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2025-01-05 Vietnam, Ninh Binh

Veröffentlicht: 06.01.2025

Radtour
Cồn → … → Cat Ba
189 km · 11h
Unterkunft
Strandzeltplatz bei Cồn
Zelt · Cồn
Unterkunft
Hotel in Diem Dien
1 Nacht · Hotel · Diem Dien
Unterkunft
Woodstock Beach Club
1 Nacht · Hostel · Cat Ba
Essen
Grillstand in Diem Dien
$ · Abendessen
Essen
Fischessen im Woodstock Beach Club
$$ · Abendessen
Attraktion
Cuc Phuong National Park
Ninh Binh, Vietnam
Attraktion
Bai Dinh Spiritual and Cultural Tourism Complex
Ninh Binh, Vietnam
Attraktion
Bai Dinh Pagoda
Ninh Binh, Vietnam

5.1.24 Cuc Phong Park -> Thrang An, 43 km, 250hm. Heute kann ich schon um 7 Uhr frühstücken. Dazu ziehe ich mich warm an und starte eine gute Stunde später genauso. Heute geht es fast ausschließlich auf Nebenstrecken, die alle gut betoniert sind. Kurz vor 10h erreiche ich das halbkreisförmig angelegte, riesige Parkplatzgelände vor dem neuen Bin Dinh Tempel und werde erstmal zurückgepfiffen, als ich durch eine Unterführung auf die riesige Stuba zu steuer. Ich muss das Fahrrad gegen Gebühr abstellen und eins der fünf verschiedenen Ticket Pakete kaufen. Sie kosten zwischen 100- und 500tausend Ðong. Dafür werde ich dann aber auch mit dem E-taxi zum unteren Eingang gefahren. Anscheinend ist der Staat wirklich bemüht hier ein neues religiöses Zentrum zu schaffen. Alles ist in den letzten 15 Jahren angelegt worden, aber traditionellen Baustilen angepasst. Die Betonsäulen sind so angestrichen, dass sie dicken Baumstämmen gleichen. In der riesigen Stupa geht es mit dem Aufzug in den 13 Stock. Von hier aus kann man mehr als die Tempelanlage überblicken, auch die steilen abgerundeten Berge dahinter sind gut zu sehen. Das Ende meiner Besichtigungsrunde sind die alten Tempel in den Höhlen. Danach geht es mit dem Elektrowagen wieder zum Fahrrad. Nicht ganz einfach in diesem riesigen Gelände den Ausgang zu finden. Nachdem ich mich im Lokal gestärkt habe fahre ich zum Hostel, das zwischen Bergen und Gewässern liegt. Kurz überlege ich in den Pool zu springen, mache mich dann aber doch lieber zum Sonnenuntergang auf den Weg. Da komme ich aber nicht ganz an, weil ich gleich fünf Telefongespräche habe. Dazwischen mache ich eine ganze Reihe toller Fotos. Die letzten mit dem Blick auf Lying Dragen Top, auf dem die Lichter angehen. Auf dem Rückweg kaufe ich Bier und Kekse und setze mich damit an den Pool und diktiere die Texte der letzten drei Tage für den Blog. Dann lerne ich noch Ming, meinen Zimmergenossen kennen. Er ist Programmierer und arbeitet auf Reisen. Während ich nun schlafe, geht er essen und arbeiten. 



