Monument Valley
25.05. / Mittwoch / Monument Valley Wir stehen wirklich um 5.00h auf und sitzen bei 48°F (9°C) im Stockfinstern im Auto. Aber die Sonne ist im Anmarsch und wir sehen sie hinter...


Veröffentlicht: 29.08.2019














26.05.2011 / Donnerstag / Mexican Hat-Moab
Als um 05.30h unsere Nachbarn aufbrechen, bin ich wach. Schade. Heute hätte ich mal ohne Wecker aufstehen können. Ich höre mein Hörbuch und um 8.00h ist auch G. hoch. Wir sitzen um 08.40h im Auto und fahren Richtung Norden. Ein Kaffee und ein Muffin an einer Tankstelle sind unser Frühstück unterwegs. Die Landschaft wird bald bergig und wir sehen wieder schneebedeckte Gipfel.
In Monticello, einem kleinen Ort unterwegs treffen wir im Visitor Center auf einen sehr hilfsbereiten Menschen, der uns hier schon mit Karten für die Region Moab (Arches National Park) und den Canyonlands National Park versorgt. Wir kriegen eine gute Karte von Utah, die uns bisher fehlte, und fahren weiter.
Den Canyonlands National Park hatten wir nicht in unserer Planung, da er aber praktisch gegenüber vom Arches National Park liegt und wir um 12.00h noch nicht ins Hotel können, fahren wir zum Dead Horse Point im Canyonlands National Park. Wir sind hier auf 1.900 Höhenmetern, Moab liegt nur auf 1.400 m Höhe, was das niedrigste Level unserer bisherigen Reise ist!
Die schneebedeckten La Sal Mountains
Vom Dead Horse Point hat man einen gigantischen Blick auf die La Sal Mountains, die mit Schnee bedeckt sind. 600 Meter unter uns schlängelt sich der Colorado River und wir schauen auf die Stelle oberhalb des Flusses, wo im Hollywood-Film „Thelma & Louise“ die letzte Szene spielt. Diese sollte allerdings im Grand Canyon spielen, aber man hat dort die Filmaufnahmen nicht genehmigt.
Der Colorado River unterhalb des Dead Horse Point
In der Ferne ein Stausee
Der Name des Gebiets ist auf die Nutzung im 19. Jahrhundert zurückzuführen, als Cowboys und Pferdediebe das vorstehende Hochplateau mit den steil abfallenden Kanten als Pferdeweide benutzten und dort Wildpferde zusammentrieben.
Ein schmaler Weg von nur knapp 30m Breite, verbindet zwei Bereiche dieser Hochebene. Man tarnte diese Engstelle mit Büschen und Ästen und trieb hier die Wildpferde in eine natürliche Koppel, aus der sie nicht entkommen konnten. Dann wurden Tiere für die Zucht ausgesucht und überließ die anderen ihrem Schicksal. Es gab hier kaum Futter für die Mengen von Pferden und ebenso wenig Schatten oder Wasser. Die Tiere verendeten hier oder stürzten 600m in den Abgrund, wo der Colorado River verläuft.
Die Wasserknappheit (im Schnitt fallen 25 cm Niederschlag pro Jahr) wirkt sich auf Fauna und Flora des State Parks aus. Die Pflanzen haben die Größe ihrer Blätter reduziert, um die Verdunstung zu reduzieren.
Auch wir wirken unserem Wasserverlust konstant entgegen. Man muß auf diesen Höhen wirklich dauernd etwas trinken und wir haben immer einen großen Vorrat an Trinkwasser im Auto. Die Luft ist so trocken und wir sind ja wirklich meist auf 2.000 oder mehr Höhenmetern unterwegs, da muß man schon aufpassen, dass man genug trinkt. Wir essen kurz ein Sandwich und fahren dann zurück nach Moab, um einzuchecken.
Auf der Suche nach einem abendlichen Programm für uns, erkundigen wir uns nach einer „Dinner Cruise“ auf dem Colorado River und werden einerseits belehrt, daß diese 90-Minuten-Veranstaltung 60 Dollar kostet und das Dinner nur an Land in einer Art Cafeteria stattfindet. Na toll. Also das ist nicht unser Programm. Wir fahren zunächst am Colorado River entlang in einen Canyon, entlang des Highway 28, der ein scenic byway ist.
Highway 28
Highway 28
Am Highway 28
Er macht seinem Namen alle Ehre und wir sind begeistert von der Färbung der hochaufsteigenden Felswände und des Anblicks des wilden Colorado River. Der Fluß hat gigangische Stromschnellen und ist mit viel Wasser gefüllt und dadurch auch schnell unterwegs. Schwimmen ist hier nicht wirklich möglich. Es gibt traumhaft am Fluß gelegene Campingplätze.
Zurück in Moab finde ich ein Fotofachgeschäft, das meine Kamera reinigt. Morgen früh kann ich sie wieder abholen. Wir gehen essen, sitzen draußen ohne Jacken und gehen anschließend ins Kino zu „Pirates of the Caribbean IV“. Sehr witzig.