Heute wollen wir die "Anse Georgette" besuchen, die neben dem Anse Lazio zu den Top-Stränden der Seychellen gehört und die wir gestern bereits einmal vom Wasser aus bei unserer Bootstour betrachten durften. Hierzu ist mal wieder eine Reservierung erforderlich, denn der Zugang ist nur über das Lemuria-Resort möglich, eine Riesenanlage mit einem renommierten Golf-Kurs - aber" that's the way it is".

Auf dem Weg dorthin kommen wir sogar mal an einigen Souvenirshops vorbei, das ist fast schon ein außergewöhnliches Erlebnis hier auf dieser Insel und so gehört ein kleiner Bummel einfach dazu!

Nach der kurzen Strecke (ich würde schätzen 4-5km von unserer Unterkunft entfernt) kommen wir am Lemuria Resort an, parken das Auto und zum Strand geht es nur zu Fuß weiter. Hierzu sind ca. 30min Fußmarsch über den Golfplatz erforderlich, zum Glück ist es heute etwas bewölkt, was das Ganze angenehmer gestaltet. Golf spielt eigentlich kaum jemand und wir sehen auf dem Platz mehr Personal bei Reinigungsarbeiten als Golfer - die Arbeiter sind aber allesamt äußerst freundlich, auch von 100m Entfernung rufen sie einem ein nettes "Hello" zu, einfach richtig liebe Menschen die Seychellosen. 

Schließlich kommen wir an der Bucht an, die aufgrund der Regulierung der Besucherzahl durch das Resort wirklich relativ leer ist.  Rechts&links eingerahmt von den, für Praslin typischen "pink" angehauchten Granitfelsen, stellt sie auch für uns eine Traumbucht dar. Dennoch kommen wir beide unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass uns die Anse Lazio, an der sich viele Einheimische untermischen, ein bisschen authentischer vorkommt, als diese, wo sich vornehmlich Urlauber tummeln. 

Schnorcheln soll man hier auch können und da wir schon das ganze Equipement befördert haben, wird diese jetzt auch genutzt, obwohl die großen Wellen am Strand wenig Hoffnung auf gute Bedingungen machen. Tatsächlich ist das Schnorcheln dann besser als erwartet, wir sehen zumindest einige Fische und die Sicht ist relativ klar!

Zurück an Land genießen wir noch ein bisschen den Strand, bevor wir uns auf den Rückweg begeben, es fängt sogar ein bisschen an zu regnen, aber eigentlich ganz angenehm!

Auf dem Rückweg fahren wir noch an einer Perlenfarm vorbei, "Black Pearls of Seychelles" soll es hier geben, nachdem der Laden auf dem Hinweg geschlossen hatte (obwohl er laut Öffnungszeiten bereits schon eine Stunde geöffnet haben sollte - aber das ist auf den Seychellen Gang und Gäbe), sind wir auf dem Rückweg erfolgreich und können uns die Schmuckstücke mit den schwarzen Perlen aus nächster Nähe betrachten. Ist schön anzuschauen, aber da wir uns mit solchem Schmuck nicht wirklich auskennen, bleibt es beim reinen "Betrachten". Eine Führung durch die Perlenfarm ist aufgrund von Covid momentan nicht möglich.

Eigentlich wollen wir noch im Supermarkt vorbei, aber auch dieser macht länger Mittagsruhe, als die Zeiten am Türschild verkünden. Als wir später nochmals vorbeikommen, sagt uns der indische Besitzer "late lunch today - longer closing" - alles klar, er soll natürlich auch mittags schön was essen, die Kunden seines Ladens können ein bisschen warten oder einfach nochmals wiederkommen, wenn sie vor verschlossenen Türen stehen - hier auf den Seychellen nimmt man das alles sehr gelassen, wir sind ja schließlich im Urlaub :)) Das sind so Kleinigkeiten - warum erwähne ich die eigentlich...? - weil genau alle diese Kleinigkeiten zu dem Seychellen-Feeling beitragen...

Am Abend darf ich zu den Vereinstrainingszeiten nochmal das Schwimmbad nutzen, dieses liegt übrigens direkt neben dem Meer, sowas habe ich auch noch nie gesehen. Ich genieße jeden Meter im Wasser.

Heute gibt es keinen Sonnenuntergang, also natürlich gibt es diesen schon, aber dichte Wolken bedecken den Horizont, sodass wir diesmal nicht in den Genuss diese Spektakels kommen. Dennoch darf ein kleiner Strandspaziergang nicht fehlen, doch der Wettergott meint es diesmal nicht gut mit uns - es fängt heftig an zu regnen und bis wir wieder zurück im Apartment sind, sind wir durchnässt - aber alles gut, es ist ja warmer Regen! 

Am Abend gibt es leckeres Fish-Curry mit Red-Snapper, den Mama heute im besten Supermarkt, den wir im ganzen Urlaub ausfindig gemacht haben, erstanden hat. Denn wenn ich eines "vermisse", dann wohl am ehesten einen "Rewe" oder "Edeka" hier auf den Inseln, die Supermärkte hier, die meist von Indern geführt werden, sind fast alle ein wenig chaotisch und wenn man 5 Dinge auf der Einkaufsliste hat, darf man gefühlt in 4 verschiedene Mini-Markets gehen, um alles zu erstehen. Dieser Supermarkt fällt hingegen unter das Motto - "klein aber fein", auf den wenigen Quadratmetern gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Produkten - mein Highlight: Ciabatta-Brötchen (denn das Standardbrot hier ist weißes Toastbrot, Vollkorntoast ist bereits eine Rarität). 

Wir genießen den Abend und stellen mit Erschrecken fest, dass morgen schon der letzte Tag auf Praslin ansteht. 

Heute gibt es übrigens "nur" ein paar Bilder von der Anse Georgette, von dieser hätte man gefühlt noch 100 weitere Schnappschüsse machen können - sie ist einfach ein einzigartiges Postkartenmotiv!


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