Heute ging es bis ans Ende der Welt – oder zumindest bis ans Ende der Straße E10. Unser Ziel war der Ort mit dem kürzesten Namen der Welt: Å.
Planänderung: Wenn der Bus dich sitzen lässt
Eigentlich wollte ich dem Auto heute wieder eine Pause gönnen, denn gestern hat das mit dem Bus ja wunderbar geklappt. Außerdem hatte ich heute nette Gesellschaft: Ich habe mich mit einer Interrail-Reisenden aus der Schweiz zusammengetan. Doch der öffentliche Nahverkehr auf den Lofoten hat seine Tücken. Der Bus hatte massive Verspätung (oder kam gar nicht?), und da wir den Tag nicht an der Haltestelle verbringen wollten, disponierten wir um: Zurück zum Auto, Motor an, los geht's.
Parkplatz-Krimi am Ende der Straße
Die Fahrt nach Å führt durch spektakuläre Tunnel und Landschaften, aber am Ende der E10 wartet das Nadelöhr. In Å gibt es einen großen Parkplatz, und jetzt kommt die gute Nachricht: Er ist kostenlos! (Eine absolute Rarität hier). Die schlechte Nachricht: Jeder weiß das. Der Platz war brechend voll. Es gibt dort keine Ausweichmöglichkeiten – entweder man steht hier oder man dreht um. Wir hatten unfassbares Glück und ergatterten gerade so die allerletzte Lücke. Puh!
Å: Stockfisch und rote Häuschen
Å selbst ist ein lebendiges Museum. Überall hängen die typischen Stockfische zum Trocknen, und die roten Rorbuer-Hütten sind Postkarten-Material pur. Die offiziellen Museen (Stockfischmuseum etc.) haben wir uns gespart und lieber die Atmosphäre des Ortes aufgesaugt. Es ist schon wuselig hier, aber irgendwie charmant.
Flucht an den See: Ågvatnet
Um den Touristenmassen im Dorf etwas zu entfliehen, machten wir eine Wanderung um den See Ågvatnet, der direkt hinter dem Ort liegt. Das war die perfekte Entscheidung. Während sich im Dorf die Leute auf den Füßen standen, war es hier draußen ruhiger. Das Wetter meinte es fast schon zu gut mit uns: Wieder Sonne satt und sommerliche Temperaturen. Man schwitzt hier oben im Norden gerade mehr als im Mittelmeerurlaub. Der Weg um den See ist teilweise kraxelig, aber wunderschön.
Abschied vom Horror-Hostel
Abends ging es zurück nach Ballstad für die (endlich!) letzte Nacht in unserer "besonderen" Unterkunft. Die Vorfreude auf morgen ist riesig – nicht nur, weil wir hier auschecken, sondern weil wir die Hauptinseln verlassen. Morgen geht es nicht zurück aufs Festland, sondern weiter raus aufs Meer. Die Fähre ist gebucht: Nächster Halt Værøy!
Tagesfazit:
Social: Nette Schweizer Reisebegleitung (Interrail hier oben ist ein Abenteuer für sich!).
Glücksmoment: Den letzten Parkplatz in Å bekommen (kostenlos!).
Aktivität: Wanderung um den Ågvatnet bei Kaiserwetter.
Status: Koffer sind gepackt, weg aus dem Massenschlafsaal!
Auf einen Blick
Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Freunden
Stimmung
AbenteuerlichEntspannend
Highlights
Å am Ende der E10
kostenloser Parkplatz in Å
Wanderung um den Ågvatnet
Sonne satt und sommerliche Temperaturen
letzte Nacht in der Unterkunft in Ballstad
Themen
NaturRoadtripTransit
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