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Ankunft Vietnam

Veröffentlicht: 24.07.2026

Flug
NLI → DAD
2h 30m · Economy
Unterkunft
La Casa Tra Que
30 Nächte · Hotel · Hoi An
Essen
Bánh Xèo Trà Quế Pfannkuchen
$ · Abendessen
Sehenswert
Hoi An Ancient Town
Hoi An, Vietnam
Attraktion
Quan Cong Tempel
Hoi An, Vietnam
Museum
Museum of Traditional Medicine
Hoi An, Vietnam
Museum
Museum of Local Products
Hoi An, Vietnam
Attraktion
Tan Ky Handelshaus
Hoi An, Vietnam
Attraktion
Fujian Assembly Hall
Hoi An, Vietnam
Attraktion
Minh Huong Ancestor Worship House
Hoi An, Vietnam
Attraktion
Ba Mu Tempel
Hoi An, Vietnam
Museum
Precious Heritage Art Gallery Museum
Hoi An, Vietnam

Nach nur zweieinhalb Stunden Flug sind wir am 26.6. in Da Nang, Vietnam gelandet. Mit dem deutschen Reisepass mussten wir zwar kein Visum beantragen, aber uns dennoch mit allen anderen Einreisenden in den Menschenpulk bei der Immigration einreihen. Die Bearbeitung ging leider sehr langsam voran und die Schlange reichte bereits bis vor die Rolltreppen im Zugangsbereich. Das Abfertigungssystem ist wirklich noch ausbaufähig.

Als wir endlich vollbepackt mit unserem Gepäck den Flughafen verlassen haben, wurden wir von 37 Grad Celsius begrüßt. Selbst die Vietnamesen in unserer neuen Unterkunft für die nächsten dreißig Tage, dem La Casa Tra Que, haben geschwitzt.

Die Angestellten hier sind wirklich sehr nett und zuvorkommend und haben sich Mühe gegeben, uns ein möglichst passendes Zimmer für den Monat zu finden. Auch andere Gäste scheinen immer wieder sehr gerne hier zu wohnen: Ein älteres Ehepaar, das ebenfalls einen Monat bleibt, ist schon zum zweiten Mal hier einquartiert, und ein Amerikaner bereits zum dritten Mal – und das seit fünf Monaten am Stück. Wir haben gleich allerhand Tipps bekommen, wo man gut und günstig essen kann. Die Angestellten scheinen mindestens so gerne zu essen wie wir.

Eine Restaurantempfehlung haben wir sogleich beherzigt und waren im Bánh Xèo Trà Quế Pfannkuchen (Bánh Xèo) essen. Bevor das Essen kam, haben wir noch mit der süßen jungen Katze im Restaurant gespielt – sie wollte am liebsten gleichzeitig spielen und gestreichelt werden und ist uns regelrecht um die Beine gekugelt.

Die anwesenden Gäste waren sichtlich belustigt von unseren Essversuchen. Wir haben zwar schon in Deutschland hin und wieder selbstgemachte Sommerrollen gegessen, aber hier waren wir uns nicht ganz sicher, wie wir das Ganze zusammenbauen sollen. Es gab Abschnitte mit Reispapier, einen ganzen Haufen Gemüse aus Salat, Kohl, Gurke, Karotte, Minze und Koriander, dazu gefaltete Pfannkuchen gefüllt mit Sprossen und Shrimps sowie eine Schale Erdnusssauce.

Eine Frau hat sich dann unser erbarmt und gezeigt, dass man sich ein Stück Pfannkuchen abreißt, dieses zusammen mit dem Gemüse fest ins Reispapier einrollt und dann in die Erdnusssauce tunkt. So einfach, wenn man’s weiß.

Der Rückweg hat uns über Felder aus Salat und verschiedenen Kräutern geführt. Über dem Weg waren Gestelle mit prächtigen Kürbispflanzen gespannt, und Simon musste gut aufpassen, nicht an die tiefhängenden Kürbisse zu stoßen. Da es bereits dämmerte, lösten sich langsam die vorbeifliegenden Schwalben mit den Fledermäusen ab. Ein wirklich schöner Heimweg.

Am nächsten Tag haben wir die Innenstadt von Hoi An erkundet, die sogenannte „Ancient Town” oder „Old Town“. Wir wohnen etwas abseits auf einer Halbinsel vor der Stadt – über einen von Reisfeldern gesäumten Weg gelangt man aber auch gut zu Fuß hinein.

Hier kann man allerhand einkaufen, historische Gebäude bewundern oder entspannt in einem Café verweilen. Am Fluss lässt sich jederzeit eine Bootsfahrt buchen, und dort findet auch das monatliche Laternenfest statt. Auch an Geldautomaten mangelt es in Hoi An nicht, allerdings gibt es nur einen VP-Bankautomaten, an dem man kostenlos Geld abheben kann.

