Ein bisschen frisch
Kilometerstand: unverändert Wir hatten beschlossen noch einen Tag länger zu bleiben. Die Leute hi


Veröffentlicht: 27.09.2026
Kilometerstand: 161507
Wir verabschiedeten uns heute sehr früh von Nazaré. Unser nächstes Ziel war eine Gegend wo wir 2023 einen sehr schönen Urlaub verbracht hatten und das erste Mal mit dem Surfen in Kontakt gekommen waren. Dort hatten wir auch die Idee zur aktuellen Tour das erste Mal diskutiert.
Wir starteten in Richtung Peniche/Baleal/Ferrel. Auf der Strecke fand Ines einen Supermarkt, der eine Entsorgungsstation für WoMos hatte und zusätzlich den Service anbot, dass man nach einem Einkauf von mindestens vierzig Euro auch Wasser tanken konnte. Das Angebot ließen wir uns nicht entgehen.
In einer nahen Waschstation sollte Gary wieder einmal gereinigt werden, das hatten wir seit unserer Abfahrt nicht mehr gemacht und der Schmutz begann schon in den Lack einzuziehen. Eine Waschstraße gab es natürlich nicht, sondern das Auto musste in einer Selbstwaschbox, also in Handarbeit, ganz vorsichtig mit der Bürste und der Hochdrucklanze geputzt werden. Da nur eine der vorhandenen Boxen für 2,8 m Höhe ausgelegt und natürlich belegt war, stellten wir uns erst einmal an. Der Fahrer des Transporters vor uns putzte sein Auto mit aller gebotenen Gründlichkeit, als er innerhalb der Box noch einmal umparkte, um besser an die Seite des Fahrzeugs zu kommen, bat er per Handzeichen um Entschuldigung. Wir gestikulierten, dass er sich nicht stressen möge und als wir auf dem Heck des Fahrzeugs einen ,Hakuna Matata‘-Aufkleber entdeckten, sangen wir prompt den Song aus Disneys ,König der Löwen‘, um uns die Zeit zu vertreiben. Anscheinend hatte der Typ in der Waschbox uns gehört, denn als er fertig war und sein Auto aus der Box fuhr, damit wir Gary waschen konnten, kam er noch einmal zurück, schenkte uns eine Muschel und wünschte uns mit der Muschel alles Gute und immer ,good vibes‘. Wir waren wieder einmal fast sprachlos und überglücklich was für tolle Menschen es auf dieser Welt gab. Dann wurde Gary geputzt.
Wir erreichten unseren ausgesuchten Platz am frühen Nachmittag. Leider stand an dem Parkplatz oben auf den Klippen ein Schild, dass wir heute noch häufiger zu lesen bekamen.
[Halteverbot für Camper und alles Ähnliche]
Waren die voll ausgestatteten Camper denn wirklich das Problem? Die mit Toilette und Dusche, mit Mülleimer und Abwassertank? Waren nicht viel eher die Vans, die umgebauten Transporter, das Problem. Die kamen schließlich oft ohne jegliche Entsorgungsmöglichkeit, sodass den Reisenden gar nichts anderes übrig blieb, als ihre Notdurft im Gebüsch zu erledigen?
Wir waren ziemlich enttäuscht.
So war die Lage entlang des Küstenstreifens nun eben für Camper stark eingeschränkt worden. Ferrel und Baleal hatten keine vernünftigen Stellplätze und erst in Peniche hatte die Gemeinde einen offiziellen Stellplatz für Camper installiert. Der war dann aber auch kostenlos.
Wir parkten also deutlich weiter weg vom Meer, als wir eigentlich gehofft hatten. Dafür waren wir auf der sicheren Seite und würden nicht nachts von den Ordnungshütern geweckt und gebeten, bitte weiter zu fahren.
Nach einer kleinen Pause machten wir einen Spaziergang durch die Gegend. Wir hatten ein Restaurant ausgemacht in dem wir für morgen Abend einen Tisch reservierten. Bei unserem letzten Besuch war der ,Peniche Can Store‘ gerade kurz vor der Eröffnung gewesen, heute bekamen wir endlich die Chance uns so viele verschiedene Fischdosen wie wir mochten zu kaufen. Da griffen wir ordentlich zu und nahmen uns von jeder der vielversprechenden Sorten etwas mit. Hier wurde für den internationalen Markt in ganz Europa produziert.
Am Abend gingen wir zurück zu Gary, machten unser Abendessen und entspannten, bis es dann ins Bett ging.
