: 29.03.2025

























Nachdem wir Adelaide ganz am Anfang übersprungen haben, ist Melbourne nun unsere erste Großstadt in Australien.
Mit vielen kleinen Restaurants, Streetart und einer Free Tram Zone im Stadtzentrum, konnte Melbourne uns auf jeden Fall überzeugen. Am ersten Tag sind wir über den Queen Victoria Market geschlendert und haben das Indonesian Street Food Festival voll ausgenutzt und auch die ein oder andere Kleinigkeit gekauft.
Außerdem haben wir uns noch die AC/DC Lane angeschaut, eine Straße, die aufgrund der Graffitis, die der Band gewidmet sind, umbenannt wurde und sind abends noch die Swanston Street entlang gelaufen, die eine rieesige Auswahl an asiatischen Restaurants bietet. Etwas essbares ist dabei auch an uns hängen geblieben.
Am zweiten Tag haben wir mittags noch eine Free Walking Tour gemacht und so noch ein paar Dinge über die Stadt gelernt. Unter anderem, dass die neun Uhren am Haupteingang der Flinders Station (Hauptbahnhof) die Abfahrtszeiten der nächsten neun Züge anzeigen. Diese Uhren wurden (oder werden?) manuell umgestellt. Das heißt, in einer Schicht von 8h musste der arme Tropf, der diese Arbeit übernehmen musste, im Durchschnitt 900x die Zeit umstellen.. Verrückt! Es wurde wohl mal versucht, ein modernes System einzuführen (Anzeigetafel wie am Flughafen), aber es gab so viel Gegenwind der Bewohner, dass die Uhren nur einen Tag nach Einführung der Anzeigetafel und Abschaffung der Uhren, wieder angebracht und in Betrieb genommen wurden.
Außerdem gibt es die Vermutung, dass das Gebäude der Flinders Street Station eigentlich der Bahnhof in Mumbai werden sollte und dafür in Mumbai der Bahnhof gebaut wurde, der für Melbourne geplant war.. aber das wurde nie bestätigt. Aber wenn man die beiden Gebäude betrachtet, ist es im Bereich des Möglichen 😉
Nach der Walking Tour ging es für uns weiter nach Philipp Island - wir wollten die Pinguine sehen!
Nach einer Nacht auf einem Parkplatz am Strand in Newhaven haben wir uns einen entspannten Tag auf dem Campingplatz gemacht und Baby M Spielzeit auf der Picknickdecke gegönnt und sind in den beheizten Pool gehüpft, bis es um 18:45 Uhr zum Visitor Center der Pinguin Parade ging. Da die Pinguine aktuell erst ab 20:00 Uhr (kurz nach Sonnenuntergang) erwartet werden, waren wir also viel zu früh und konnten uns noch einiges im Visitor Center anschauen.
An diesem Strandabschnitt werden jeden Abend die Pinguine erwartet, die für die Nacht in ihre Höhlen in den Dünen watscheln. Allerdings ist gerade "Moulting Season" - also Fellwechsel angesagt, was bedeutet, dass einige der Pinguine gar nicht erst ins Wasser gehen und somit vergleichsweise wenige Pinguone zu beobachten sind, die sich die Düne hinaufschleppen. Trotzdem konnten wir ein paar Pinguinen dabei zusehen und haben auch einige von einer Höhle zur anderen watscheln sehen. Fotos nach Sonnenuntergang zu machen ist nicht erlaubt, aber es gibt frei zugängliche Bilder der Organisation: https://www.penguins.org.au/attractions/penguin-parade/photo-gallery/)
Mehr Pinguine würde man wohl in einer der anderen Jahreszeiten (aktuell ist im Australien Herbst) sehen.
Es war wirklich richtig süß, den kleinen Pinguinen (etwas über 30cm groß/klein) beim watscheln zuzuschauen, außerdem sind vor Sonnenuntergang ganz viele Kängerus zu beobachten und später im Dunkeln kann man toll die Milchstraße sehen. Sogar eine Sternschnuppe hat sich sehen lassen. Es war somit rundum ein gelungenes Erlebnis für uns.
Da Baby M später keine Lust mehr hatte, müde war und zwischendurch nur kurz geschlafen hatte, ging es dann zurück zum Campingplatz und ab ins Bett, damit wir am nächsten Tag zu Agnes Falls fahren können.
Agnes Falls ist wieder ein hübscher Wasserfall. Mit 350m Entfernung vom Parkplatz aus ist da allerdings keine Wanderung drin. Aber die Anlage war schön und es bestand die Möglichkeit Schnabeltiere zu sehen, so dass wir uns kurzerhand entschlossen, einfach auf dem Parkplatz zu übernachten. Allerdings hatten wir auch diesmal kein Glück mit den Schnabeltieren. 😞
Am nächsten Tag ging es dann ins Tarra Valley und den dazugehörigen Tarra Bulga Nationalpark. Die Fahrt durch das Tarra Valley war schon sehr beeindruckend! Wir fühlten uns, als wären wir in einem richtigen Dschungel. Die schmale Straße schlängelte sich zwischen Farnen und dichten Bäumen den Berg hinauf. Dazu hing überall die Rinde von den Eukalyptusbäumen, die wie Lianen aussehen. Absolut schön! Da die Straße größtenteils nur einspurig war, waren wir sehr froh, dass wir keinen Gegenverkehr hatten.
Vom Visitor Center aus konnten wir dann eine kleine Wanderung machen, die uns durch einen kleinen Teio des Nationalparks und über eine Hängebrücke führte. Nach einem kurzen Picknick-Lunch (toll, wenn man seine Küche überall dabei hat), ging es weiter nach Lake Tyres Beach, wo wir übernachteten.