Pico da Urze
Faulenzen und ausschlafen, das sind die Vorteile einer Ferienwohnung. Kein bis 10:00 gefrühstückt haben müssen. Unser Frühstück steht im Kühlschrank. 7 eingefrorene Brioc


Veröffentlicht: 27.07.2026




















Der Tag startet mit einem Kaffee am Pool
und der ersten Walsichtung des Tages.
Heute soll laut Wetter.com um 13:05 die Wolkendecke aufreißen und der Berg Pico in seiner vollen Pracht und Größe zu sehen sein. Das wollen wir auf keinen Fall verpassen und machen uns nach einem ausgiebigen Frühstück mit Rührei (jetzt sind immer noch für morgen 15 Eier im Kühlschrank) und der Recherche nach dem besten Fotospot auf den Weg.
Regen ist keiner angesagt- dennoch regnet es. Und statt aufreißender Wolken hüllt sich der Pico in dichten Nebel und die Strasse gleich mit.
Schaahatz zieht es vor den Nebel vor seinem inneren Auge zu analysieren und ich hoffe, das nicht wieder ein paar Kühe auf der Straße rum laufen.
Nach dem Reinfall mit dem wolkenverhangenen Berg beschließen wir oder eher ich, da Schaahatz immer noch in der intensiven Analyse feststeckt, uns die Weinberge von Pico anzuschauen.
Von Madalena aus fahre wir die ER1 Richtung Osten und schlagen und in Santa Luzia links in die Büsche die Rua do Vinhos hinunter zur Küste. Entlang an Weinbergen - kann man das so nennen - es sind ja eigentlich eckige Parzellen zu den bizarre Lavafelder die der Ausbruch von 1718 hinterlassen hat.
Fakten:
Am Fuße des Vulkans Pico wurden bereits seit dem 15. Jahrhundert Rebberge angelegt. Das Weinanbaugebiet erstreckte sich ursprünglich auf einer Länge von 40 km am Meer entlang und bis zu 3 km landeinwärts. In Meeresnähe werden die Reben durch viele rechteckige oder halbrunde Schutzwälle aus dunklem Lavagestein vor salzhaltigen, vom Meer her kommenden Winden geschützt.
Eine einheimische Flasche Wein beginnt so bei 10€ und kann auch schnell mal 30-60€ kosten. Also nur zum Genießen nicht zum Betrinken.
Nach einem leckeren Kaffee beschließen wir die Heimreise anzutreten und diesen ereignislosen Tag mit einem leckeren Essen im Restaurant Bioma, direkt neben unserem Haus abzuschließen.
Das Bioma wird von Rafael Ávila Melo, er kommt von der Insel Pico und Franco Pinilla, er stammt aus Patagonien, Argentinien geführt.
Beide haben in Restaurants gearbeitet, die zu den 50 besten der Welt gehören und hier ihren Traum verwirklicht.
Fakten:
Das Bioma ist nicht nur ein Restaurant. Es ist ein Ort, an dem man gastronomische Erlebnisse genießen kann, die auf dem azoreanischen Erbe basieren. Hier verschmelzen frische lokale Produkte mit hoher kulinarischer Technik und traditionellem Know-how. Hier werden die Aromen und die Kultur der Azoren gefeiert, mit dem Engagement für Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit.
Es war ein echtes Geschmackserlebnis.
Die Brioche-Brötchen, die wir morgen zum Frühstück haben, sind nach dem Rezept von Rafaels Oma und schmecken frisch sehr lecker. Das einfrieren führt doch zu einem erheblichen Qualitätsverlust.
Wir haben heute mal, wie der Melzer bei Kitchen impossible versucht den Sternerotz (so nennt Melzer solches Essen ja gerne) zu analysieren - sind aber kläglich gescheitert.
Aber es war alles total lecker.
Wir haben übrigens gestern die beiden Bullen an unserer Terrasse vorbei laufen sehen, die eventuell heute auf unserem Teller liegen.
Bei einem Glas Wein
lassen wir den Tag ausklingen - gleich müssen wir noch packen.
