Die große Radltour Tag 21: entspannt nach Mantua

Wie anstrengend die letzten beiden Tage waren, merke ich erst im Vergleich: heute kann ich wieder einfach den Radweg-Schildern folgen und muss weder ständig aufs Navi schauen noch beten, dass mich kein LKW überrollt. Ich bin jetzt auf dem EuroVelo 7, das sind über 7000 km vom Nordkap bis Malta. Dank EU-Subventionen ist er fast nach deutschem Standart ausgeschildert und führt über kleine Nebenstraßen oder Wege für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. 

Ich hatte ziemlichen Respekt davor, das bekannte Terrain zu verlassen und mich in die Po-Ebene zu wagen, zu viele Menschen haben beschieben, wie unangenehm es dort sei. Dabei ist der Radweg am Fluss Muncio entlang vielleicht ein bisschen langweilig, aber bestimmt nicht unangenehm: Steigungen nur an den Brücken, verschiedene Bäume und Sträucher blühen und duften, alles leuchtet saftig grün und nur der Klatschmohn leuchtet noch mehr.  

Mantua hat zwar eine sehr nette Innenstadt, aber für ausführliche Besichtigungen bin ich zu müde. Ein sehr leckeres Risotto in einem Straßen-Restaurant muss reichen. 

Weil es hier weit und breit keinen Campingplatz gibt, muss ich wohl oder übel ein Zimmer nehmen. Aber ich habe Glück, erwische ein ebenso einfaches wie altmodisches, aber sehr charmantes B & B 12 km südlich von Mantua - sogar einen eigenen kleinen Garten habe ich heute. Durch den deutschen TÜV würden die Installationen hier allerdings nicht kommen…

https://www.komoot.de/tour/766961875?ref=itd

B & B Ca Le Rose, 40€ mit italienischem Frühstück, heißer Dusche, WLAN und einen eigenen kleinen Garten


#mantua
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