Hoi An wurde 1999 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt – als außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, der die Verschmelzung verschiedener Kulturen durch den internationalen Handel widerspiegelt. Einige der gut erhaltenen Gebäude aus dieser Zeit sind noch heute zu besichtigen. In den Touristenbüros kann man für 120.000 VND pro Person fünf der 25 historischen Einrichtungen, Museen und Vorführungen besuchen (www.hoianworldheritage.org.vn).

Aus dem Ticketangebot haben wir uns den Quan Cong Tempel angesehen – ein netter kleiner Tempel, der nicht so überlaufen ist. Der Teich mit Bonsai-Bäumen im Zentrum ist sehr stimmungsvoll, und es gibt auch einen Ausstellungsbereich. Als wir dort waren, wurden gerade florale Aquarellarbeiten des Künstlers Thu Hoa gezeigt.

Das Museum of Traditional Medicine und das Museum of Local Products befinden sich im gleichen Gebäudekomplex. Unten werden getrocknete Kräuter und Wurzeln gezeigt, die früher zur Heilung verwendet wurden, dazu die Herstellung von Medizin sowie Darstellungen von Untersuchungen und ein historisches Krankenzimmer. Im oberen Bereich erfährt man, was in der Umgebung angebaut und geerntet wird: Agarholz als Bestandteil von Räucherstäbchenpaste, schwarzer Pfeffer, Reis, Segge und Betelnüsse als Opfergaben.

Als Nächstes haben wir uns das Tan Ky Handelshaus angesehen – ein aufwendig ausgestattetes Wohnhaus im japanisch-chinesischen Stil aus dem frühen 19. Jahrhundert. Zu sehen sind verschiedene Einrichtungsgegenstände, Schlafzimmer und viel Porzellan. Alles in allem nicht besonders groß, aber interessant, um nachzuvollziehen wie die wohlhabenden Vietnamesen damals gelebt haben. Das Gebäude hat im Laufe der Zeit auch einige Überschwemmungen überstanden – Plaketten an den Wänden zeigen Jahr und Wasserhöhe. Zwischen Oktober und Dezember treten die Flüsse hier offenbar regelmäßig über die Ufer, was uns auch die Angestellten in der Unterkunft bereits bestätigt hatten.

Sehr lohnenswert war die Fujian Assembly Hall – ein prächtiger chinesischer Tempel mit vielen Fischbecken. 

Aber auch das Minh Huong Ancestor Worship House hat uns gut gefallen. Es ist im chinesischen Stil gehalten, mit runden Durchgängen und verzierten Raumteilern.

Kostenfrei besichtigen lässt sich der Ba Mu Tempel, der vor allem vor allem für die Spiegelung der Fassade im Teich davor populär ist. 

Ebenfalls kostenlos sind die Ruan Hahn Gallery und das Precious Heritage Art Gallery Museum mit fotografischen Werken des französischen Künstlers Réhahn, die das Leben der Einheimischen in Hoi An zeigen. Im Museum ist zusätzlich die traditionelle Bekleidung der verschiedenen Stämme aus allen Regionen Vietnams zu sehen.

Gleich am ersten Wochenende nach unserer Ankunft fand das monatliche Laternenfest in der Ancient Town am Hoai-Arm des Thu Bon Flusses statt. Bereits am Nachmittag wurden viele Souvenirstände aufgebaut und die Händler priesen ihre Waren an – zum Glück bleiben die Verkäufer in Vietnam stets freundlich und sind nicht zu aufdringlich.

Sobald es dunkel wurde, leuchteten überall in der Stadt Laternen auf, vor allem an den vielen Booten auf dem Fluss. Das Fest war gut besucht und die Bootsleute wurden von Touristen umschwärmt. Traditionell werden am Abend auch kleine lotusförmige Laternen mit Kerze zu Wasser gelassen. Dabei trägt jede Laterne einen Wunsch oder ein Gebet. Man zündet sie an, spricht im Stillen einen Wunsch aus und lässt sie dann los.

Es war wirklich schön, die Stadt in so ein warmes, weiches Licht getaucht zu sehen.

Einige Sehenswürdigkeiten liegen etwas versteckt, wie der Steinbrunnen bei uns in Tra Que, der mindestens seit dem 13. Jahrhundert existiert. 

Nicht weit davon befindet sich das Grab Mộ ông Nguyễn Điển – der Zugang liegt mitten im Salatbeet. Es handelt sich um ein Mitglied der Nguyen-Familie, das in Tra Que geboren wurde und im 19. Jahrhundert ein wichtiger Angestellter am Kaiserlichen Hof war.


Auf einen Blick

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Dauer
30 Tage
Wetter
Sommer · 37–37°C
Begleitung
Zu zweit (2)
KulturellKulinarischEntspannend
  • Ankunft in Da Nang bei 37 Grad
  • Monatlicher Aufenthalt im La Casa Tra Que
  • Hoi An Ancient Town
  • Quan Cong Tempel
  • Tan Ky Handelshaus
  • Fujian Assembly Hall
  • Laternenfest am Hoai-Arm des Thu Bon Flusses
deutscher Reisepass
StadtKulturEssenGeschichteArchitekturTransit
  • Eintrittsticket für 5 historische Einrichtungen in Hoi An120.000 ₫
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