Brügge sehen und …
Kilometerstand: 157539 Es war mal wieder an der Zeit für einen Stadtbesuch. Die belgische Küste war nicht so lang, daher würden wir wohl


Veröffentlicht: 18.07.2026
Kilometerstand: 157620
Wir begannen unseren Tag, wie geplant, mit einem Auswärtsfrühstück.
Mit der heutigen Etappe sollte es nach Frankreich gehen. Auf unserem Weg machten wir einen kurzen Halt, um unser Abwasser los zu werden und bei Kilometerstand 157600 noch einmal einen halben Liter Öl nachzufüllen, Garys Kühlwasserstand blieb hingegen stabil.
Da wir mit unseren elf Kilo Butangas an Board sicher nicht für die ganze Tour reichen würden, war der Plan im Norden Frankreichs eine französische Flasche, mit französischem Anschlussgewinde zu mieten und diese im späteren Verlauf der Tour im Süden Frankreichs wieder zurückzugeben. Die passenden Adapter hatte Sebb schon im Voraus besorgt. Also kauften wir gleich zu Beginn in Dunkerque, der nördlichsten Stadt des Landes, im Supermarkt eine entsprechende Flasche Butangas. Weil wir gut vorbereitet waren, passte dann auch tatsächlich alles zusammen.
Dann wurde es etwas ernster, denn Sebb hatte sich vorgenommen das Museum zur Operation Dynamo in Dunkerque zu besuchen. Das kleine Museum war in der ehemaligen Bastion 32 in den Dünen untergebracht und erzählte die Geschichte der bis dahin größten Rettungsaktion der Weltgeschichte. Operation Dynamo war der Codename der militärischen Evakuierungsaktion der britischen Admiralität im Zweiten Weltkrieg, bei der 85 Prozent des britischen Expeditionskorps (BEF) und Teile der französischen Armee per Schiff und Boot nach England zurückgezogen werden konnten. Die Truppen waren zuvor von der Wehrmacht bei der Schlacht um Dünkirchen eingekesselt worden. Vom 26. Mai bis zum 4. Juni 1940, also in nur neun Tagen, konnten so 338.226 Soldaten, davon 198.229 Briten und 139.997 Franzosen, unter Zurücklassung fast allen Materials, evakuiert werden.
Den Abend beschlossen wir dann wieder etwas lockerer mit einem Strandspaziergang, selbst zubereitetem marinierten Hering und natürlich Rotwein, den wir uns gleich im 3-Liter-Paket gekauft hatten.
