Veröffentlicht: 17.05.2024



















Meine letzte Nacht in Zentralamerika steht an, denn morgen geht's mit dem Flieger nach Kolumbien. Um von Panama nach Kolumbien zu gelangen, gibt es nur zwei Wege fliegen oder für 500+€ eine mehrtägige Segeltour über die San Blas Inseln bis nach Kolumbien. Letzteres hört sich schon nach einem Traum an aber es hat mir nicht so zugesagt und der Preis ist natürlich auch happig. Warum kann man nicht per Land einreisen? Nun, dort ist das Darien Gap, einer der gefährlichsten Dschungel der Welt. Da wimmelt es nur so vor giftigen Tieren und Pflanzen aber auch von Drogenschmugglern und illegalen Einwanderern aus Südamerika die große Träume in den USA hegen. Was davon jetzt am gefährlichsten ist, überlasse ich euch. Aber ich bin froh dieses doch schon Recht komische Hostel hier in Panama City verlassen zu können. Entweder wohnen die Leute hier und arbeiten als Straßenkünstler oder andere fragwürdige Beschäftigungen oder sie wohnen hier und arbeiten auch irgendwie im Hostel. Auf jeden Fall kennen die sich alle, chillen hier den ganzen Tag aber es sind kaum Gäste da. Fühle mich irgendwie als hätten sie mir erlaubt in ihrer Ü30 WG unterzukommen😂 Zudem war einer von denen krank (hab mich wohl auch angesteckt...) und gestern Nachmittag hatten plötzlich alle halbherzig eine Maske unter der Nase (schließlich haben wir über 30° und 99% Luftfeuchtigkeit...).
Kommen wir aber zum ersten Tag (12.05.24) in El Valle de Antón. Ich wollte eine kleine Wanderung machen und dann am nächsten Tag eine größere Runde gehen. Nachdem ich aber dann am Aussichtspunkt ankam, wusste ich, dass ich noch weitergehen muss, weil es einfach zu schön aussah um umzudrehen. Was ich aber unterschätzt habe war die Hitze bzw. Die Luftfeuchte. Ich dachte ehrlich gesagt es wäre ähnlich wie in Boquete aber El Valle liegt nur auf 500m und war einfach komplett schwül und heiß. Naja kurz vorm ersten Aussichtspunkt war ich schon komplett durchgeschwitzt und der Regen machte dann auch nichts mehr. Also saß ich da oben tropfend für ein paar Minuten und suchte mir die weitere Route raus. Ich wollte weiter über die Bergkette gehen und dann von hinten wieder in die Stadt rein. Ein Hund zeigte mir den Weg und ich folgte ihm für ein paar Km. Zwischendurch rannte er mal zu nem Pferd nahm einen anderen Weg aber schaute immer ob ich noch da bin. Irgendwann passierten wir eine Straße und es fing auf einmal richtig an zu schütten, also suchten wir Schutz in einer Bushaltestelle. Nachdem es aufhörte zu regnen ging ich alleine weiter, verlief mich ein wenig aber fand den richtigen Weg wieder. Mittlerweile war sowieso nichts mehr trocken und mir war es egal, als ich durchs feuchte Gestrüpp musste, da der "Weg" dort lang führte. Dann besuchte ich noch einen Wasserfall, da von angeblich ein weg zur Stadt führt. Nope, musste wieder zurück und über die Straße laufen, der Wasserfall war trotzdem cool. Nach im Endeffekt über 20km kam ich im Hostel an und machte nichts mehr.
Am 13.05.24 wollte ich dann eine kleine Runde drehen, als ich aber an dem Berg ankam und die ersten Höhenmeter bewältigte kehrte ich um. Das war mir zu doof, es war noch heißer als am Tag zuvor und die Luftfeuchte war immer noch ähnlich einer Dampfsauna. Also ging ich was fürs Mittagessen einkaufen und machte mir ein paar Burger. Ich spielte noch etwas Billard und gegen Nachmittag hatte ich ein kleines Workout.
Am nächsten Tag (14.05.24) ging es dann weiter nach Panama City, mein letzter Halt in Panama. Bevor ich allerdings zum Hostel ging, machte ich noch einen Halt in der Albrook Mall, die liegt direkt an dem Zentralen Busterminal. Außerdem ist sie in der Top 20 der größten Malls der Welt! War ganz nett da entlang zu schlendern und die Pizza dort war auch nicht schlecht.
Danach ging es aber zur U-Bahn um zum Hostel zu gelangen. Nach ein wenig Verwirrung, wie das System funktioniert habe ich es verstanden, zumindest halb. Ich habe das Schild übersehen: "Der Automat gibt kein Wechselgeld". Da waren die 5$ aber schon drinnen, eine Fahrt kostet 0,35$...naja gut. Von der Haltestelle zum Hostel waren es 1,4km. Eigentlich eine easy Sache, oder? Aber nicht zur Regenzeit in Panama🥲 Die ersten paar Minuten hat es nur leicht geregnet und ich konnte von Vordach zu Vordach laufen. Und dann hat's richtig gepisst, Junge Junge. Zum Glück stand ich da vor einem Hotel mit offenem WLAN und musste mir ernsthaft einen Uber für 600m holen...
Gestern ging es dann nach Casco Viejo, die Altstadt Panamas. Da ich ja nun genug Guthaben auf der Metrokarte hatte, nutze ich sie auch. Die Altstadt ist echt ganz schön und man hat eine super Sicht auf die Skyline von Panama City. Auf dem Weg zurück zur U-Bahn Station habe ich mir noch ein paar Brötchen geholt und diese auf einer kleinen Grünfläche inmitten von gefühlt 10 Straßen gegessen. In der U-Bahn bin ich aus Langeweile und dem erneuten Regen draußen bis zur Endstation gefahren und habe mir die Stadt aus der Ubahn angeschaut (nein sie fuhr nicht nur unterirdisch). Zurück im Hostel war es wieder trocken und ich besuchte noch zwei Parks in der Nähe.
Heute (16.05.24) bin ich mit ner Erkältung aufgewacht und hatte eigentlich den Plan in einen naheliegenden Nationalpark zu gehen. Es regnete allerdings schon die ganze Zeit. Gegen 10:00 bin ich dennoch zur U-Bahn und bin wieder zum Albrook Terminal gefahren und von dort kann man zum Metropolitan Park laufen. Aber es regnete immer noch und ich entschied mich wieder umzudrehen und in der Mall zu warten. Ich lief was Rum aber meine Kopfschmerzen sagten mir ich solle heute entspannen. Also gönnte ich mir noch vor der Rückfahrt ein Menü von Subway und "ruhte" den restlichen Tag. Soweit ruhen in diesem Hostel möglich ist...in der Bar läuft durchgehend laute Musik, der Fernseher ist durchgehend an, Leute schauen Videos ohne Kopfhörer und der Krach von der Straße ist auch immer da. Dazu kommt, dass unter meinem Bettlaken noch irgendeine scheiß Plastikplane ist, die bei jeder Bewegung knarzt wie sonst was.
Aber morgen bin ich hier weg🙃
