Die große Radltour Tag 30: Perugia und beim Franzl
Warum Hunde die ganze Nacht hindurch bellen, ist mir ein Rätsel, aber hier tun sie es. Zum Glück hab ich inzwischen herausgefunden, wie ich diese Ohropax-Teile so in meine Ohren...

Veröffentlicht: 22.05.2022
Nach den philosophisch-soziologischen Diskussionen gestern abend mit Jan, dem holländischen Theologen - auf der Suche nach einer Synthese zwischen modernem Individualismus und dem Geborgensein in einer Gemeinschaft - freue ich mich richtig auf den Heiligen Franziskus und seine beeindruckende Kirche. Vorbeigeradelt an diesem gewaltigen, an den Hang angeschmiegten Bauwerk bin ich ja gestern schon.
Ich stehe früh auf, die Holländer und der ambitionierte Pole, der von Rom nach Hause über 2000 km in 14 Tagen radeln möchte, möchten los, bevor es heiß wird, wir haben gestern unsere Mini-Enklave auf dem Campingplatz gebildet.
Noch ist kaum etwas los, ich kann die von Giotto und seinen Schülern gemalten Wandbilder in der Oberkirche in Ruhe betrachten. Im Mittelbau gerate ich in den gerade stattfindenden Gottesdienst und bleibe, lasse mich von der mythstischen Stimmung verzaubern, die hier herrscht.
Die Franziskanermönche, die draußen herumlaufen, kommen aus allen Kontinenten, klar, ist ja auch ihre Hauptkirche und einige von ihnen sind bestimmt Pilger bzw. Glaubens-Touristen. Langsam erwacht die Stadt und die Touristenströme werden dichter. In der Chiesa San Pietro findet ein besonderer Gottesdienst statt, vielleicht eine Hochzeit, die Kirche ist übervoll mit prächtig herausgeputzten Italienern.
Schnell noch ein paar Lebensmittel im tigre-Supermarkt eingekauft, der zum Glück auch sonntags offen hat und zurück den steilen Berg hinauf, bevor es allzu heiß wird. Chilliger Nachmittag mit Blick über die Ebene und endlich mal ein bisschen dolce far niente.
https://www.komoot.de/tour/778132477?ref=itd
Nochmal Camping Fontemaggio, 13,50€, ich genieße es, ist erstmal der letzte Campingplatz bis Rom
