Wir sind dann mal in Costa Rica
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Blitzlichter

Veröffentlicht: 01.12.2025


Heute ist der 1. Dezember. Wir kommen gerade von einem Spaziergang zurück; da es jetzt um kurz vor 17:00 schon fast dunkel ist, fiel er etwas kürzer aus. An die frühe Dunkelheit werde ich mich nicht gewöhnen. Das bedeutet übrigens für die Ticos, dass sie so gut wie immer von der Arbeit im Dunkeln nach Hause kommen. Ein Taxifahrer erzählte uns, dass er Polizist ist und an drei Tagen je 12 Stunden arbeitet und die anderen drei Tage als Taxifahrer. Und das bei den Dauerstaus und Dauerlärm. Das tut ihrer guten Laune aber keinen Abbruch.

Am 25.11. sind wir zur Rancho Samana gefahren (nur eine knappe Stunde von hier entfernt), einem Ausflugsort mitten im Urwald, aber und im Nebel. Dort gab es viele Tiere und auch Spielgeräte, was besonders für Kinder interessant ist. Aber auch unser Spaziergang hinunter zu einem Fluss mit den vielen Pflanzen war ein tolles Erlebnis. Und es gab ein großes sehr urtümliches Lokal, wo wir die typischen gebratenen Bananen gegessen haben. Wieder zurück, hatten wir die Sonne wieder. Wettervorhersagen kann man hier gar nicht treffen, da auch die verschiedenen Stadtteile unterschiedliches Wetter haben können. Im Moment ist das Wetter sehr wechselhaft und insgesamt kühler als zu Beginn. Der Regen wird aber deutlich weniger.

Am 26.11. waren wir im Interkontinental-Hotel, wo die Konrad-Adenauer-Stiftung gerade ihre Tagung für Lateinamerika abhielt. Martin hat dort mit der jungen Pastorin, die ja in der einheimischen Kirche arbeitet, die Andacht gehalten. Dabei konnten wir Norbert Lammert persönlich begrüßen, der die Stiftung noch leitet und früher ja Bundestagspräsident war.

Von drei Bewerbungen für die Pfarrstelle hier haben zwei leider zurückgezogen. Die eine Bewerberin wird vermutlich im Februar zu Besuch kommen.

Unsere Panamareise wurde verschoben; eventuelle klappt es in der Osterzeit. Aber wir sind nicht böse, denn so konnten wir drei Tage vom 15. bis 18.12. ein Hotel am Pazifik für uns buchen und hoffen auf Ruhe und Erholung. Das wäre unsere erste richtige Auszeit.

Am 27.11. fand in der Gemeinde die Vorbereitung für den Adventsbasar statt. Das bedeutete richtig viel Arbeit.

Am nächsten Tag war das Wetter mies, grau in grau, sodass wir die Zeit genutzt haben, um ins Jademuseum der Stadt zu gehen. Das war sehr interessant und beeindruckend dargestellt. Einige Funde stammen aus der Zeit 300 vor Christus. Wir sind anschließend aber nicht länger in der Stadt geblieben, da es sehr voll war (Black Friday).

1. Advent: Weihnachtsbasar in unserer Gemeinde. Ich bin immer wieder begeistert, was die Gemeinde hier stemmt, insbesondere der Kirchenvorstand. 200-250 Besucher waren bestimmt da, die alle verköstigt werden mussten. Da waren alle gefordert. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich. Es gab sogar Glühwein trotz der sommerlichen Temperaturen. Martin hat auch noch eine kurze Adventsandacht auf Deutsch und Spanisch gehalten und wurde musikalisch begleitet. Ich kenne mittlerweile schon viele Menschen hier in der Gemeinde und fühle mich in der Beziehung auch schon richtig heimisch. Die Wohnsituation ist weiterhin schwierig für mich.

Als abends nach dem Basar wieder alles an Ort und Stelle war, war es schon spät. Aber wir haben mit den Helfern noch zusammengesessen, gegessen und uns ausgetauscht. Zufrieden, aber auch sehr müde sind dann alle nach Hause gegangen. Ab Morgen wird eine 9. Klasse den Gemeindesaal bis zu den Weihnachtsferien nutzen, wegen Umbauarbeiten in der Humboldtschule. Um 7:00 beginnt hier der Schulunterricht. Ich hoffe, es wird nicht allzu laut.

Heute Abend singe ich wieder im Chor. Am 11.12. haben wir ja unser Chorkonzert, auf das ich mich sehr freue, denn „mein“ Chor in Deutschland hat im Januar eine Aufführung, die ich ja nun nicht mitsingen kann.


Es ist übrigens gerade ein Viertel unserer Zeit hier schon vorüber.

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