Veröffentlicht: 21.02.2025
Am folgenden Wochenende holten wir die zwei Polsterkissen aus Gary, die am meisten mitgenommen aussahen. Das eine, ein Sitzpolster, hatte zwei lange Schlitze und musste unbedingt repariert werden. Das zweite war ein Lehnenpolster bei dem die Rückseite aufgerissen war, das sah man zwar nicht wenn es auf der Bank lag, aber wenn man darauf saß, rutschte der sichtbare Polsterüberzug vorn immer weiter herunter und man sah oben das Polsterkissen herausschauen. Das konnte so nicht bleiben. Sebb zog also die Überzüge ab und setzte sich an seine Nähmaschine. Zuerst war das Sitzpolster dran, die Schlitze wurden mit einem Stück Jeans hinterlegt und mit passendem Garn ein Zickzack-Stich über die gesamte Länge des Schadens gesetzt. So weit, so gut. Leider zeigte sich jedoch, dass der Stoff der Polster einfach schon zu morsch war. Gab man etwas Zug auf den Stoff, riss dieser neben der Naht. So würde es also nichts werden, hier musste ein neuer Überzug drüber. Aber wie? Selber machen? Das würde sicher nicht so aussehen, wie wir uns das vorstellten. Zum Polsterer? Das wäre zwar sicher die schönste Variante, aber sicher auch die teuerste. Nach etwas Recherche fanden wir den Bericht eines Wohnwagenbesitzers, der seine Polster einfach mit Bündchenstoff überzogen hatte. Ohne Nähen. Die Stoffe wurden als Schlauch produziert und konnten einfach auf der Rückseite mit Sicherheitsnadeln fixiert werden. Das klang doch nach einer Methode für uns. Wir würden also demnächst einmal zur Stoffhandlung fahren und uns die Bündchenstoffe dort ansehen.
Andererseits hatte Ines´ Mama schon angeboten sich für uns an die Nähmaschine zu setzen und Polsterüberzüge zu nähen. Den Stoff dafür müssten wir aber noch besorgen, wenn wir nicht jedes Polster mit einem anderen Stoffrest bezogen haben wollten.
