Zum Neustart ins Elbsandsteingebirge
Nach mehrmaligem Verschieben des Starttermins, kann es am Freitag, den 26.05.2018 endlich wieder losgehen. Für das nächste größere Etappenziel habe ich mir den Kaukasus...


Veröffentlicht: 31.05.2018














Am 26.05.2018 (Freitag) bin ich gegen Sieben das erste mal wach. In der Boofe ist es aber nach wie vor schön kühl und ich beschließe noch ein wenig zu dösen. Um Acht will dann die kleine Laura aus dem Nachbarzelt gerne aufstehen und macht sich entsprechend bemerkbar. Zeit auch für mich sich aus dem Schlafsack zu pellen. Beim Frühstück mit den Kletterfreunden bekomme ich noch ein paar wertvolle Tips für die Hohe Tatra und den Elbrus. Peter war zu DDR-Zeiten in der Nationalmannschaft und kann folglich aus einem Füllhorn an Erfahrungen schöpfen, zumindest was die Gebirge östlich von uns betrifft. Nachdem ich unseren Krempel gepackt und mich von meinen Gastgebern verabschiedet habe, geht es gegen 10.30 Uhr entlang des Meergründel bis zur Schrammsteinbaude hinunter. Über den Schießgrund arbeiten wir uns zum Falkenstein vor. Der Elbleiteneweg bringt uns sicher zur Wildwiese und über den Nassen Grund marschieren wir zum unteren Affensteinweg. Von dort geht es entlang des Königsweges bis zu den Quenenwiesen, wo ich am Kleinen Zschandbach auf etwas Erfrischung gehofft hatte. Leider macht sich hier bereits die andauernde Hitze und Trockenheit bemerkbar, kein Tropfen kühles Nass zu finden. Trotzdem verweilen wir für eine gute halbe Stunde im Schatten und entspannen etwas. Anschließend führt uns die Zeughausstraße bis zum Zeughaus, wo wir unsere Wasservorräte auffüllen können. Kurz spiele ich mit dem Gedanken mir einen Eiskaffee zu gönnen, 4,90 € sprengen dann aber doch das Budget. Über den Flügel E geht es hinab zur Kirnitzsch, wo wir wieder eine längere Pause einlegen. Ich spüle paar Klamotten durch und kühle mich in dem Bach etwas ab. Auch Rango nutzt mittlerweile solche Gelegenheiten unaufgefordert zur Erfrischung. Da sich das Plätzchen leider nicht zur Übernachtung anbietet, geht es am frühen Abend noch ein Stück Richtung Hinterhermsdorf. Unterhalb des Tellerhörnel finden wir auf einer Wiese einen geeigneten Lagerplatz und richten uns für die Nacht ein. Auch in der Dorfbach fließt scheinbar sauberes Wasser, ein rundum gutes Plätzchen also.
Der Sonntagmorgen lässt sich ganz entspannt an. Ich nutze die morgendliche Sonne um mein Smartphone zu laden, erfrische mich an der Dorfbach und frühstücke in aller Ruhe. Gegen Elf sind dann alle Sachen verstaut, wir huckeln unser Gepäck auf und ziehen weiter. Nach einer knappen halben Stunde empfängt uns das idyllisch gelegene Hinterhermsdorf mit schnuckeligen Holzhäusern. So richtig genießen kann ich den Anblick aber nicht, zeigt das Thermometer doch bereits 28 °C im Schatten. So laufen sich die knapp 2 km durch die Ortschaft dann auch recht unangenehm. Über die Neudorfstraße erreichen wir aber wieder schattigen Wald und können entlang eines kleinen Baches Richtung tschechischer Grenze gehen. Im Tschechischen geht es wieder bei angenehmeren Temperaturen entlang der Křinice bis nach Kyjov. Den kleinen Ort erreichen wir gegen um Drei. Direkt am Ortseingang empfängt uns eine kleine Wirtschaft, an der ich mir meinen Eiskaffee für 40 Kč gönne. Rango habe ich im Schatten mit Sack und Pack abgestellt und so nutze ich die Freiheit für ein kleines Aufklärungsringel an die nahe gelegene Khaatalsperre. Das ursprünglich zum Flößen angelegte Gewässer dient nun der Erholung und Fischzucht. Schnell ist ein lauschiges Plätzchen zum Camping gefunden und ein kurzer Schwatz mit ein paar Einheimischen macht auch Mut. So ist der Entschluss den Dicken und das Gepäck nachzuholen schnell gefasst und wir beziehen eine halbe Stunde später direkt am Wasser Stellung. Den Nachmittag verbringen wir mit baden und lesen am Wasser. Am frühen Abend baue ich das Zelt auf und ziehe mich bei Zeiten zurück.
