Tag 12 - Glasgow -> Blackburn
Ich fühle mich wie ein waschechtes City-Girl...


Veröffentlicht: 16.08.2025
































































10:00
So früh es geht verlassen wir Blackburn und das etwas klapprige Hotel, denn Oxford verspricht, eine spannende Stadt zu werden.
Drei Stunden später werden wir nicht enttäuscht, schon bei der Einfahrt in die Stadt drücken wir uns die Nasen an den Autoscheiben platt. Nicht nur, dass jedes Gebäude, egal ob kleines Einfamilienhaus oder mehrstöckiger Wohnkomplex, eine kleine Perle der Steinmetzkunst ist, es ist auch hell, sauber und durch und durch eine Studentenstadt. Coole Bars und Restaurants, Wandgemälde und jede Menge junger Menschen prägen das Strassenbild.
Da wir noch nicht in unser Appartment kommen, genehmigen wir uns erstmal ein äthiopisches Mittagessen in einem kleinen Restaurant, dessen Poster, Magazine und Wandgestaltung an Abenden und Wochenenden spannende und offene Unterhaltung durch Poetry, LGTBQ-Themen, Frauengruppen, Kunst, Kultur uvm. verspricht.
Später an der (sehr schönen) Unterkunft angekommen treibt es uns wieder raus, erster Halt ist natürlich der Campus.
Und was das für ein Campus ist. Wie Wurzeln ziehen sich die prächtigen Gebäude der Universität durch die Stadt. Überall zwischen den typisch britischen Fachwerkhäuser sieht man die großen, in gelbem Sandstein gebauten Akademien stehen, jede mit anderen Formen und Darstellungen verziert.
Doch schnell werden wir von der Architektur abgelenkt - ein riesiger Laden mit Mangas, Comics, Tabletop und Rollenspiel, Büchern, Brettspielen und allem, was das Nerd-Herz höher schlagen lässt, versperrt uns den Weg (oder so in etwa).
Irgendwann zwingen wir uns dazu, weiter zu laufen. Offene Torbögen laden zum Durchschreiten ein, enge Gassen zum Erkunden, Treppen zum Erklimmen und Höfe zum Kreiseln um die eigene Achse ein. Die Luft wird von Zeigefingern durchstossen, im Versuch, jedes Gruppenmitglied auf jedes neu entdeckte Detail hin zu weisen. "Ich bin gestorben und im Himmel" witzel ich. "Das ist ein Fiebertraum" eine andere. Ich habe "One short Day" aus dem Musical Wicked im Ohr, als Elphaba und Galinda in der grünen Stadt ankommen: https://m.youtube.com/watch?v=LS3q0nStvKM
Die Sonne sinkt und die lange Fahrt sitzt und noch in den Knochen, daher fahren wir zur Unterkunft, wo ich aus Resten eine leckere Nudelsosse für alle koche - nach dieser Unterkunft werden wir weder Küche noch Kühlschrank mehr in unseren Übermachtungen nutzen können, alles Essen muss aufgebraucht werden, vor allem Milchprodukte dürfen zZt nicht Ex-oder Importiert werden.
