„Gottes Schönheit“ zum Jahreswechsel
Heute nur ein kurzer Text, da die Fotos für sich sprechen. Gestern waren wir in einem wunderschönen botanischem Garten bei Cartago, eine gute Stunde Fahrt (35 km) von hie

Veröffentlicht: 11.01.2026



















Vom 5.-9. Januar waren wir in einer wunderschönen Lodge mitten im Urwald, nicht weit von Nicaragua entfernt. Die Fahrt dorthin war schon ein Erlebnis, die Straßen allerdings erforderten höchste Aufmerksamkeit, da es Strecken gab mit vielen tiefen Löchern, sodass wir oft Slalom fahren mussten. Für die 120 km waren wir gut drei Stunden unterwegs und froh, als wir heil ankamen. Denn ein Gemeindemitglied hatte uns ein Auto mit Vierradantrieb empfohlen. Aber der Gemeindewagen tat es zum Glück auch. Ein SUV hätte für vier Tage knapp 900 Euro gekostet.
Unsere Lodge lag direkt am Rio San Carlos. Besonders auf der Frühstücksterrasse konnte man viele bunte Vögel an den eingerichteten Futterstellen beobachten, und man stellt schnell eine Rangordnung fest.
Am nächsten Tag machten wir eine vierstündige Bootsfahrt, und der Führer zeigte uns viele Stellen, wo Tiere zu vermuten waren. Es war einfach atemberaubend schön. Neben vielen verschiedenen Vögeln haben wir Leguane, Affen und endlich auch Krokodile gesehen. Die Tiere sind oft gut getarnt, und man muss genau hinsehen. Wir sind bis zur Flussmündung von Boca San Carlos gefahren, wo Nicaragua beginnt. Es gab auch einen Zwischenstopp, wo wir in einer kleinen Ansiedlung was trinken konnten und mit den Einheimischen ins Gespräch kamen. Auf dem Boot waren noch zwei französische Paare mit dabei, das eine Paar mit einer guten Kamera. Mit unseren Handys konnten wir natürlich nicht so schöne Fotos machen wie mit einer Kamera mit Teleobjektiv. Aber wir haben die vielen Bilder in uns aufgesaugt. Auch von unserem Balkon aus konnten wir Leguane beobachten und nachts ein Froschkonzert hören. Ansonsten haben wir die Ruhe vom Verkehrslärm sehr genossen und nur die vielen Vögeln und Grillen gehört. Und einmal auch Affen.
Ich habe dort erst mal gemerkt, wie erschöpft und verspannt ich bin. Auch die Fahrten sind ja nicht so ohne. So war es gut, dass wir vier Nächte blieben. Wir sind froh und dankbar, dass alles gut geklappt hat, denn z.B. der nächste Arzt ist 2-3 Stunden Autofahrt entfernt. Und eine Autowerkstatt gibt es dort auch nicht. Je älter man wird, desto unsicherer fühlt man sich.
Dies wird wohl mein letzter oder vorletzter Bericht sein. Unsere Gedanken gehen schon stark nach Deutschland.