Südostasien und Japan mit Kirschblüte
Südostasien und Japan mit Kirschblüte
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Kobe und Kyōto, 18. März 2026

Veröffentlicht: 18.03.2026

Fahrt
Kobe → … → Kobe
2h
Attraktion
Kinkaku-ji
Kyōto, Japan
Essen
Japanese restaurant
$$ · Mittagessen
Attraktion
Nishi Hongan-ji
Kyōto, Japan
Attraktion
Nijō Castle
Kyōto, Japan
Sehenswert
Raststätte
Kyōto, Japan

Heute haben wir einen längeren Ausflug von Kobe nach Kyōto gemacht. Kyōto liegt knapp zwei Fahrstunden nordöstlich von Kobe. Unterwegs haben wir an einer Raststätte angehalten. Sie war gut besucht und, wie alles hier, sehr, sehr sauber. Abgesehen vom Angebot in den Shops und in den Automaten (unter anderem gibt es hier Glacé-Automaten), könnte es auch eine Raststätte in der Schweiz sein.

Kyōto war vom 8. Jh. bis zum 19. Jh. Sitz des japanischen Kaisers. Die Stadt hat rund 2'000 Tempel und die grössten Teile der Stadt gehören den Mönchen des Nishi Hongan-ji (西本願寺) Tempels. Sie haben die Vorgaben gemacht, dass für die Häuser nur die Farben Weiss, Schwarz und Braun verwendet werden dürfen und haben die Zahl der Stockwerke limitiert. Entsprechend muss auch McDonald seine Werbeschilder in Braun und Weiss machen.

Der Anteil an älteren, kleinen Häuser ist hier etwas höher als in den anderen Orten, die wir schon gesehen haben. In Tokushima haben wir viele dieser Kistchen-Autos gesehen, von diesen hatte es in Tokio viel weniger und hier sind sie wieder häufig. Sonst ist das Strassenbild ähnlich zu anderen Orten. Es gibt innerorts breite Hauptstrassen und sehr schmale Seitengassen.

Als Erstes haben wir den "Goldener-Pavillon-Tempel" (Kinkaku-ji auf 金閣寺, eigentlich Rokuon-ji 鹿苑寺, wörtlich übersetzt «Rehgarten-Tempel") besucht. Es ist ein japanisch buddhistischer Tempel im Nordwesten von Kyōto in dem ein Tempel vergoldet ist. Der japanische Buddhismus gehört zu den südlichen Buddhistischen Strömungen, die verschiedene Buddhas kennen (Theravada südliche und Mahayana nördliche Strömung). In Japan werden darüber hinaus andere Religionen, wie der Shintoismus, mitvereint. Insgesamt kennen sie so 8 Millionen verschiedene Götter. Die Anlage, die Gärten, Tore und die Tempel sind wirklich schön. Aber, es hat unendlich viel Leute. Ein Gedränge vom Anfang bis zum Ende. Das schmälert das Erlebnis ziemlich. Wir denken, dass das typisch für Asien ist: Ein Ort an den so viele Leute hingehen, muss toll sein und man muss folglich auch dorthin gehen.

Danach gab es ein japanisches Mittagessen, welches, wahrscheinlich uns zuliebe, aber stark verwestlich war. Wir haben auf dem Schiff wesentlich typischeres, japanisches Essen mit japanischen Köchen. Da in wenigen Gehminuten neben dem Restaurant ein grosser Tempel war, haben wir auf das Dessert verzichtet und sind noch zum oben erwähnten Nishi Hongan-ji Tempel gelaufen. Dieser ebenfalls buddhistische Tempel liegt zwar nicht in einer schönen Gartenanlage aber mitten in der Stadt und ist riesig. Zwischen dem ersten und zweiten Tor führt sogar eine grosse Strasse hindurch. Im Tempel selbst wurde gebetet und geopfert; es hatte nur ganz wenige Besuchende. Ein Vorläufertempel mit Mausoleum wurde hier 1321 errichtet, 1591 wurde die Anlage ausgebaut. Dieser Besuch machte deutlich mehr Spass als einer inmitten von Menschenmassen. Leider hat es dann aber stark zu regnen begonnen.

Am Nachmittag sind wir in zum Kaiserpalast, dem Nijō Castle (二条城). Es ist eine grosse Anlage mit Befestigungsmauern, Wassergräben, Gärten und den Gebäuden. Die Anlage ist 275'000m2 gross und die Grundfläche der Gebäude beträgt 8'000m2, fertiggestellt wurde sie 1626. Entsprechend gibt es viele Räume, die alle ein Thema (z.B. eine Tier- oder Pflanzenart) haben. Dementsprechend sind die Wände mit entsprechenden Motiven auf Seide versehen und darüber hat es riesige Holzschnitzereien mit den gleichen Motiven, die ebenfalls dünn waren und teilweise durchsichtig waren. Die Wände waren entweder aus Seide, Papier oder vereinzelt aus dünnem Zedernholz. Man hörte also alles, was im Raum nebenan vor sich ging und im Winter war es sehr kalt. Dann hüllte man sich in dicke Kleider und machte möglichst wenig. In den Räumen wurde kein Feuer gemacht, da man die Brandgefahr kannte und schon vereinzelt Tempel abgebrannt waren. Leider durfte man im Innern der Gebäude nicht fotografieren. Die Gartenanlage, eine Mischung aus Befestigungen und japanischem Garten, ist sehr schön und es haben schon die ersten Kirschbäume zu blühen begonnen.

Danach war schon wieder die knapp zweistündige Rückfahrt zum Schiff angesagt. Vom Schiff aus hatten wir eine schöne Sicht auf Kobe bei Nacht. Wir werden nochmals in Kobe anlanden, dank diesem ersten Tag können wir dann gezielt Ausflüge auf eigene Faust machen.

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Frühling
Kulturell
  • Goldener-Pavillon-Tempel (Kinkaku-ji)
  • Nishi Hongan-ji
  • Nijō Castle
  • Raststätte unterwegs
  • Kobe bei Nacht vom Schiff aus
StadtKulturGeschichteArchitekturTransit
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