Travis auf Tauchsafari in Raja Ampat
Travis ist mit seinen beiden Großen in Raja Ampat, West Papua, Indonesien. Woooaaah, ist das toll, dort zu tauchen!


Veröffentlicht: 08.02.2026
































































Tach auch!
Ich muss Dir einfach von der zweiten Hälfte unserer Reise erzählen. Wir sind im Anschluss an die Tauchsafari zwei Nächte in Sorong gewesen und dann ging es weiter mit dem Flieger nach Kaimana.
Dort angekommen hat uns das Team der Triton Bay Divers in Empfang genommen.
Mit dem Auto ging es zum Hafen (kleiner Zwischenstopp in einem Hotel, um auf später ankommende Gäste zu warten) und dann mit dem Resort-eigenen Schnellboot in ca 1,5 Stunden zur Triton Bay.
Der Slogan dort heißt "Rimout änt wörs it" - ach, meine Große sagt, das schreibt man so: "Remote and worth it". Das heißt sowas wie: Abgelegen und es lohnt sich.
Das stimmt auf jeden Fall! Meine Großen und ich haben uns sehr wohl dort gefühlt und die Unterwasserwelt war sooo besonders!
...da war ich erst ein bisschen besorgt. Aber dann habe ich gelernt, dass es da gar nicht wirklich was gefährliches gibt.
Das gefährlichste, hat die Nurul am Anfang erklärt, sind die Kokospalmen. Vor allem bei Wind sollte man gut aufpassen, dass einem keine Kokosnuss oder ein großer Palmzweig auf den Kopf fällt. Ist ein ganz schön lautes Geräusch, wenn so eine Nuss runterkommt, kann ich Dir sagen.
Es ist soo schön in dem kleinen Resort. Es gibt nur 8 Bungalows und keine anderen Hotels oder Tauchbasen weit und breit. Es ist ruhig und total gemütlich.
Und von dem kleinen Bungalow, in dem wir gewohnt haben, waren es keine 10 Schritte zum Wasser!
An einem Abend gab es sogar ein Essen am Strand. Das war schon schön.
Naja, soweit erstmal zum Drumherum. Alle Mitarbeiter dort sind echt total nett gewesen und haben mich immer angelächelt und lieb begrüßt.
Nun allerdings das Wichtigste: die Welt unter Wasser!
Ich habe selten so oft das Wort "unglaublich" von meinen beiden Großen gehört. Vor allem, wenn es um die Vielfalt an Korallen ging.
Aber natürlich gab es auch sonst ganz viel zu sehen. Ich zeig Dir mal ein paar von den Bildern. Und Du kannst mir glauben, es gäbe noch seeeehr viiieel mehr davon!
Und stell Dir vor, mein Großer hat ganz viele Bilder von Zwergseepferdchen in allen möglichen Farben gemacht. Es sind ja eigentlich nicht wirklich Pferde und ich glaube auch nicht, dass sie Heu fressen. Das machen die Pferde doch, oder?
Auf jeden Fall sind sie sehr klein und sehr süß. So klein, sagte meine Große, dass sie froh war um die Lesebrillen-Einsätze in ihrer Tauchmaske.
Das aller aller aller beste habe ich Dir allerdings noch gar nicht erzählt. Ich war nämlich auch mit tauchen. Also so richtig unter Wasser und so. Und ich verrate Dir noch was: ich habe mir dafür einen besonderen Tag ausgesucht, nämlich den Ausflug zu den Walhaien.
Der Reihe nach: In Indonesien nutzen die Fischer schon seit sehr langer Zeit selbst zusammengezimmerte große Holzkonstruktionen, sogenannte Bagans, zum fischen. Diese Bagans haben sogar oft eine kleine Hütte drauf, wo sich die Fischer aufhalten können. Und sie werden immer dahin geschleppt, wo die kleinen Fische in großen Schwärmen sind (man nennt sie hier gerne Anchovis).