6.1.25 Thrang An, Bootstour 8km und Lying Dragen, 13km. Um 7h gehe ich leise aus dem Zimmer, muss aber die Gastgeberin wecken, damit ich zum Frühstück eine Suppe bekomme. Mit den ersten Sonnenstrahlen radle ich zum Bootsanleger. Noch ist es leer. Das Fahrrad muss für 10000Ð auf den Abstellplatz. Das Ticket kostet 250000, angeboten werden verschiedene Routen. Ich schließe mich Thomas und Karin aus Stuttgart an,  sie wählen Nr. 3 mit 3Tunnel und 3Tempeln. Wir können auch zu dritt mit dem Boot starten, sonst immer 4. Die Boote werden von zierlichen Frau vorwärts gerudert. Direkt zu Beginn geht es 1km durch die längste Höhle. Sie ist beleuchtet, schöne Tropfsteinformationen werden bunt angeleuchtet. Dreimal legen wir an, um alte Tempel zu besichtigen. Ying und Yang ist in verschiedenen Formen immer dabei und die magischen Tiere: Schildkröte, Phönix, Einhorn und Drache. Die Tempel sind in Holz gebaut und die großen Buddha golden. Weiter geht's durch die abgerundeten, steilen Berge, vorbei an Seerosen/Lotusblüten. Ich unterhalte mich gut mit den beiden. Sie haben auch einige Reisetipps. Nach 3std ist die Rundfahrt zu Ende. Ich esse im Restaurant hinter dem Hostel und mache ein Nickerchen auf dem Zimmer. Dann springe ich einmal in den Pool und schreibe Blog in der Sonne. Nach dem Telefonat mit Linda breche ich wieder zum Lotusteich auf. Es ist sehr voll dort. 100000Ð Eintritt. Kurz gehe auf den Stegen über den trocken Teich. Der Lotus ist verblüht :(. Die 500 Stufen zum Drachen sind teilweise sehr hoch, ich komme ans schwitzen 😓. Oben staut es sich. Ich bekomme aber mit Geduld ein Sitzplatz vor dem Drachen auf den spitzen schwarzen Felsen und kann mit 2 Bier und 5 Bananen auf den SU warten. Der Fluss liegt schon im Schatten, die Boot mit den Schwimmwesten tragenden Passagieren sehen ganz klein aus. Die Sonne versinkt orange im Dunst und die Lichter gehen an. Nach und nach leert es sich. Ich bin mit dem Drachen im Restlicht allein. Gut, dass der Abstieg beleuchtet ist. Den Rückweg mit dem Rad kenne ich ja schon. Mit einer Tüte Chips setze ich mich in den Liegestuhl an den Pool und sortiere Bilder. Ich verlängere meinen Aufenthalt um 1 Tag und bekomme eine Waffel/Gebäck geschenkt. Minh ist nicht auf dem Zimmer. Er wird erst nach 0h kommen, da habe ich schon meinen ersten Schlaf aus.


7.1.24 Trang An, Radtour nach Ninh Binh und Tam Coc,  54km, flach. Ich schleiche mich um 7h aus dem Zimmer, mache den Sonnengruß vor dem Pool und bekomme eine Suppe,  Tee und 2 Bananen zum Frühstück serviert. Heute will ich mir Ninh Binh anschauen. Dazu radle ich in einem nördlichen Bogen zwischen den Hügel nach Thien Tôn. Dort ist groß Putztag im Tempel. Die Frauen waschen die Teppiche im Teich und laden mich zum gucken in den Tempel. Die Anlage strahlt Ruhe aus. Ich gehe zur Pagode mit den schönen Lotus Knospen auf die Anhöhe. Es ist der letzte Hügel nach Nordosten. Ich fahre an den Fluss und folge ihm abwärts. Große Binnenfrachter sind darauf. Auf den Feldern zwischen Fluss und Ninh Binh werden große Gebiete durch 4spurrige Straßen erschlossen. Von weitem ragt zwei Bauten mit Kuppel hervor. Was ist das? Es scheinen private Paläste zu sein in einem neuen Villenviertel. Nebenan ein Vergnügungpark. Schulklassen steigen aus zahlreichen Bussen. Weiter Richtung Stadt ist ein riesen Platz auf der  grünen Wiese angelegt. Hier kann die ganze Stadt vor dem Denkmal von Tượng Đinh Tiên Hoàng, 924-976, dem ersten Kaiser aufmaschieren. Auf der angeschnitten Anhöhe steht ein Tieflader und Autokran. Ein großer Baum soll gepflanzt werden. Ich fahre nochmal zum Fluss. Hier kann man mit dem Zweirad neben der Eisenbahnbrücke rüber fahren. Auf einer Anhöhe ist eine alte Militärstellung. Darunter repariere ich meinen Gepäckträger vor. Die Pressspanlatte ist gebrochen, ich ersetze sie durch Bambus. Entlang der Bahnstrecke, am leeren Bahnhof vorbei fahre ich zum Touristenzentrum Tam Coc. Hier ist richtig viel los. Eine Bar neben der anderen und alles voll. Plötzlich ist Minh mit seiner gelben Honda neben mir. Wir verabreden uns für später in einem Restaurant. Nach einer Runde um den Anleger fahre ich zum Fluss hinaus, von wo man oben den Lying Dragen sehen kann. Da oben war ich also gestern. Hier sind noch viele Ruderboote unterwegs. Die meisten Ruderboote werden mit den Füßen bewegt. Sieht interessant aus! Die Landschaft, durch die sie hier fahren ist auf den ersten Blick aber nicht so schön, wie die Tour, die ich in Trang An gemacht habe. Ich fahre noch in abgelegenen Sackgasse. Hier gibt es ruhige, gemütliche Restaurants und Ferienanlagen. Auf dem Weg zum Bich Dong ist die Straße voll mit SchülerInnen. Sie radeln in Gruppen nach Hause. Bich Dong ist schon geschlossen. Ich kann nur bis zum Tor gehen und wenig dahinter erkennen. Keine Ahnung, was ich verpasse? Nun dämmert es schon und ich suche Minh. Er sitzt vor dem Laptop und tippt gelegentlich etwas ein, während wir uns unterhalten und ich ein Binh, Brot mit Fleisch, esse. Ich könnte so nicht arbeiten und deshalb, und weil es schon 20 h ist radle ich durch die Nacht zum Hostel. Dort setzt ich mich zum Bildersortieren an den Pool und trinke noch zwei Bier. Heute Nacht sind wir zu dritt auf dem 4-Bettzimmer. 

