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Einmal Zentralamerika to go, bitte! - Dana und Julian berichten

Guatemala #2 - Semuc Champey

Reisestrapazen

Als wir früh morgens in den Kleinbus nach Semuc Champey stiegen, ahnte niemand, dass es eine der anstrengendsten Busfahrten unseres Lebens werden würde. Luftlinie liegen Flores und Semuc nur 150 Kilometer voneinander entfernt, die Reise zog sich jedoch über zehn Stunden!

Mit zunehmender Fahrtdauer wurde der Weg immer schwieriger: Anfangs kamen wir trotz Flussüberquerung auf einer kleinen Fähre noch recht gut voran, ab der Hälfte passierten wir nur noch abgelegene Dörfer ehe es im letzten Drittel abenteuerlich wurde.

Die Schotterpiste wand sich in engen Kurven durch die Berge. An den Steilhängen rechts und links des Weges befanden sich von Indigenen bewirtschaftete Maisfelder und Kaffeeplantagen. Der Motor des kleinen Busses heulte immer wieder auf. Dichte Wolkenfetzen zogen an unseren Fenstern vorbei bis wir zeitweise über der Wolkenbasis fuhren.

Es wurde bereits dunkel als wir in Lanquín ankamen, für das letzte Stück mussten wir hier auf einen Geländewagen umsteigen. Ein kleines Wunder dass es der Shuttlebus überhaupt soweit geschafft hatte. Das Sonnenlicht des nächsten Tages sollte dann endlich enthüllen, wofür wir die Strapazen der Reise auf uns genommen hatten.

Semuc Champey

Semuc Champey, ein Ort im Nirgendwo, ist durch einen ziemlich einzigartigen Flussverlauf populär geworden.

In einem sehr schmalen Tal stürzt sich ein Fluss tosend unter die Erde, ehe er, mehrere hundert Meter später etwas tiefer wieder ans Tageslicht kommt. Dort, wo der Fluss unter der Erde verschwindet, sind an der Oberfläche stufenweise aneinandergereihte, natürliche Pools entstanden. Mit ihrem türkisfarbenem Wasser lädt jeder einzelne davon zum Baden ein.

Diese etwas surreal wirkende Landschaft kann man sowohl von den umliegenden Bergen betrachten, als auch einen ganzen Nachmittag damit verbringen stromabwärts von Becken zu Becken zu hüpfen.

Regen und Gitterstäbe

Auch wenn sich die Sonne jeden Tag kurz blicken lässt, haben wir Guatemala bisher leider fast nur unter einer grauen Wolkendecke erleben dürfen. Uns wurde erzählt, dass das Ende der Regenzeit am schlimmsten sei, da die Regengüsse unberechenbar und besonders stark ausfallen.

Wir haben uns entschieden die Weiterfahrt nach Antigua in zwei Etappen zu unterteilen, um den langen Shuttlefahrten zu entgehen und darüber hinaus etwas mehr vom Land und dem Erbe der Maya zu sehen. In einem kleinen öffentlichen Bus fuhren wir vorbei an äußerst interessanten indigenen Märkten. Immer wieder stiegen Frauen mit farbenfrohen Röcken und in bunte Decken gewickelte Babys zu. Am Straßenrand warteten Männer mit Sombrero, Lederstiefeln und langen Macheten auf den Bus. So bahnten wir uns den Weg durch die Berge bis nach Cobán.

Hier angekommen mussten wir feststellen, dass erstmals auf unserer Reise fast alle Läden durch dicke Gitter geschützt sind. Selbst die kleinen Kioske und Apotheken haben nur eine kleine Aussparung im Gitter um Waren auszugeben. Uns beschleicht das Gefühl, dass das Pflaster langsam heißer wird Richtung Süden. Glücklicherweise sind wir bisher in noch keine bedenkliche Situation geraten, toi toi toi…

Danas Spanisch macht merkbare Fortschritte, angesichts kommender Herausforderungen hat sie sich hier Wanderschuhe zugelegt, ihr könnt also gespannt bleiben…

Saludos!

D&J 

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