Mit tierischem Geleit nach Heiligenhafen
Heute Morgen sind wir von Gewitter und Regen geweckt worden, weshalb wir erst gegen Mittag wieder in See gestochen sind. Die Regenfront haben wir damit verbracht, frische...

Veröffentlicht: 12.07.2023
Wir sind inzwischen auf Fehmarn. Die Stimmung ist allerdings auf dem Tiefpunkt angekommen. Das Wetter ist
1. schlecht, viel Gewitter und immer wieder Regen
2. im Laufe des Tages meist nicht so, wie der Wetterdienst es angesagt hatte, vor allem nicht der Wind
Auch unsere Segelnachbarn fluchen über die "seltsame Segelsaison". Das stellt uns vor einige Probleme. Der Starkregen der letzten Nacht war wieder zu viel für unser altes Schätzchen, es hat an einigen Stellen durchgeregnet. Und da es absolut keinen Spaß macht, bei strömendem Regen zu fahren, schränkt und das Wetter ein und wir schaffen zu wenig Strecke.
Nun überlegen wir, unseren Stockholm Plan tatsächlich nochmal zu überdenken und vielleicht "nur" in der Region Südschweden zu segeln. Die Gegend dort ist super schön, es wäre nur die halbe Distanz und würde für uns deutlich Druck rausnehmen. So könnten wir auch mal ein oder zwei Tage irgendwo im Hafen liegen und die Zeit insgesamt besser genießen.
Immerhin gibt es auch etwas Positives zu berichten: das Funkgerät funktioniert (und erschreckt mich immer wieder mit plötzlichen Durchsagen über Bauarbeiten im Fehmarn Baelt).
Morgen geht es dann weiter nach Dänemark.
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Kleine Segelkunde: Wie funktioniert das eigentlich in den Häfen?
Die Häfen sind im Prinzip mit Campingplätzen vergleichbar. Bevor man einen Hafen anläuft, macht man sich am besten ein bisschen über ihn schlau (Tiefe, Stege etc.). Meistens haben die Häfen eine Ansteuerungstonne und eine Fahrrinne, ähnlich einer Autobahnabfahrt. Wenn wir im Hafen sind, halten wir Ausschau nach freien Liegeplätzen. Alle grün markierten Plätze dürfen belegt werden. Freie, rote Plätze darf man nicht benutzen. Unter Seglern ist es Usus, den eigenen Platz im Heimathafen auf Grün zu stellen, wenn man länger weg ist. So gibt man anderen die Chance auf einen freien Platz und findet selbst Plätze in anderen Häfen. Nach dem Festmachen entrichtet man Liegegebühr, die meist um die 20€ pro Nacht in Deutschland kostet. Darin enthalten ist Landstrom, Duschen kostet bei manchen Häfen noch extra.