Morgens früh kommen die Fischer dann zu ihrem Bagan, ziehen die Netze ein und sortieren die kleinen Fische. Manche können sie nicht verkaufen und sammeln sie in Eimern, die sie dann ins Wasser zurück kippen. Und genau das haben - interessanterweise nur in dieser Region und nicht anderswo in Indonesien - die Walhaie irgendwann herausgefunden und warten nun immer in der Nähe der Bagans darauf, dass es einen Leckerbissen gibt. Ganz schön smart! Mit der Zeit haben sich dann auch Delfine dazu gesellt. Und genau da fahren die Triton Bay Divers regelmäßig hin und weil es ja wie gesagt in der Region keine anderen Tauchbasen gibt, ist man mit einer Gruppe von maximal 8 Tauchern im Wasser. Naja, mit mir waren es dann ausnahmsweise mal 9. Es hatte zum Glück niemand was dagegen.
Weil die Bagans derzeit ein bisschen weiter weg liegen, mussten wir morgens sehr früh losfahren, so um 5 ungefähr.
So habe ich also zum ersten Mal Walhaie gesehen. Woooaaah, ich sag Dir, die sind sooo groß und imposant. Zum Glück fressen sie nur Plankton, sagen meine Großen. Und sie meinten, ich wäre ein bisschen zu groß, um als Plankton durchzugehen. Glück gehabt.
Sie schwimmen ganz dicht an einem vorbei und schauen einen genau an.
Meine Großen haben in der Woche drauf sogar Delfine dort gesehen. Davon haben sie mir ganz beglückt erzählt. Ich bin da leider nicht mehr mit untergetaucht. Also hebe ich mir die Begegnung mit Delfinen für eine andere Gelegenheit auf. Soll etwas sehr Besonderes sein, sagen meine Großen.
Allerdings habe ich noch einen weiteren Tauchgang mitgemacht, wo ich mir das schöne Riff mit den Korallen und den Tieren anschauen durfte.
Besonders toll war es, dass die Pausen zwischen zwei Tauchgängen am Vormittag immer an irgendeinem paradiesischen einsamen Strand stattgefunden haben. Da gab's was tu trinken und kleine Snäx. Weißt Du, man muss zwischen zwei Tauchgängen ein sogenanntes Sörfes-Intervall (meine Große sagt, es heißt "Surface") machen, also eine Pause von ca 1 Stunde. Da ist man natürlich gerne an einem Paradies-Strand.
Ich fand, dass ich mir nach all diesen Abenteuern einen so besonderen Platz zum Ausruhen redlich verdient hatte. Was denkst Du?
Meine Großen wurden bei all ihren Tauchgängen von dem lieben Tam begleitet, der eigentlich Tamrin heißt und aus Manado kommt. Bei dem habe ich mich nochmal extra bedankt.
In der zweiten Woche waren meine Grosen meist mit Toby und Lizz gemeinsam unterwegs. Mit denen haben sie sogar abends immer Karten gespielt. Ich glaube, das hat ihnen Spaß gemacht. Mein Großer wollte ihnen gerne Doppelkopf beibringen, aber das war dann wohl doch zu kompliziert in Englisch zu erklären.
So, jetzt habe ich Dir schon so viel erzählt und ich könnte immer noch weitermachen. Aber vermutlich hast Du jetzt schon genug gelesen.
Eine Sache muss ich noch loswerden. Ich habe Sandy kennengelernt. Ein kleiner "Schuggergleider" (meine Große sagt, es heißt "Sugarglider"), den das Team vom Resort verwaist (das bedeutet ohne Eltern) gefunden und aufgezogen hat. Als sie ihn in die Freiheit entlassen haben, kam er nach zwei Tagen zurück und seitdem lebt er dort.
Naja, gesterm mussten wir dann tatsächlich wieder dort aufbrechen. Das tat uns sehr leid und wir wollen bestimmt dort nochmal hin.
Jetzt haben wir es schon zurück bis nach Jakarta geschafft und gleich geht's los über Istanbul nach Amsterdam und von da zurück nachhause.
Ich hoffe, Du hattest Freude an meinen beiden kleinen Berichten über diese wundervolle Reise.
Erstmal sag ich Tschöhö!
Travis, der Buddybär
