It's raining again
Bei geöffnetem Fenster und mit Blick über die Dächer von Hue, die dem seit gestern mal stärker oder weniger werdendem Regen standhalten müssen, findet sich Zeit, um die letzten...

Veröffentlicht: 01.11.2016






















Hue - heute können wir uns einen ganzen Tag durch die Stadt treiben lassen und wollen das auch tun und dazu zu Fuß 🚶🏿🚶🏿
Als Königsstadt hat Hue einiges zu bieten. Über viele Jahrhunderte residierten hier die vietnamesischen Könige. Ganz nach Königsart ist die Königsstadt gigantisch groß- genau genommen 520 ha. Viel zu groß, um alles zu Fuß besichtigen zu können, wie wir dann merken. Unterwegs treffen wir auf einen Rikschafahrer; er erklärt uns, dass der äußere Ring der Königsstadt allein 10 km Umfang hat - ok, wir buchen ihn😀
Er fährt uns dafür an schöne Orte, die wir so sicher nicht entdeckt hätten. So kommen wir zum Gartenhaus der Eltern von Ho Shi Minh und an ein jetzt als Souvenirshop betriebenes Gartenhaus eines Mandarins. Dort war es super schön - Garten heißt hier Bonsai, Wasser und kleine schöne Sitzecken.
Im ersten Ring der Königsstadt leben heute noch 35000 Menschen. Früher lebten hier die Mandarine.
Das Kernstück der Königsstadt- die Zitadelle - betreten wir durch das Mittagstor, gelangen danach in die Halle der Höchsten Harmonie (hier hat der König Gäste empfangen und Zeremonien abgehalten) und kommen dann in die purpurne verbotene Stadt. Diese ist zum Teil wieder restauriert - auch hier haben Kriege und Sozialismus ihre Spuren hinterlassen - und wir bekommen eine Ahnung vom Leben am Hof 😀
Schöne Tempel, lange Wandelgänge (bei Regen sind die sehr praktisch, wie wir selbst erfahren) und Pavillone bilden den Hauptteil der verbotenen Stadt. Alles ist sehr symmetrisch angeordnet, was sehr beruhigend wirkt 😀 durch das Friedenstor gelangen wir wieder nach draußen und machen uns auf den Rückweg. Es gibt noch zwei weitere Tore in/aus die Stadt - das der Menschlichkeit und das der Tugend. Alles hat hier wohlklingende Namen und steht immer mit dem vordergründigen Glauben - dem Buddhismus und dem Konfuzianimus in Beziehung.
Für uns klingt alles wie Geschichten, doch mit tief philosophischen Gedanken.
Am Ende unserer Sightseeing-Tour merken wir, dass wir doch ziemlich alle sind - voller neuer Eindrücke und fusslahm zieht es uns nur noch in ein leckeres Restaurant. Danach heißt es packen, denn morgen geht es weiter über den Wolkenpass nach Hoi An.
(Kerstin)
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