Tag 12: Abschied im Nebel, Hafen-Chaos & die 100-Euro-Nacht auf Værøy
Heute hieß es Abschied nehmen von den klassischen Lofoten. Das Ziel: Die abgelegene Insel Værøy, weit draußen im Meer.

Veröffentlicht: 23.11.2025
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Abschieds von der Inselwelt – und die Natur hatte sich dafür eine ganz besondere Show ausgedacht.
Bevor wir auf die Fähre fuhren, erlebten wir am Hafen von Værøy etwas, das man so nur selten sieht. Über dem offenen Meer hingen tiefe, dunkle Wolken, die vom Norden herandrückten. Doch die steilen Berge der Insel wirkten wie ein gigantischer Schutzschild. Sie hielten die Wolkenfront auf. Das Ergebnis war surreal: Während wir am Hafen unter strahlend blauem Himmel und in der Sonne standen, war rundherum alles in ein dichtes Grau gehüllt. Besonders beeindruckend war der Moment, als die Wolkenmasse über die Bergkanten schwappte und sich wie Zeitlupe die Hänge hinab "wälzte". Ein Kampf der Elemente: Hier die warme Insel-Sonne, da die kalte Meeres-Front. Ein absolut hypnotischer Anblick.
Dann ging es auf das Schiff. Die Route führte uns nicht direkt zum Festland, sondern mit einem Zwischenstopp über die Insel Røst. Insgesamt waren wir gut 6 Stunden unterwegs.
Der Nebel-Tauchgang: Kaum hatten wir den schützenden Hafen von Værøy verlassen, fuhren wir direkt in die Wolkenschicht hinein. Die Sicht schwand, und die sonnige Insel verschwand im Grau. Eine mystische Stimmung auf hoher See.
Das Budget freut sich: Wie schon die Hinfahrt war auch diese lange Fährverbindung für Passagiere und Auto kostenlos. Norwegen macht es einem leicht, diese abgelegenen Orte zu besuchen.
Am Abend erreichten wir Bodø. Nach den Tagen auf den kleinen Inseln und in den Bergen fühlt sich eine Stadt mit Ampeln, Hotels und Supermärkten fast schon fremd an. Wir checkten in ein Hotel ein (feste Wände, eigenes Bad – herrlich!) und machten noch einen Abendspaziergang am Hafen. Und siehe da: Das Wetter meinte es gut mit uns. In Bodø schien wieder die Sonne. Die dicken Wolken waren wohl draußen auf dem Meer geblieben. Es war der perfekte, entspannte Ausklang, um sich mental wieder auf das Festland und die Straße einzustellen.
Tagesfazit:
Natur-Kino: Wolken, die sich über Berge wälzen, während am Hafen die Sonne scheint.
Fähre: 6 Stunden entspannte Überfahrt (via Røst).
Location: Angekommen in Bodø (Festland!).
Stimmung: Melancholischer Abschied von den Inseln, aber Vorfreude auf die Weiterreise.
