Endlich Galapagos-San Cristóbal
Bis unten lesen lohnt sich...


Veröffentlicht: 30.07.2018























Inselhopping auf Galapagos ist leider nicht so einfach und erst recht nicht komfortabel, zumindest, wenn man sich das Fliegen aus ökonomischen Gründen spart. Für 30$ p.P. und Fahrt hat man das zweifelhafte Vergnügen, zwei Stunden lang mit einer übermotorisierten Nussschale über den ungestümen Pazifik zu brettern. Zunächst freuten wir uns auf eine nettes Bötchenfahren, bis wir die zur Prävention bereitgestelllten Kotztüten bemerkten. Na toll. Zum Glück saßen wir nicht so weit vorne und nicht drinnen im Boot, sodass wir nicht von ihnen Gebrauch machen mussten. Allerdings einige andere Passagiere. Zwischen sich übergebenden Menschen eingepfercht, selbst die Übelkeit unterdrücken suchend, unter dauerhafter Belastung der Wirbelsäule durch den Wellengang und mit der akustischen und olfaktorischen Untermalung von 750ps im Rücken waren wir froh, als wir nach 4 Stunden (2x2) Fahrt endlich ankamen.
Isabela verlangt noch einen extra Eintritt, obwohl man ja bereits 100$ p.P. Nationalparkgebühr hat blechen dürfen. Vielleicht liegt es ja daran, dass sie sowohl südlich als auch nördlich des Äquators liegt... Sehr ruhig und beschaulich ist die größte der Inseln, zwar touristisch, aber die Zahl hält sich sehr in Grenzen, sodass man ständig denjenigen wieder über den Weg läuft, die man schon im Boot hat kotzen sehen. Außerdem darf man auf dieser Insel fast nichts auf eigene Faust unternehmen, damit man die teuren Touritouren kauft. Dennoch war für uns Isabela eigentlich die schönste Zeit auf Galapagos, vor allem aufgrund der Beschaulichkeit und des Essens.
Neben Schildkröten und lobos gab es hier Flamingos, Pinguine und Bluefoot-Boobies (ja, die heißen wirklich so) zu sehen. Zudem hatten wir das Glück (nicht), einer aussichtsreichen geführten Wanderung beizuwohnen, die zu einem spektakulären aktiven Vulkankrater von mehreren km Durchmesser führte. Der Haken: es war so neblig, dass wir überhaupt nichts sehen konnten (siehe Foto). Dafür aber konnten wir die ein paar Kilometer entfernen Eruptionen spüren! Die Erde hat ganz schön gezittert. Ansonsten bietet Isabela schöne, zum Teil menschenleere Strände und schönen Wellengang zum Hüpfen. Hier sahen wir auch erstmals "wilde" tortugas.
