2017 VespamerikasuR 2018

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ab 01.06.: Das Projekt Viracocha III in Arica

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01.06.

glen, der autralier, der mir schon gute tips für meine tour gegeben hat - ich schätze er ist ein paar jahre jünger als ich - arbeitet hier als volontär auf der viracocha III, die in einem monat nach australien auslaufen soll. viracocha ist der bolivianische seegott, der das unternehmen beschützen soll. interessant sind auch politische aspekte. chile und bolivien mögen sich nicht. so hat chile jetzt die vorschrift erlassen, dass nur ein chilenischer capitän das boot verantworten dürfe...

die werft

der rumpf wurde mit dem reet des titicaca-sees dort gebaut.
danach mit einem extra langen truck von la paz (titicaca-see) hierher nach arica transportiert. https://www.youtube.com/watch?v=Chr1r0AlAPo
aufgrund des erforderlichen großen wendekreises, wurde die küstenstraße vorübergehend gesperrt, damit die zufahrt zum strand möglich wurde.

unter deck bleibt noch etwas hohlraum, der als stauraum für das crew - wasser benötigt wird. 1.800 literr!
versorgungsräume etc werden über deck montiert

der bug und das heck werden mit schützenden drachenmäulern ausgestattet,

die schon einsatzbereit bereit liegen


es handelt sich nicht um ein gewöhnliches boot, sondern um einen dreimaster, dessen rumpf aus reet gebaut wurde, das am titicacasee wächst. dann wurde er mit einem großen truck von la paz nach arica gebracht und hier am strand auf vorbereitete stützen gestellt, um die drei maste aufzubauen und die restlichen aufbauten abzuschließen. das ganze boot besteht aus reet und tau, das sich innerhalb von 6  monaten auf see vollgesogen hat, und spätestens dann ist das schicksal der crew und des schiffes besiegelt. der erste hafen würde schon nach 60 tagen angelaufen, so bestünde keine gefahr. in weiteren 60 tagen seien sie am zielort. jedes crewmitglied verfüge über 3 liter wasser pro tag. hochgerechnet auf 60 tage und 10 crewmitglieder kommt da einiges an gewicht zusammen...
das bauprinzip sei zu vergleichen mit der arbeit eines töpfers. es werden reetwürste erstellt und jede für sich eng vertäut, aufeinandergelegt und dann miteinander verbunden und gleichzeitig in form gebracht. so könne man es, wenn es wieder an land und von den aufbauten befreit wäre "einfach auseinandernehmmen und zum trocknen auslegen"...

kein plastik etc. nur naturmaterialien werden verbaut


glen hat morgens beim frühstück immer die neuesten stories parat, was wieder nicht funktioniert hat, dass 10 volontäre mitsegeln werden, 
der mast sei hochgezogen worden und dann gebrochen. jetzt habe man ihn wieder "zusammengesetzt"...

http://buckexpeditions.com/en/2017/04/10/bending-the-masts-part-1/

das alles hört sich sehr abenteuerlich an. auch die spannende frage, wie das boot zu wasser gelassen werden soll. es muss den beschwerlichen weg über den strand bis zur wassergrenze schaffen. "mithilfe eines krans", ist die antwort auf meine frage. die geister scheiden sich über die frage, ob für den transport nicht eine schale gebaut werden sollte, die das boot vor dem auseinanderbrechen schützt, wenn es aus seiner verankerung gehoben wird...
was letztlich an den geschichten stimmt, kann später der presse entnommen werden.

in zwei bis drei monaten soll sie auslaufen.

wer den verlauf verfolgen möchte, kann dies über die sozialen medien tun und über folgenden link:

http://buckexpeditions.com/en/






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Kommentare

Matthias
Hallo Thoma,
hab gerade meinen Töchtern und Ketnarin die Fotos gezeigt und die haben interessiert zugehört.
beste Grüße,
Matthias