Die Tempelchen auf der anderen Seite des Flusses
Tag 4 in Luang Prabang! Mit der Fähre setzen wir über auf die der Stadt gegenüberliegende Flussseite. Hier reiht sich Tempelchen an Tempelchen, stets mit einem Blick auf den...


Veröffentlicht: 11.12.2025




























































Nach den Kuang-Si-Wasserfällen möchten wir auch die kleineren Tat-Sae-Wasserfälle besichtigen. Die Entfernung zur Stadt beträgt nur 15 Kilometer. Habe ich die Straße nach Kuang Si als katastrophal beschreiben, finde ich für den Weg nach Tat Sae zutreffend kaum Worte. Streckenweise haben starker Schwerlastverkehr und die jährlich wiederkehrenden Regenfälle die Straße in eine Schotterpiste verwandelt.
Der letzte Kilometer von der Hauptstraße zum Dörfchen En, von wo man die Tat-Sae-Wasserfälle mit dem Boot erreicht, gleicht einem Geröllfeld. Uns geht im wahrsten Sinne die Luft aus. Wir schaffen es gerade in das Dorf, als ich bemerke, dass die Steuerung schwimmt. Der Reifen ist platt. Wir haben Glück im Unglück. Zur nächsten Werkstatt sind es zwei Kilometer, die wir unmöglich fahrend oder schiebend zurücklegen können, aber wir finden ein Tuktuk, laden gemeinsam mit dem Fahrer das Moped auf und fahren über das Geröllfeld zurück zum nächsten Dorf.
Nachdem in der Werkstatt ein neuer Schlauch eingezogen wurde, entscheiden wir, noch einmal den Versuch zu wagen und zum Fluss zu fahren. Mehr als schiefgehen kann es nicht, wir wissen uns zu helfen. Auf dem Weg zum Fluss machen wir Halt einem Elefanten-Camp. Hier sind es hauptsächlich chinesische Gruppen, die einen Ritt auf den Elefanten zum Fluss unternehmen.
Die Wasserfälle sind schön, halten aber einem Vergleich mit den Kuang-Si-Wasserfällen nicht Stand. Rund um die Wasserfälle ist rege Bautätigkeit im Gange. Wir bekommen eine Vorstellung, wie es bald hier aussehen wird. Aber wir sollten uns nicht beklagen, auch anderen gefällt es hier.
Wir beschließen, das Moped nach diesem anstrengenden Tag abzugeben. Nicht ohne jedoch dem Santi Chedi, einem am Rande Luang Prabangs gelegenen Tempelberg, einen Besuch abzustatten. Zurück in die Stadt nehmen wir in der abendlichen Rush Hour den Weg über die alte französische Brücke. Den Tag beenden wir im "Jungala", einem fantastisch auf mehreren Ebenen am Fluss Nam Khan angelegten Restaurant.