8.1 .25 Trang An->Can am Meer, 70km flach. Als erstes sende ich Berni einen guten Wunsch :) zum Geburtstag. Dann mache ich meinen Sonnengruß und warte, dass die Gastgeberin sich regt. Heute schläft sie länger und ich muss bis 8 Uhr auf Frühstück warten. Der Franzose aus meinem Zimmer ist inzwischen auch wach und wir frühstücken gemeinsam. Er studiert für ein Jahr in Korea Philosophie und Soziologie und bereist nun für zwei Monate in den Semesterferien Asien. Das erste Stück meines Weges führt mich wieder nach Tam Coc und dann an

Ninh Binh vorbei nach Südosten. Mein erstes Zwischenziel ist die sehenswerte Kirche in Phan Diem, doch schon viel eher tauchen Kirchtürme am Horizont auf. Ich wundere mich über die große Zahl der katholischen Kirchen in dieser Gegend. Im Grunde hat jedes Dorf mindestens eine. In Phan Diem ist Mittagspause, ich kann die Kirche erst ab 13: 30 Uhr besichtigen. In der Zeit repariere ich den Ständer und gehe etwas essen. Wobei ich mich wieder schwer tue, ein Restaurant zu wählen. Leider ist in der Pizzabude noch der Ofen kalt. Die Kirche ist wirklich sehenswert. Das Portal ist typisch asiatisch gestaltet mit denen ein Drachen Schwänzen erinnernden Enden. Innen das Kirchenschiff mutet wie eine Stabkirche an. Der Chorraum hat die übliche katholische Form, ist aber ganz in Rot und Gold Tönen verziert, wie die buddhistischen Tempel. Auf dem Deich vom Song Vac bin ich ganz alleine unterwegs. Dann geht es mit der Fähre über den Song Day, der in einigen Kilometer im chinesischen Meer mündet. Die Überfahrt kostet 20 Cent. Nun geht es über kleinere Dörfer. Einige Baumschulen haben wunderschöne Bonsai Bäume zum Verkauf an den Straßenrand gestellt. Dazwischen Orangenbäumchen und Gemüsestände. In einem hohen Bogen führt die Brücke über den Fluss Day. Kurz davor habe ich einen Eisvogel entdeckt. An einem Verkaufsstand erstehe ich in Öl Gebackenes. Es wird mein Abendessen sein. Als ich das Meer erreiche, sehe ich dort als erstes mehr kleine Fischerboote die aus Bambus gebaut sind. Dann kommen zweimal Strandbars. Bei einer stehen Zelte und dich frage nach Übernachtungsmöglichkeiten, werde aber abgewiesen. Auch die nächste Bar schickt mich weiter. Der Wind weht kräftig vom Meer her, aber in einem kleinen Kiefernwäldchen finde ich eine geschützte Stelle für mein Zelt. Vom Strand hole ich Steine um die Heringe zu sichern,die in dem Sandboden keinen rechten Halt finden. Diesmal steht das Zelt schon als es dunkel wird. Ich esse Abendbrot auf einer Styroporbox, die am Strand neben ganz viel Unrat angespült wurde. Wenn man darüber hinweg sieht, ist es richtig idyllisch. Ohne Licht im Zelt fallen mir schnell die Augen zu. Ich schaffe es nicht mehr meinen Block zu bearbeiten. Auch als ich gegen Mitternacht wach werde, drehe ich mich lieber um und schlafe weiter.

