Toskanatraumtour
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Traumtourtage Gardasee 7. Tag

Veröffentlicht: 14.03.2026

Nun also Venedig!

 Das hatten wir uns vorgenommen, das wir diese Stadt besuchen wenn wir schon ganz in der Nähe sind! Also am Abend vorher die über die Trenitalia-App die Zugtickets gekauft ( die App kann ich nur empfehlen, sie macht das Zugfahren um einiges leichter, gute Handhabung, Bezahlen über Paypal, alles sehr einfach!), und dann am frühen Morgen mit dem Bus zum Bahnhof und weiter mit dem Zug nach Venedig, in 1.5 Stunden waren wir da.

Venedig! Erster Eindruck am Bahnhof- überwältigend! Man kommt aus dem Bahnhof und steht direkt am Canale Grande, auf dem es zugeht wie auf einer Autobahn, nur nicht so geordnet. Vaporetti, Gondeln, Motorboote, kleine Fischerboote—alles was auf dem Wasser fahren kann scheint sich durch das grüne Lagunenwasser zu pflügen. Und anscheinend wissen alle wohin sie fahren müssen ohne das etwas passiert.🙈

Dann ein Ticket für ein Vaporetto kaufen, so heißen hier die Wassertaxen, die uns von A nach B bringen.🐖teuer, für die Stecke bis zum Markusplatz kostet es stolze 9 Euro einfache Fahrt. Na gut, dafür haben wir die Kurtaxe gespart heute, die nur an bestimmten Tagen erhoben wird. Also schön vorher online informieren darüber.😉

Aber die Fahrt an sich ist schon ein Erlebnis, nie zuvor bin auf einem derart mit Menschen vollgestopftem   Boot gefahren. Wir erwarteten schon eine riesige Menschenmenge in den engen Gassen, aber nach dem Ausstieg verlief sich die Menge sehr gut und wir konnten gemütlich über Brücken und Stege schlendern, vorbei an winzig kleinen Negozi- Lädchen_sowie auch an großen Schaufenstern mit wunderschönen Artikeln aus Muranoglas, zum Anbeten schön und zum Schlucken teuer. Aber Staunen kostet nichts und das haben wir zur Genüge getan.

Natürlich hatten wir auch Tickets für den Markusdom gebucht, leider war das eine schwierigere Geschichte, denn gerade an diesem Tag hatte sich der Ministerpräsident von Venetien entschlossen eben das auch zu tun. Somit war der Dom erstmal für Besucher gesperrt, überall standen Polizisten mit Waffen und auf den Dächern Soldaten mit Gewehren. Sehr einladend. Aber es hat dann doch noch geklappt, viel viel Gold gab es im Inneren zu sehen, allerdings war es wirklich ein „ abarbeiten der Touristen“, der Dom in Florenz oder noch besser in Siena hat meines Erachtens mehr zu bieten—mehr Ruhe, mehr Stille, mehr Andacht—einfach mehr „Kirche“. Aber gut, wir waren drin.  Und als Tipp nebenbei, die Cathedrale in Abbadia di San Salvatore ist auch nicht zu verachten, klein aber fein.

Venedig! Wir wissen so viel über diese unglaubliche Stadt und doch so wenig. In unseren Köpfen spuken Klischees herum von Menschenmassen, überteuerten Gondeln, laut singenden Gondolieren, dunklen Kanälen  und Dogenpalästen, die nur über das Wasser zu erreichen sind. All das haben wir gesehen, aber nur einen Schritt abseits der „Hauptstraße“ ist auch Venedig, still und etwas dunkel, mit vom  Salzwasser erodierten Hausfassaden, eine Gondel direkt vor einer Tür die fast im Wasser schwimmt— keine Menschenseele , nur leises Plätschern des Kanalwassers—gerne hätte ich mehr Zeit gehabt um dieses unbekannte, echte Venedig kennen zu lernen, wer weiß, vlt. irgendwann??

Eis gab es auch hier reichlich zu genießen, ebenso wie ein Café mit kleinem Snack. Und mit mal wieder müden Füßen und unendlich vielen Eindrücken schlenderten wir zurück zur Wassertaxistation. Fast unmöglich, aber auf der Rückfahrt war es noch voller als auf der Hinfahrt, es wurde direkt etwas abenteuerlich weil wir nur ganz knapp Zeit zu unserem Zug hatten und  die Beine in die Hand nehmen mußten um ihn noch zu erwischen.

Aber alles hat geklappt einschließlich der Bus vom Bahnhof zu unserer Piazza.

Ein langer Tag war es gewesen, ein weiterer schöner Tag in diesem schönen Urlaub.

Erkenntnis des Tages: manchmal sollte man sich Zeit nehmen hinter die Fassade zu schauen. Dafür steht Venedig oben auf meiner Bucket- List.

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