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Slezská Harta

Veröffentlicht: 08.06.2018

Hell wird es in den Bergen noch früher, gegen Sechs erreicht dann am Dienstagmorgen (05. Juni 2018) auch direkte Sonneneinstrahlung unser Zelt am Osthang des Vysoká hole. Im Halbschlaf genieße ich die wohlige Wärme nach der kalten Nacht, bis es uns gegen Acht aus dem Zelt treibt. Beim genaueren Blick auf meine Karte, konnte ich am Vorabend eroieren, dass wir uns in einem Naturschutzgebiet, dem NPR Pradéd befinden. Zelten ist hier eher nicht erwünscht. Ich will das Glück nicht überstrapazieren und bei Zeiten wieder aufbrechen. Nach routiniertem morgendlichen Ablauf, sind wir kurz vor halb Zehn wieder in der Spur und wandern entlang des Gebirgskamms nach Südwesten. Nach einer guten Stunde erreichen wir Jeleni Studanka und rasten kurz an der dortigen Quelle. Von hier geht es an den Abstieg nach Rýmařov. Nach weiteren gut 45 min. wanderns, mündet der bis dahin angenehm zu laufende Gebirgspfad in einen geteerten Waldweg. Gegen 13.00 Uhr erreichen wir über selbigen Stará Ves und können an der ersten Haltestelle quasi ohne Wartezeit in den Bus nach Rýmařov steigen. Bis hier haben wir immerhin schon gut 14 km abgerissen und ich möchte Rango keine weiteren sinnlosen Kilometer auf der Landstraße zumuten. Der Dicke freundet sich im Bus gleich mit mehreren Schulkindern an und lässt sich verwöhnen. In der Stadt angekommen, stelle ich Rango am nahen Lidl ab und schlendere gemütlich zum Hauptplatz. Für den Einkauf benötige ich frisches Geld. Der neben der Bank befindliche Angelshop hat noch bis 14.00 Uhr Mittagspause, sodass ich zuerst unsere Futterreserven auffülle und mir vor Ort etwas Gebäck und einen doppelten Espresso gönne. Das Tagesziel ist der nicht allzu weit entfernte Slezská Harta, an dem ich mir einen gemütlichen Platz zum Entspannen für die wohlverdiente morgige Wanderpause verspreche. Nach dem Heißgetränk geht es wieder zum Angelladen um eine Berechtigung für das Gewässer zu erwerben. Leider ist sich die Dame in dem Geschäft nicht sicher, ob das für mich als Ausländer möglich ist und kann oder will mir nicht so recht weiterhelfen. Na dann eben nicht. Mit Sack und Pack geht es zum Busbahnhof, wo wir eine gute halbe Stunde auf den Bus nach Bruntál warten. Kurz nach 16.00 Uhr erreichen wir Valšov und machen uns zu Fuß auf den Weg zum Gewässer. Die aufgestaute Moravice bildet hier einen knapp 11 Quadratkilometer großen Stausee. Nach etwa 6 km Fußmarsch habe ich gegen halb Sechs ein schönes Plätzchen für unser Zelt an dem Wässerchen gefunden und wir lassen den Tag mit einem erfrischenden Bad ausklingen.

Den Mittwoch verbringen wir bei herrlich blauem Himmel größtenteils am See. Zum Trinkwasser organisieren müssen wir dann doch etwas weiter laufen als gedacht, aber ohne Gepäck machen sich die 7 km fast von allein. Ansonsten werden Dinge wie Schuhe putzen und Reiseartikel schreiben erledigt. Zwischendurch bespaße ich Rango ein wenig mit einem Tennisball den er vor zwei Tagen irgendwo im Gebirge "organisiert" hat. So kann es gut erholt ins nächste Abenteuer gehen.

Am Donnerstagvormittag (07.06.2018) sind wir gegen Elf abmarschbereit und machen uns auf den Weg nach Bruntál. Nach gut 7 km halten wir vorm Kaufland am Ortseingang, ich gönne mir ein Softeis und nutze während der nächsten beiden Stunden das WLAN zum Bilder hochladen. Ein Einkauf findet auch noch statt, schließlich müssen noch ein paar tschechische Kronen verbrannt werden, bevor es in die slowakische Seite der Hohen Tatra gehen soll. Gegen 15.00 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Bahnhof. Unterwegs queren wir den Stadtkern von Freudenthal der ganz gut erhalten scheint. Am Bahnhof müssen wir nicht lange warten und können 16.24 Uhr mit dem Zug nach Ostrava fahren. Dort haben wir erneut Glück, der RegioJet nach Poprad hat Verspätung und wir können direkt bis an den Fuß der Hohen Tatra durchfahren.

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