Sonntag, 11.2.2018

Straffes Programm: um 6h30 Frühstück und um 7h30 fahren wir mit dem Bus los. Wir fahren zum Ho Chi Minh Mausoleum. Es öffnet um 8 Uhr und als wir uns mit dem Bus nähern stehen die Leute locker 1 km Schlange. Als das Mausoleum die Türen geöffnet hat, geht es jedoch recht schnell voran. Der ganze Komplex aus Gärten, wo das Mausoleum steht, ist riesig. Ho Chi Minh hat sich eine Kremation gewünscht. Sein Wunsch wurde nicht erfüllt. Aus den entferntesten Ecken Vietnams wurde Baumaterial herangeschafft, um dieses riesige, edle Mausoleum zu erbauen. Man sagt, dass Ho Chi Minhs Körper einmal im Jahr nach Russland gebracht wird, um neu einbalsamiert zu werden. Dann gibt es die Theorie, dass es sich hier gar nicht um den Vater der Nation handelt, sondern nur um eine Wachsfigur. Man kennt die Wahrheit nicht.

Loc erklärt uns, dass mit Geld- oder Gefängnisstrafe rechnen muss, wenn man schlecht über Ho Chi Minh spricht. Er war ein bescheidener Mann (Kommunist), der die Herrschaft der Franzosen in Vietnam beendet hat. Er wollte nicht im riesigen Präsidentenpalast leben, sondern zog ein kleines bescheidenes Haus in der Nähe vor. Dort lebte er von 1954 – 58 bevor er in ein bescheidenes Stelzenhaus bis zu seinem Tod im Jahr 1969 weilte. Die Menschenmassen sind wirklich beeindruckend. Jeder Vietnamese möchte mindestens einmal hier gewesen sein.

Dann schauen wir uns noch den Nachbau der buddhistischen Einsäulenpagode an. Das Original haben die Franzosen zerstört, bevor sie das Land verlassen haben.

Dann fahren wir zur Fahrradgarage, wo unsere Räder bereitstehen. Es sind MTB von Giant, 24 Gänge, Scheibenbremsen, sehr modern.

Nachdem alle eigenen Sattel und Pedale angeschraubt wurden (ich habe eigene Klickpedale) dabei, radeln wir los. Wir fahren die Runde um den größten See Hanois, dem Westsee. Insgesamt legen wir 20 km zurück. Aufgrund des Sonntags ist weniger los und es klappt ganz gut mit dem Radeln. Ab und zu hält Loc an und lässt uns lokale Spezialitäten (fritierte Banane, Kokosnuss-rolle) probieren.

Zurück am Hotel bin ich total durchgefroren und stelle mich 15 Minuten unter die warme Dusche. Zudem plagen mich Kopfweh und ich fülle mich groggi. Zuerst denke, dass es von der Unterkühlung kommen könnte, die ich mir in der Halongbucht geholt habe. Allerdings habe ich weder Fieber, noch Husten, noch sonstige Erkältungssysteme. Ich bin mir sicher, dass ich diese EXTREME Luftverschmutzung nicht vertrage. Somit wird morgen, wenn wir die Stadt verlassen und auf dem Land radeln, alles besser! Mal sehen, ob sich meine Theorie bewahrheitet.

#hanoi
Kommentare

Reiseberichte, die Dich auch interessieren könnten:

Diary of a journey to myself / Die dritte Erkenntnis

28.12., ca. 08:00 Uhr, Frühstücksraum im „Rendezvous“ Hanoi ist im Augenblick grau, kühl-feucht,...