9.1.25 Cồn->Diem Dien, 83 km Gegenwind. Nachdem ich alles gepackt habe, mache ich den Sonnengruß am Strand. Dann geht es noch ein bisschen an der Küste entlang. Hier sind viele Meer- Wasserbecken, in einigen werden Austern gezüchtet. Der Himmel ist heute den ganzen Tag grau und der Wind bläst mir entgegen. Besondere Highlights kann ich auf der Karte nicht entdecken, so gilt es heute in erster Linie Strecke machen, und dabei die Augen offen zu halten. Bis zur Fähre über den Song Hong= roter Fluss, fahre ich zur Hälfte Nebenstrecke und dann Hauptstraße. Ich kann ein leckeres Brot und Orangen kaufen. Von dem Brot esse ich schon etwas unterwegs. Seit ich wieder Fahrrad fahre, habe ich ständig Hunger und nasche sonst viele Bonbons. Die Fähre darf ich sogar kostenlos benutzen. Sie hat gar keinen eigenen Motor. Ein Schlepper schiebt sie seitlich. Am anderen Ufer setze ich mich zum Mittagessen auf den Deich. Dann geht es wieder lange auf kleinen Nebenwegen über Land. Die nächste Brücke über den Song Tra Ly ist der höchste Punkt auf meiner heutigen Route. Ein junger Motorradfaher kommt seitlich und bittet sich an, mich zu unterstützen. Ich halte mich an seiner Schulter fest und es werden heute die schnellsten 5km. Das hat mir gut getan! Bei meiner nächsten Pause in Thai Tan, werde ich leider eingeräuchert und muss flüchten. Nun gibt es keine Nebenroute, die lange geradeaus führt, so dass ich viel aufs Navi gucken muss. Meine Halterung, die aus einer Klarsichthülle besteht, ist etwas milchig geworden und blendet heute viel, so dass ich häufiger zum Navigieren anhalten muss. Das ist nervig. In Diem Dien fahre ich auf die Deichstraße und halte nach einem Zeltplatz Ausschau. Aber hier ist ein Wasserbecken nach dem anderen und keine freie trockene Stelle zu decken, auf der ich mein Zelt aufbauen könnte. Außerdem brauche ich Wasser und Strom für die Powerbank und möchte noch etwas essen. So biege ich ab ins Landesinnere und frage bei einem Haus nach einem Zeltplatz. Zwei Männer sind mit dem Innenausbau beschäftigt und kommen nicht direkt auf mich zu. Mit dem Translator versuche ich etwas abzusprechen. Es gäbe zwei Flächen, auf denen ich das Zelt meiner Meinung nach aufbauen könnte. Darauf geht man aber nicht ein. Letztendlich diktiert der Mann: das Haus hat zwar viel Platz, aber ich möchte keine Fremden. Ich weiß zwar nicht, ob alles korrekt übersetzt wird, aber es ist klar, dass ich eine andere Bleibe suchen muss. Nun geht die Sonne aber schon unter. So nehme ich das Angebot, mich zu einem Hotel zu führen, an. Dreieinhalb Kilometer folge ich dem Mann, der mit dem Moped vorfährt, zurück in den Ort. Das Zimmer kostet 200kÐ und ist in Ordnung. Ich dusche und will dann zu Fuß ein Restaurant suchen. Nach einigen Metern drehe ich um und nehme doch lieber das Fahrrad, weil schon viel geschlossen hat und der Weg lang werden könnte. Letztendlich finde ich einen Grillstand und kaufe eine halbe Ente zum Mitnehmen. Dann noch zwei Bier, eine Tüte Chips und eine Tüte Bonbons. Das ganze esse ich als Abendbrot auf dem Zimmer.



