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Umweg zur Abkürzung

Veröffentlicht: 09.07.2025

Es hat tatsächlich geklappt: Am 7. Juli, gegen Mittag, kam der erlösende Anruf vom Autohaus – der Bulli ist bereit zur Abfahrt.

Das Wochenende zuvor hatten wir genutzt, um einmal richtig auszuschlafen und uns wieder auf das Wesentliche zu besinnen: Reisen mit leichtem Gepäck. Also wurde aussortiert, reduziert und umgepackt. Der Motorrad-Anhänger kam vom Dach, raus aus dem Bus, und so wurde alles einmal komplett neu sortiert. Gegen 23 Uhr war dann endlich alles reisefertig – der Bulli gepackt, das Motorrad bereit, wir startklar.

In der Zwischenzeit hatten wir auch spontan unsere Reiseroute geändert. Polen war ohnehin nur als Transitland geplant, also entschieden wir kurzerhand, direkt die Fähre nach Klaipėda in Litauen zu nehmen. Das Problem: Wir reisen mit zwei Fahrzeugen, möchten aber nur eine Kabine – das lässt sich online nicht buchen. Also hieß es warten, bis die Hotline der Fährgesellschaft am frühen Morgen öffnete.

Am Telefon war die Mitarbeiterin dann sichtlich irritiert, als sie hörte, dass wir noch in derselben Nacht losfahren wollten. Lange sah es so aus, als würde das nichts mehr werden. Aber schließlich – die letzte Kabine war noch frei. Sie ist unsere.

Und so beginnt die Reise endlich richtig. Über Landstraßen und den Harz fahren wir Richtung Norden. Das Wetter zwingt uns unterwegs zu ein paar Pausen, aber gegen 22 Uhr treffen wir – mit nur wenigen Minuten Abstand – beide am Fährhafen in Travemünde ein.

Was dann folgt, ist eine lange Wartezeit. Erst 4,5 Stunden später dürfen wir endlich auf die Fähre fahren. Gegen 3 Uhr morgens fallen wir erschöpft, aber glücklich, in die Kojen unserer kleinen Kabine.

Die erste Etappe ist geschafft.

A Detour to the Shortcut

It really happened: on July 7th, just after noon, the long-awaited call from the garage came – our van was ready to go.

We had spent the weekend slowing down a bit, catching up on sleep, and reminding ourselves of the original plan: traveling light. So we took off the motorcycle trailer, cleared out the van, sorted and repacked everything. By around 11 p.m., our travel setup was finally complete – the van packed, the bike ready, and both of us set to roll.

Somewhere along the way, we had also spontaneously changed our route. Poland was only ever meant as a transit country, so we decided to head straight for the ferry to Klaipėda, Lithuania. The catch: we're traveling with two vehicles, but only need one cabin – something you can't book online. So we had to wait until the ferry company’s hotline opened in the morning.

The woman on the phone sounded more than a little surprised when she heard we were hoping to board that same night. For a while it seemed like it wouldn’t work out at all. But then – the very last cabin was still available. Ours.

And so, our journey officially begins. We drive north, taking small roads through the Harz mountains. Weather slows us down here and there, but by around 10 p.m., we both arrive at the ferry terminal in Travemünde – just minutes apart.

Then comes the waiting. It takes another four and a half hours until we’re finally allowed to board. At around 3 a.m., we crawl into our bunks – tired, relieved, and ready for what lies ahead.

The first leg of the journey is complete.

Antworten (4)

Siggi Lachmann
COOL! Danke das wir daran teilhaben dürfen. Wir selbst waren schon einige Male in Schweden und Norwegen, zwei Mal am Nordkap - aber die Fähre über Litauen is ja ma echt wat anderes! Nicht so der Standard. Bin sehr gespannt über Eure Erlebnisse mit Land und Leuten! Und wünsche Euch auf allen Kilometern Bewahrung und Gesundheit. Genießt die Zeit. So eine Tour macht man wahrscheinlich nur einmal.

Stefanie
Danke, lieber Siggi!

Annett
Schön, dass ihr nun doch langsam näher kommt. 🙃

Huch :-) hab ich tatsächlich den zweiten Eintrag vor dem ersten gelesen. Aber alles gut, habs ja noch gefunden.

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