UM und die Stavkirk von Urnes
Wir reisen weiter. Auf unserem Weg zur Stavkirk Urnes über die E55 begegnen wir zuerst der Sagasäule Um. 'Die Sagasäule, bis 1992 „Eidsvollsmonumentet“ genannt, ist eine 34...

Veröffentlicht: 27.07.2022
Na sowas. Nach dem gestrigen eiskalten und verregneten Tag begrüßt uns heute die Sonne mit erträglichen 15 Grad. Welch Freude! Somit wird unser Plan das Wikingerdorf Gudvangen zu besuchen gleich freudig umgesetzt. Nach ausgiebigen Frühstück rollt das Wohnmobil inklusive uns los. Auf dem Weg zum Wikingerdorf müssen wir einmal den 11km langen Gudvangentunnel durchqueren, einstmals der längste Tunnel Norwegens, und wir fahren auch durch den derzeit längsten Straßentunnel Norwegens, den Lærdalstunnelen mit 24,5km. Der ist schon ziemlich beeindruckend allerdings auch bedrückend. Irgendwie ist der Sicherheitsstandard der Norweger anders als wir ihn kennen. Es gibt keine Fluchtwege oder Notfallräume. Lediglich Feuerlöscher und Telefon, das war es. Auch die Belüftung lässt erahnen, wie gefährlich die Situation im Falle eines Brandes sein muss. Es riecht extrem nach Abgasen und man sieht vor Smog recht wenig. Ein kleines Highlight sind die drei beleuchteten Etappen zwischendrin
Angekommen in Gudvangen sind wir frohgemut ins Museum marschiert. In den Sommermonaten leben hier, wie auch in vielen anderen Wikingerdörfern Skandinaviens, etliche Menschen die sich mit dem Alltag der Wikinger beschäftigen und dies nachleben. Wir konnten einigen Handwerkern über die Schulter sehen. Mutige können sich im Bogenschießen und Axtwerfen üben. Sehr enttäuscht waren wir allerdings von dem angepriesenen "AUTHENTISCHEN" Essen der Wikinger. Ein Odin-Burger für umgerechnet 24 Euro ist ehrlich gesagt eine Frechheit.
Wer sich allerdings daran nicht stört, den erwartet ein beschaulicher Rundgang im Dorf.