10.01.2025 Diem Dien -> Cat Ba, 106km 260hm. 6h. Von der Straße plärt laute Musik aus den Lautsprecher ins Zimmer. Ich spiele auf dem Handy, mache den Sonnengruß und starte um 7:30h ohne Frühstück durch die Wasserfelder. Der Weg führt mich an den Leuten vorbei, bei denen ich gestern bleiben wollte. An zwei Friedhöfen finden Beerdigung statt. Ich muss anhalten und den Trauerzug durch lassen. Vorran wird ein Schrein mit einer Heiligenfigur getragen. Dann kommt die laute Kapelle mit riesigen Trommeln. Danach der Blumenschmuck und der Sarg und die Familie. Einige Leute winken mir und ein Mann, mit Tränen im Gesicht, reicht mir seine Hand. Ich denke, es war der Ehemann der Verstorben und er wollte mein Beileid? Dahinter kommt die Gemeinde und der Weg ist frei zum Weiterfahren. Der Navi versucht mich meist parallel der Hauptstraßen zu führen. Das ist angenehm ruhig, hat aber den Nachteil, dass ich häufiger aufs Navi gucken muss. Die Hauptstraßen sind von vielen kleinen Geschäften gesäumt und sehen letztendlich immer gleich aus. An den Knotenpunkten sitzen meist noch Gemüse Händler am Straßenrand vor dem Geschäften. Sobald ich über Land fahre, sehe ich wieder geflutete Reisfelder. An einigen Stellen wird mit Dieselpumpen das Wasser in Teiche gepumpt, die vorher gereinigt wurden. Die Straßen sind meist gut betoniert und ich bin fast alleine unterwegs. Zweimal geht es heute wieder über große, hohe Brücken. Vor Hai Phong ist die Abfahrt von der Brücke in einer 450 Grad Schleife angelegt. Es geht weiter durch eine belebte Einkaufsstraße in ruhigere Wohnviertel. An einem großen Kreisverkehr, der komplett mit roten Fahnen geschmückt ist, steht ein helles Renaissance Gebäude mit grüner Kuppel. Gleich dahinter fahre ich auf den Containerhafen zu. Ich bin nur noch von großen Lastwagen umgeben. Hier macht das Radfahren nicht wirklich Spaß und zu allem Überfluss muss ich die Strecke zur Hälfte wieder zurück, weil es die Fähre, zu der mein Navi mich geführt hat, gar nicht mehr gibt. Vermutlich wurde sie eingestellt, nachdem die 11 km lange Brücke nach Cat Hai fertiggestellt war. 11 km, nur geradeaus, mit leichtem Gegenwind, bei starkem Verkehr auf dieser vierspurigen Straße, das fordert meine Geduld. Am Ende sehe ich schon die Seilbahn, kann mir aber nicht vorstellen, dass ich sie mit Fahrrad benutzen darf. So fahre ich mit einem kleinen Umweg, weil ich die Abfahrt verpasst habe, direkt zur Fähre. Sie ist ganz modern und die Überfahrt dauert auch länger. Aber nur 10000 Dong=40ct, muss ich bezahlen. Auf der Insel ist die Straße auch wieder ganz neu angelegt und super zu fahren. Bei einem Aussichtspunkt mache ich Pause, esse den Rest der Ente von gestern Abend und eine Chinesin auf dem Fahrrad spricht mich an. Sie möchte mir gerne zu meinem Hostel folgen, das nur noch 4 km entfernt an einer Nebenstrecke liegt. Vor dem Hostel überholt sie mich und fährt so weit voraus, dass sie auf mein Rufen und Pfeifen nicht mehr reagiert. Hier sieht es sehr nach Baustelle aus und tatsächlich wurde meine Übernachtung deswegen abgesagt, was ich aber noch nicht gelesen hatte. Man schickt mich 7 km weiter zu einem Partner Hotel. Es heißt Woodstock Beach Club. Ich warte noch 10 Minuten, ob die Chinesin zurückkommt und fahre ja auch noch bis zur nächsten Kurve hinterher. Aber keine Spur von dir. So mache ich mich alleine auf dem Weg. Die Küstenstraße geht auf und ab und so komme ich heute doch noch auf einige Höhenmeter. Das Hostel liegt wunderbar in einer Bucht und das Bett im Schlafsaal kostet nur 60000 Ð = 2,40€. Ich teile es mit einem Koreaner, der mit dem Motorrad unterwegs ist, genauso wie zwei deutsche mit denen ich mich unterhalte. Heute gönne ich mir ein größeres Abendessen mit Fisch für den dreifachen Übernachtungspreis =7,20€. Die Relationen sind hier anders als bei uns, das Übernachten ist wirklich total billig. Besonders im Schlafsaal, aber auch das Zimmer bekomme ich schon für 10 € . Dann trinke ich mir noch ein Bier am Pool und übertrage dabei die Bilder. Im Zimmer ist noch die halbe Nacht das Licht an, aber von dem Koreaner höre ich gar nichts. Leider muss ich die Nacht wieder viermal aufs Klo, und hoffe, ich habe ihn nicht gestört. Nachdem ich das Licht ausgeschaltet habe, lädt auch das Handy nicht mehr. Anscheinend sind auch die Steckdosen über diesen Schalter angeschlossen.

Auf einen Blick

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Wetter
Winter
Begleitung
Allein
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Zelten am Strand mit starkem Gegenwind
  • kostenlose Fähre ohne eigenen Motor
  • Übernachtung im Woodstock Beach Club auf Cat Ba
  • Besuch des Bai-Dinh-Komplexes
  • Fahrradroute durch Reisfelder und Küstenabschnitte
ZeltFahrradPowerbankNaviKlarsichthülle als HalterungStyroporbox
NaturRoadtripTransitKulturGeschichte
  • Hotelzimmer in Diem Dien200.000 ₫
  • Fähre über den Song Hong0 ₫
  • Fähre nach Cat Ba10.000 ₫
  • Schlafsaal im Woodstock Beach Club60.000 ₫
  • Abendessen mit Fisch180.000 ₫
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